Nach Schulmassaker US-Firmen beenden Unterstützung für Waffenlobby NRA

Von dpa

Dana Loesch, Sprecherin der National Rifle Association NRA, spricht bei der Conservative Political Action Conference (CPAC). Foto: dpa/Jacquelyn Martin/APDana Loesch, Sprecherin der National Rifle Association NRA, spricht bei der Conservative Political Action Conference (CPAC). Foto: dpa/Jacquelyn Martin/AP

Washington. In der Debatte um das Waffenrecht in den USA wächst der Druck auf die mächtige Waffenlobby NRA. Mehrere Unternehmen kündigten an, Vergünstigungen für Mitglieder der National Rifle Association zu beenden. Proteste von Konsumenten in sozialen Medien gegen die Waffenlobby waren diesem Schritt vorangegangen.

So beendeten etwa die Autoverleiher Hertz und Enterprise Bonusprogramme für NRA-Mitglieder. Dem schlossen sich unter anderem auch der Versicherungskonzern MetLife, die Internet-Sicherheitsfirma Symantec und mehrere Hotelketten an.

Eine Reihe von Firmen gewährt den etwa fünf Millionen NRA-Mitgliedern Rabatte. Schon am Donnerstag hatte die First National Bank im US-Staat Omaha angekündigt, eine NRA-Kreditkarte nicht weiter herauszugeben. Der Grund seien Rückmeldungen von Kunden gewesen, begründete die Bank ihren Schritt.

Die Debatte folgt auf das Schulmassaker von Parkland. Ein ehemaliger Schüler hatte vergangene Woche in der Schule in Florida 17 Menschen erschossen. NRA-Chef Wayne LaPierre verteidigte das bestehende Waffenrecht. Befürworter von strengeren Kontrollen würden Tragödien wie Parkland ausnutzen, sagte er am Donnerstag auf dem Jahrestreffen der konservativen Organisation CPAC.