Testspiel in Bielefeld 1:2 – SV Meppen gegen Arminia Bielefeld nur zu Beginn unsortiert

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Bielefeld Nach zwei frühen Gegentoren lieferte der SV Meppen doch noch einen guten Test ab beim Zweitligisten Arminia Bielefeld. Der Drittligist unterlag nur knapp mit 1:2 (0:2).

„Insgesamt ein ordentlicher Test“, stellte Trainer Christian Neidhart fest. Nur in der Anfangsphase sei sein Team unsortiert gewesen. „Danach lief es besser. Und die Bielefelder Startelf war auch nicht ohne.“ Neidhart hatte 18 Spieler mit nach Bielefeld gebracht. In der Startelf spielten im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen 1860 München mit Jeroen Gies, Marius Kleinsorge, Markus Ballmert, Janik Jesgarzewski, Steffen Puttkammer, Mirco Born und Gastspieler Nick Proschwitz gleich sieben neue Akteure. David Vrzogic musste wegen Magen-Darm-Beschwerden passen, auch Marco Komenda (Oberschenkelprobleme) fehlte.

Proschwitz in der Startelf

Proschwitz hatte sein letztes Punktspiel im Play-Off-Finale zur Ehrendivision am 20. Mai bestritten. Die 1:3-Niederlage mit Sparta Rotterdam gegen den FC Emmen bedeutete den Abstieg. Er hält sich seit kurzer Zeit beim SVM fit. Beim Kopfball zeigte er seine Qualitäten. Der 31-Jährige, der im Trikot mit der Nummer 33 auflief, gewann einige Luftduelle. Luka Tankulic deutete seinen Spielwitz an. Julian von Haacke führte Regie im Mittelfeld.

In der Defensive gefordert

Doch der SVM war zunächst vor allem in der Defensive gefordert. Dabei hatte er in der Anfangsphase mit dem Bielefelder Tempo erhebliche Probleme. Nach Pass in die Spitze sorgte Keanu Staude nach nicht einmal 120 Sekunden für die Führung. Drei Minuten späte lupfte Patrick Weihrauch den Ball über Jeroen Gies und einen Abwehrspieler ins Tornetz. Der Gast sah dabei nicht gut aus. Neidhart befürchtete schon Schlimmeres.

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Gefahr nach Amins Freistoß

Doch der SVM, bei dem Kapitän Jovan Vidovic mit Steffen Puttkammer dŠie Innenverteidigung bildete – Ballmert kam auf der Sechser-Position zum Einsatz –, fand sich mit zunehmender Spielzeit besser zurecht, hielt gegen und spielte dann auch mit. Beste Torchance vor dem Seitenwechsel war ein Freistoß von Hassan Amin, der am Aluminium vorbeistrich.

Die Bielefelder Zuschauer waren zur Pause zufrieden. Trainer Jeff Saibene, der auf die drei Nationalspieler Joan Simun Edmundsson (Färöer Inseln), Baboucarr Gaye (Gambia) und Roberto Massimo (Deutschland U19) verzichten musste, gab auch Spielern eine Chance, die nicht regelmäßig zum Einsatz kommen.

Wegner trifft

Nach dem Wechsel mischten die Emsländer mit, agierten entschlossener nach vorn. Kleinsorge leitete mit einem mustergültigen Konter über die rechte Seite den Anschlusstreffer ein: Max Wegner köpfte das Leder ins lange Eck, unhaltbar für Torwart Philipp Klewin. Der eingewechselte Deniz Undav hatte den Ausgleich auf dem Fuß, doch Klewin war auf dem Posten. „Da hatten wir Chancen“, sagte Neidhart. Zwar verfügte auch der Gastgeber noch über Möglichkeiten, kam aber zu keinem weiteren Treffer mehr. Es blieb beim 2:1.

Nick Proschwitz am Ball (rechts, SV Meppen) holt zum Schuss aus. Foto: Werner Scholz

Vor 30 Jahren in Bielefeld verloren

Zuletzt verloren die Emsländer in einem Punktspiel im März 1988 mit 0:2 in Bielefeld. In der 2. Bundesliga bestritten sie vier Partien die Arminia. Die Bilanz ist mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage ausgeglichen. Bisher gab es eine Torgarantie. Es fielen mindestens zwei Tore, zweimal vier und beim einzigen SVM-Erfolg in der Saison 1987/88 sogar fünf: Für Meppen trafen Eckhard Vorholt mit Strafstoß, Reinhold Tattermusch und Jürgen Prange, für die Ostwestfalen Volker Grahl und Matthias Westerwinter.

Maul mit Arminen-Vergangenheit

Zuschauer war am Mittwochabend auch SVM-Geschäftsführer Ronald Maul, der 1995 bis 2000 bei der Arminia spielte. Mit den Ostwestfalen stieg er bereits 1996 in die Bundesliga auf. 1998 ging es wieder runter, 1999 erneut hoch. Insgesamt bestritt Maul für Bielefeld 73 Spiele in der 1. Bundesliga und 58 Spiele in der 2. Bundesliga. Er erzielte fünf Erstliga- und vier Zweitligatore und stand beim letzten Punktspiel der Bielefelder gegen Meppen (2:2) im März 1996 für die Arminia auf dem Platz.


Bielefeld – Meppen 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 Staude (2.), 2:0 Weihrauch (7.), 2:1 Wegner (53.)

Arminia Bielefeld: Klewin – Behrendt, Brunner (46. Börner), Salger (46. Siya) , Lucoqui – Özkan (72. Brandy), Christiansen, Weihrauch – Staude (42. Ucar) - Klos (46. Quaschner), Owusu (75. Clauss)

SV Meppen: Gies – Jesgarzewski, Puttkammer, Vidovic, Amin – Ballmert (63. Undav), von Haacke (55. Leugers) – Kleinsorge (55. Wagner), Tankulic (80. Demaj), Born (55. Granatowski) – Wegner (46. Proschwitz)

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