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Ab sofort Bahn stellt Fernverkehr wegen Sturm „Friederike“ bundesweit ein

Von dpa

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Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr wegen des Orkans „Friederike“ ab sofort bundesweit ein. Foto: dpaDie Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr wegen des Orkans „Friederike“ ab sofort bundesweit ein. Foto: dpa

Berlin. Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr wegen des Orkans „Friederike“ ab sofort bundesweit ein.

Die Deutsche Bahn hat ihre Entscheidung verteidigt, wegen des Orkans „Friederike“ vorsorglich den Fernverkehr in ganz Deutschland einzustellen. „Das ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, weil die Störungen durch den Sturm doch so gravierend sind, dass wir Fernzüge schlichtweg nicht mehr durchbekommen“, sagte Bahnsprecher Achim Stauß am Donnerstagnachmittag. (Weiter zum Liveticker: So wütet Sturmtief Friederike)

„Es wäre fahrlässig, die Züge irgendwo, wo man noch fahren kann, noch fahren zu lassen - und dann bleiben Hunderte Fahrgäste auf irgendeinem Bahnhof oder schlimmstenfalls auf freier Strecke hängen. Diese Situation müssen wir vermeiden, und deshalb diese harte Entscheidung, den Fernverkehr komplett in Deutschland einzustellen“, sagte Stauß.

Übernachten im Hotel oder Zug

Wer heute irgendwo strande, der bekomme auch eine Betreuung. „Der bekommt also einen Hotelgutschein oder eine Übernachtung im Zug“, sagte Stauß. „Wichtig ist, dass nichts passiert. Wir müssen unsere Reisenden und auch unser Personal schützen.“


Die neue Taktik der Bahn bei Stürmen

Ein jähes Ende der Zugfahrt auf offener Strecke, Evakuierungen, Hunderte Fahrgäste auf Notbrücken: Das will die Bahn vermeiden. Deshalb ist sie bei Unwettern dazu übergegangen, den Zugverkehr schneller einzustellen als früher.

„Bei schwieriger Witterungslage sollen die Züge nicht auf der Strecke stehen bleiben“, sagte ein Bahnsprecher zur Erklärung. Vorsorglich bleiben die Züge deshalb in den Bahnhöfen. „Dort kann man die Fahrgäste besser betreuen. Es erleichtert nach dem Unwetter auch die Wiederaufnahme des Betriebs und die Werkstattfahrten zur Wartung.“

Diese Praxis verfolge die Bahn seit zwei bis drei Jahren. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht.“ Aus Sicht des Unternehmens haben die Fahrgäste für das Vorgehen Verständnis. (dpa)

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