Schauspielerin zeigt Unfallvideo Tarantino bedauert folgenschweren Stunt mit Thurman

Von dpa

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Zwischen Uma Thurman und Quentin Tarantino gibt es keinen Streit. Foto: Julien WarnandZwischen Uma Thurman und Quentin Tarantino gibt es keinen Streit. Foto: Julien Warnand

Los Angeles. Ein Bericht führt zu schweren Anschuldigungen gegen Quentin Tarantino. Misshandelte er seine mehrmalige Hauptdarstellerin Uma Thurman? Der Regisseur hält das für ein Missverständnis.

Regisseur Quentin Tarantino (54) bedauert es, Schauspielerin Uma Thurman (47) bei den Dreharbeiten für „Kill Bill“ zu einem Stunt überredet zu haben, bei dem sie sich verletzte. „Das war eines der Dinge, die ich am meisten bereue in meinem Leben“, sagte er dem Filmmagazin „Deadline“.

Tarantino hatte Thurman vor etwa 15 Jahren überredet, mit einem Auto schnell über einen Waldweg zu fahren. Wie ein kürzlich veröffentlichtes Video zeigt, verlor die Schauspielerin dabei die Kontrolle über den Wagen, fuhr gegen einen Baum und verletzte sich an Hals und Knien.

„Sie gab mir die Schuld für den Unfall, und sie hat das Recht dazu“, sagte der Regisseur. „Ich habe sie überredet, ins Auto zu steigen, versicherte ihr, dass die Straße sicher war. Und sie war es nicht.“

In einem Post auf Instagram äußerte sich nun auch Thurman selbst zu dem Vorfall. Tarantino habe sein Verhalten vor dem Dreh der Szene ihr gegenüber „zutiefst bedauert“ und ihr die Aufnahme des Unfalls zur Verfügung gestellt, um die Sache aufklären zu können. „Er hat das im vollen Bewusstsein getan, dass ihm das persönlich schaden könnte, und ich bin stolz auf ihn und seinen Mut, dass er das Richtige getan hat“, schrieb sie.

i post this clip to memorialize it"s full exposure in the nyt by Maureen Dowd. the circumstances of this event were negligent to the point of criminality. i do not believe though with malicious intent. Quentin Tarantino, was deeply regretful and remains remorseful about this sorry event, and gave me the footage years later so i could expose it and let it see the light of day, regardless of it most likely being an event for which justice will never be possible. he also did so with full knowledge it could cause him personal harm, and i am proud of him for doing the right thing and for his courage. THE COVER UP after the fact is UNFORGIVABLE. for this i hold Lawrence Bender, E. Bennett Walsh, and the notorious Harvey Weinstein solely responsible. they lied, destroyed evidence, and continue to lie about the permanent harm they caused and then chose to suppress. the cover up did have malicious intent, and shame on these three for all eternity. CAA never sent anyone to Mexico. i hope they look after other clients more respectfully if they in fact want to do the job for which they take money with any decency.

Ein Beitrag geteilt von Uma Thurman (@ithurman) am Feb 5, 2018 um 10:15 PST

Hinter dem Unfall stecke keine böse Absicht – anders als hinter dem Versuch, ihn geheimzuhalten. Das sei aber nicht Tarantino zuzuschreiben, sondern unter anderem „dem berüchtigten Harvey Weinstein“.

Der Unfall war ans Licht gekommen, als die „New York Times“ am Wochenende über Thurmans Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Weinstein berichtete. Weinstein habe sie in einem Hotelzimmer bedrängt und angefangen, sich zu entblößen, sagte Thurman laut Artikel. Ähnliche Vorwürfe weiterer Frauen gegen Weinstein hatten die weltweite #MeToo-Debatte über Missbrauch ausgelöst.

Spucken und Würgen sei einvernehmlich gewesen

Am Rande dieses Berichts schrieb die „New York Times“ auch, dass Tarantino seiner Hauptdarstellerin Thurman beim Dreh für eine Szene in „Kill Bill“ ins Gesicht gespuckt und sie mit einer Kette gewürgt habe. Das sei jedoch einvernehmlich mit Thurman geschehen, sagte Tarantino jetzt. Er habe echte Spucke verwenden wollen, damit die Szene echt wirkt, und daher in drei Takes auf die Schauspielerin gespuckt. „Uma sagte, wenn du wirklich einen vierten brauchst, mache einen vierten.“ Das Würgen mit der Kette sei sogar Thurmans Idee gewesen.

Laut Tarantino gibt es zwischen ihm und Thurman deswegen keinen Streit. „Uma war das ganze Wochenende ganz aufgebracht wegen des ganzen Aufstandes gegen mich“, sagte er zu den Vorwürfen gegen ihn. Das habe Thurman nicht gewollt.


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