Neidhart: Hart gearbeitet Müder SV Meppen mühsam 5:3 gegen Bersenbrück

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Schwagstorf. Gewonnen, aber keinesfalls überzeugt. Der müde SV Meppen setzte sich beim Test im Schwagstorfer Stönnebergstadion nur mühsam mit 5:3 (2:2) gegen den Oberligisten TuS Bersenbrück durch.

Trainer Christian Neidhart hatte sofort eine Erklärung parat. „Nach den Einheiten der letzten Tage waren die Beine schwer. Die Frische fehlte.“ Deswegen sei kein gutes Spiel möglich gewesen. Dass alle Akteure dieselben Symptome gezeigt hätten, belege, „dass wir gut gearbeitet haben“.

Fünf Neue in der Startelf

Der Coach hatte mit Erik Domascke, Steffen Puttkammer, Markus Ballmert, Nico Granatowski und Haris Hyseni fünf Neuzugänge in der Meppener Startelf aufgeboten. Der Drittligist fand zunächst keine Linie, wirkte in der Defensive eher unsortiert gegen einen Oberligisten, der gut im Raum stand und sich nicht nur verstecken wollte. Vielmehr suchten die Bersenbrücker ihre Chance über schnelle Konter. Dabei war Tardeli Malungu im Sturmzentrum immer wieder Anspielstation. Doch eine klare Möglichkeit erspielte sich der TuS zunächst nicht.

Erste Chance durch Hyseni

Die Emsländer brauchten einige Minuten, um sich zu finden. Dabei hatten sie schon nach 120 Sekunden angedeutet, wie es gehen kann: Nach einem Zuspiel von Puttkammer scheiterte Hyseni an Torwart Christoph Bollmann. Nach acht Minuten forderte Trainer Christian Neidhart mehr Kommunikation im Team. Danach kamen die Meppener besser auf Touren. Die Neuzugänge hatten ihren Anteil daran.

Führung mit der zweiten Chance

Hyseni, der an den ersten drei guten Offensivaktionen der Meppener beteiligt war, sorgte mit der zweiten für die Führung: Nach Vorarbeit von Nico Granatowski, der sich auf der linken Seite energisch durchsetzte, traf Hyseni vom kurzen Pfosten. Dann rettete erneut Bollmann gegen den Stürmer. Marius Kleinsorge, der sich rechts behauptete, passte wenige Minuten später zu ungenau ins Zentrum. Als Martin Wagner nach einer guten halben Stunde nach einer Ballmert-Ecke von der rechten Seite auf 2:0 erhöhte, schien der SVM auf gutem Weg.

Zwei Warnschüsse

Doch der Schein trog. Offenbar hatte die Mannschaft die zwei Warnschüsse vor dem Ausbau der Führung nicht verstanden. Aaron Goldmann prüfte Domaschke. Dann hämmerten die Bersenbrücker den Ball aus gut 20 Metern an den Pfosten des Meppener Gehäuses. Ein Weckruf für den Oberligisten, dass mehr gehen könnte.

Unachtsame Abwehr

Die SVM-Defensive sah bei beiden Gegentreffern vor dem Seitenwechsel uralt aus. Zunächst stand Malungu nach einer langen Hereingabe ganz frei im Meppener Strafraum und schoss den Ball ins linke Eck. Beim Ausgleich 120 Sekunden vor dem Seitenwechsel wollte der ehemalige Cottbusser Emil Gabriel Jula das Leder nach einem Freistoß per Kopf verlängern, doch über die unachtsame Abwehr trudelte der Ball ins Netz.

Bersenbrücker Fans begeistert

Nach sieben Wechseln zur Pause kassierte der Drittligist den ersten Rückstand. Aaron Goldmann überwand Jeroen Gies mit einem Schuss aus rund 40 Metern. Die Bersenbrücker Fans waren begeistert. Doch Wagner schaffte nur 120 Sekunden später den Ausgleich. Der eingewechselte Marcel Gebers sorgte mit dem zweiten Tor nach einem Standard für die Wende: Er traf nach Ecke von Max Kremer per Fuß.

Gies pariert Strafstoß

Doch das Meppener Spiel lief nicht rund, zu viele Bälle kamen nicht an. Aber Bersenbrück verpasste das 4:4. Als Jesgarzewski, der nach der Pause die komplette rechte Seite beackerte, nach langem Sprint zum eigenen Strafraum Niklas Oswald von den Beinen holte, scheiterte Goldmann per Strafstoß an Gies,

Sembolo setzt Schlusspunkt

Kremer und Thorben Deters verfügten 20 Minuten vor dem Ende noch über zwei gute Schussmöglichkeiten. Selten spielte Meppen die Chancen so gut heraus wie eine knappe Viertelstunde vor dem Abpfiff, als Leon Demaj Jens Robben auf der rechten Seite bediente, und der genau in die Mitte passte. Aber Deters erwischte den Ball nicht richtig. Es fehlte die klare Linie und die nötige Konsequenz im Abschluss – selbst wenn Francky Sembolo mit dem 5:3 noch Ergebniskosmetik betrieb.


TuS Bersenbrück – SV Meppen 3:5 (2:2)

Tore: 0:1 Haris Hyseni (14.) nach Granatowski-Vorarbeit; 0:2 Martin Wagner (33.) nach Ballmert-Ecke; 1:2 Tardeli Malungu (38.); 2:2 Emil Jula (43.); 3:2 Aaron Goldmann (50.); 3:3 Martin Wagner (52.) mit Flachschuss; 3:4 Marcel Gebers (59.) nach Kremer-Ecke; 3:5 Francky Sembolo (85.) nach Heerkes-Vorarbeit.

SV Meppen: Domaschke (46. Gies) – Jesgarzewski (69. Gnerlich) , Geiger (46. Gebers), Vidovic (46. Nuxoll), Ballmert (69. Demaj) – Puttkammer (46. Heerkes), Leugers (46. Posipal) – Wagner (59. Deters) – Kleinsorge (46. Robben), Hyseni (59. Sembolo), Granatowski (46. Kremer).

Besonderes: Gies wehrt Strafstoß von Goldmann ab (65.)

Die weiteren Testspiele des SV Meppen

Blitzturnier in Ankum (28.6.)

SVM - Werder Bremen II 0:1: (0:0)

Tor: 0:1 Ole Käuper (49.)

SV Meppen: Domaschke (31. Gies) – Jesgarzewski, Puttkammer (31. Geiger), Vidovic (31. Gebers), Ballmert – Posipal (31. Heerkes), Leugers – Wagner (40. Deters) – Kleinsorge (31. Robben), Kremer (31. Hyseni), Granatowski (31. Yao).

SV Meppen - Quitt Ankum 9:0 (5:0)

Tore: 1:0 Max Kremer (5., abgefälschter Schuss), 2:0 Max Kremer (13., FE), 3:0 Francky Sembolo (17.), 4:0 Devann Yao (19.), 5:0 Thorben Deters (27.), 6:0 Haris Hyseni (36.), 7:0 Menno Heerkes (38.), 8:0 Marius Kleinsorge (42.), 9:0 Marius Kleinsorge (44.).

SV Meppen: Gies (31. Domaschke) - Gnerlich, Nuxoll (31. Geiger), Vidovic (31. Gebers), Püschel - Puttkammer (31. Heerkes), Posipal (31. Robben) – Deters - Yao (20. Kleinsorge), Sembolo (31. Hyseni), Kremer (31. Granatowski).

6. Juli (im niederländischen Erica): gegen Twente Enschede (Anstoß: 19 Uhr)

8. Juli (beim SV Hemsen): gegen den BSV Rehden (Anstoß: 16 Uhr)

12. Juli (beim SV Mesum): gegen den SV Mesum (Anstoß: 19 Uhr)

15. Juli (beim FC Utrecht): gegen den niederländischen Erstligisten FC Utrecht (Anstoß: 15 Uhr)

19. Juli: 1. Runde Niedersachsenpokal beim VfB Oldenburg (Anstoß: 19 Uhr)

21. bis 23. Juli: erstes Punktspiel (Gegner und Uhrzeit noch offen)

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