Aufsteiger sendet klares Signal Thilo Leugers bleibt bis 2020 beim SV Meppen


Meppen. Der SV Meppen macht Nägel mit Köpfen: Der defensive Mittelfeldstratege Thilo Leugers hat seinen Vertrag bis 2020 verlängert. „Ein Signal“, stellt Sportvorstand Heiner Beckmann fest. „Thilo ist eine Bank.“

Beckmann schätzt die gute Grundausbildung des Fußballers in den Niederlanden. Leugers habe längst bewiesen, dass er eine Bank für den SV Meppen sei. „Ich bin froh, dass wir in halten konnten“, verweist er auf gute und zügige Gespräche, „weil beide Seiten wollten“.

„Ein Aushängeschild“

„Thilo ist Emsländer, seine Qualität ist für uns ganz wichtig. Ein Aushängeschild“, erklärt Christian Neidhart. Der Trainer, der wegen der Ausbildung zum Fußballlehrer an der Hennes-Weisweiler-Akademie in dieser Woche erst am Donnerstag die erste Einheit mit der Mannschaft leiten kann, zeigt sich sicher, dass Leugers sich beim SV Meppen pudelwohl fühlt.

Zusammenarbeit passt

Der 26-jährige Fußballer ist froh, „dass ich bleiben kann“. Für ihn passe die weitere Zusammenarbeit. Er sei vergangenes Jahr auch wegen des Studiums in seine Heimat zurückgekehrt. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga sei der Fußball natürlich aufwendiger geworden.

„Alles wird professioneller“

Vielleicht, so Leugers weiter, sei seine vorzeitige Unterschrift unter einen Vertrag bis 2020 auch ein kleines Signal für andere Spieler. Es mache Spaß, für den SV Meppen aufzulaufen. „Man sieht, dass hier langsam alles wächst, dass alles professioneller wird. Wir spielen ja keine ganz schlechte Saison. Die Spieler merken, dass hier etwas entstehen kann.“

Ziel bleibt Klassenerhalt

Der momentane Erfolg kommt für den aus Andervenne stammenden Leugers nicht zufällig. „Wir sind schon eine gute Truppe. Wir passen zusammen. Die Mannschaft ist gut verstärkt worden. Die Basis ist da.“ Platz sechs hält er allerdings für eine „Momentaufnahme. Mehr nicht.“ Die Fans dürften träumen, verwies er jedoch auf das Ziel Klassenerhalt.

Auf der Sechser-Position gesetzt

Leugers ist im Meppener Aufgebot auf der Sechser-Position gesetzt. In der ersten Saison in der Regionalliga kam er zu 31 Einsätzen (3 Tore), danach folgten die beiden Relegationsspiele gegen Waldhof Mannheim. In der 3. Liga war er in elf von zwölf Partien dabei, erzielte gegen Zwickau seinen ersten Saisontreffer. Bei der einzigen Heimniederlage gegen Magdeburg war er gesperrt.

Für Twente in der Champions League

2016 war Leugers nach 14 Jahren in seine emsländische Heimat zurückgekehrt. Vom Heimatklub Heidekraut Andervenne war er in die Fußballakademie von Twente Enschede gegangen. Beim niederländischen Ehrendivisionär spielte er in der Champions League gegen Werder Bremen und in der Europa League gegen Schalke 04. Nach einer Ausleihe nach Breda kehrte er zu Twente zurück, schloss sich 2014 dem vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Christian Ziege trainierten spanischen Drittligisten Atletico Baleares (Mallorca) an. Der SVM hatte auf der Touristeninsel Kontakt zu Leugers aufgenommen.

Gespräche im weiteren Spielern

Beckmann befindet sich nach eigenen Angaben mit weiteren Spielern aus dem aktuellen Kader in guten Gesprächen. „Wir wollen die Leistungsträger langfristig an uns binden.“ Deswegen habe der Verein früh den Kontakt gesucht.


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