Möbelmesse IMM in Köln Willkommen im Smart Home: Wenn Alexa mit der Waschmaschine spricht

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Köln. Dank Sprachassistenten wie Alexa und Echo hat das Thema „Smart Home“ einen neuen Schub bekommen. So erstaunt es nicht, dass die Digitalisierung als Megatrend auch auf der Möbelmesse IMM in Köln wieder zu finden ist. Die Messe läuft noch bis Sonntag, 21. Januar, in den Deutzer Messehallen.

Vor drei Jahren konnten die Besucher der Möbelmesse IMM zum ersten Mal die von RFID GmbH by Geschwister Flötotto und der Koelnmesse initiierte Installation „Smart Home“ erleben. Diesmal bietet das Netzwerk „let´s be smart“ in Halle 4.2 in einer kompletten Hausinstallation den Besuchern die Möglichkeit, Produkte von über 30 an der Kooperation beteiligten Herstellern in Aktion zu erleben. Das Angebot ist vielfältig. Es reicht von einfachen Lösungen zum Nachrüsten bis hin zu professionellen  Haussteuerungen mit verschiedenen Ansätzen. Die regelmäßigen Führungen während der Messetage auf dem Stand sind entsprechend beliebt. Dort gibt unter anderem Lösungen für ein Micro-Apartment und für den (Home-) Office-Bereich zu sehen aber auch eine klassische Wohnsituation im „Haupthaus“.

 

Das Haupthaus

Das Haupthaus betreten die Besucher der IMM durch die Tür Neo von Biffar. Die vom Studio F. A. Porsche gestaltete Haustür kann mittels Fingerprint also Fingerabdruck oder „Dongel“, einem Funkchip, sowie ganz klassisch per Schlüssel geöffnet werden. Per App lassen sich zudem bestimmte Öffnungsberechtigungen vergeben, zum Beispiel zeitlich limitierte für Gäste.  Im Haus selbst können die Besucher „smarte Lösungen“ für den Eingangsbereich, die Küche und das Wohnzimmer sowie Schlaf- und Badezimmer und den Hauswirtschaftsraum in Aktion erleben.

Home-Kino

„Hier haben sie das perfekte Kinoerlebnis – doch wie sie sehen, sehen sie bisher nichts“, erklärt Christoph Flötotto, Geschäftsführer der Geschwister Flötotto, bei einer Führung und zeigt auf den Fernseher „Fame“ von Samsung. Anstelle eines „schwarzen Loches“ zeige dieses TV-Gerät bei Nicht-Benutzung im Display verschiedene, auswählbare Bilder. Ergänzt wird das „Wohnkino“ durch ein Sofa mit Surround-Sound-System. Das Home-Kino ist jedoch nur ein Teil der Installation.

Alexa weiß, wann der Kuchen fertig ist

Dank Sprachassistentin Alexa erfahren die Besucher beispielsweise auch, wann die Miele-Geräte wie Trockner oder Backofen mit ihrem aktuellen Arbeitsdurchlauf fertig sein werden. Entsprechende Apps machen dies möglich. Lothar J. Höring, Gebietsleiter Grohe Spa, wiederum verweist bei den Besichtigungen unter anderem auf das Dusch-WC seiner Firma, dass sich „praktisch von selbst reinigt“ sowie auf das Licht- und Soundsystem der verbauten Grohe-Dusche. Eine App zur Sprachsteuerung der Dusche sei ebenfalls in Planung. Während diese Techniklösungen vor allem dem Komfort dienen, ist das Thema Sicherheit ein weiterer Aspekt beim „Smart Home“.

 

Der Sicherheitsgedanke

Für mehr Sicherheit kann beispielsweise ein „smarter Wassersensor“ wie „Grohe Sense“ sorgen. „Der wird einfach auf dem Fußboden platziert und erkennt auslaufendes Wasser“, berichtet Höring. Zudem gibt es im „Smart Home“ auf der IMM auch Assistenzsysteme, die die „Notfallarmbänder“ ersetzen könnten, beispielsweise Sturzsensoren. Diese Systeme können direkt mit einer Notrufzentrale verbunden werden. Doch die „schöne neue Welt“ hat natürlich auch Nachteile beziehungsweise, der Umgang mit der neuen Technik will gelernt sein.

Sicherheit und das Internet-der-Dinge

Unserer Redaktion antwortet Flötotto auf das Thema „Sicherheitslücken beim Internet der Dinge“ angesprochen: „Sprachassistenten sind eine Variante der Schalter, die wir schon kennen.“ Flötotto hätte gerne noch ein Startup in der „let´s be smart“-Welt auf der IMM präsentiert: „Bei Kickstarter gab es einen Gründer, der transparent machen möchte, welches Gerät gerade welche Daten per Internet übermittelt.“ Flötotto nimmt darüber hinaus eine gewisse Doppelmoral in punkto Digitalisierung wahr: „Wir Deutschen sind da immer besonders skeptisch und suchen die Nachteile.“

Digitalisierung im Wohnbereich

Doch nicht nur bei „let´s smart“ in Halle 4.2 gibt es auf der Möbelmesse „smarte“ Produkte: „Sind wir heute noch alle fasziniert von den technischen Möglichkeiten, die uns die ‚smarten Lösungen‘ ermöglichen, werden in der Zukunft Themen wie Ressourcenschonung oder die Chancen, die smartes Wohnen in einer überalterten Gesellschaft bietet, im Vordergrund stehen“, erklärte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kölnmesse, im Vorfeld der IMM. „Konzeptionell werden diese Technologien immer stärker Einzug in unser Leben erhalten und somit auch das Geschehen auf der IMM Cologne mitprägen.“

So stellte Burgbad beispielsweise schon in diesem Jahr den neuen Bedienwürfel „Cube“ vor, mit dem das Licht des Spiegelschrankes „RL40“ gesteuert werden kann. Zur Auswahl stehen bei Cube Programme zum Aktivieren, Entspannen, eine Grundeinstellung, eine zur Pflege und ein individuelles Szenario. Beim neuen (Home-) Office-Programm Cor Lab vom Wohnspezialisten Cor wiederum sind beispielsweise eine Schuko- und eine USB-Steckdose ins Sofa Floater integriert. Und Bettenhersteller Otten hat nicht nur Licht und  Lautsprecher, sondern auch eine Bluetooth-Schnittstelle, eine USB-Steckdose und eine Tasche für Tablets ins Betthaupt eines seiner Modelle integriert.


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