Neidhart verteidigt das Rumpsteak Viele Braunschweig-Gene im Kader des SV Meppen

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Den dritten Treffer im dritten Spiel in Folge erzielte Deniz Undav (l.) für den SV Meppen. Das Tor gegen seinen ehemaligen Verein Eintracht Braunschweig freute ihn besonders. Foto: ScholzDen dritten Treffer im dritten Spiel in Folge erzielte Deniz Undav (l.) für den SV Meppen. Das Tor gegen seinen ehemaligen Verein Eintracht Braunschweig freute ihn besonders. Foto: Scholz

Meppen Mehr Braunschweiger Gene als der SV Meppen dürfte keine andere Mannschaft haben: Gleich ein halbes Dutzend Blau-Weißer wurde in der Löwen-Stadt geboren oder hat schon für die Eintracht gespielt.

Nur für Trainer Christian Neidhart trifft gleich beides zu. Schließlich durchlief er alle Jugendteams bei der Eintracht, absolvierte gegen St. Pauli als Jugendlicher sein erstes Spiel im Herrenbereich für seinen Stammverein. An der Seite von Per Posipal, dem Vater von SVM-Spieler Patrick Posipal. Danach trat Neidhart als Spieler sechsmal gegen Braunschweig an. Ein Unentschieden, fünf Niederlagen lautet die Bilanz. Gegen keinen höherklassigen Verein hat er häufiger gespielt.

Neidhart-Bruder drückte die Daumen

Beim ersten Duell als Trainer gegen die Erste Braunschweiger Elf reichte es gleich zum Sieg für Neidhart, der sonst durchaus mit der Eintracht sympathisiert. „Das ist mein Heimatverein!“ Mehr mitgenommen haben dürfte das Meppener 4:2 Neidharts jüngeren Bruder Norbert, der aber Samstag der Familienbande den Vorzug gab. „Er hat mir die Daumen gedrückt“, sagte Christian Neidhart, der zufrieden registrierte, dass die Löwen ihm das saftige Stück Punkte-Fleisch nicht mehr wegrissen. Die Niederlage in Würzburg, erinnerte sich der Trainer, habe sich angefühlt, „als wenn man ein dickes Rumpsteak schon auf dem Teller hat, sich aber mit Wasser und Brot begnügen muss.“

Undav trifft gegen Ex-Verein

Für Deniz Undav, der im dritten Spiel in Folge traf, war es etwas Besonderes, gegen seinen Ex-Verein zu spielen. „ Es ist natürlich schön, gegen Braunschweig ein Tor zu schießen und auch noch zu gewinnen.“ Er hatte lange gehofft, bei der Eintracht eine Vertragsverlängerung zu bekommen. Der wie Patrick Posipal in Braunschweig geborene Nico Granatowski erzielte das Meppener 2:0.

Gebers und Kleinsorge in der Eintracht-Jugend

Mit Marius Kleinsorge und Marcel Gebers mussten zwei ehemalige Braunschweiger Jugendspieler verletzt zuschauen. Gebers zog im jüngeren B-Jugendjahrgang von daheim zu Trainer Hans-Jürgen Simon, der in seinem großen Haus mehrere Nachwuchstalente untergebracht hatte. „Ein großer Schritt, ich hatte auch Heimweh“, erinnert sich Gebers, der auch in Bremen ein Angebot hatte, aber dort war kein Internatsplatz mehr frei. Als Jugendlicher lernte er einige Braunschweiger Zweitliga-Spieler kennen. „Das hat mir imponiert“, sagt Gebers, der sich nach der Hüft-Operation in der Reha befindet. „Ich bin zwei, drei Wochen weiter als gedacht. Vielleicht kann auch nächste Woche mal wieder laufen.“

Gies räumt Platz auf der Bank

Nächste Woche will Jeroen Gies, der keine besonderen Beziehungen zu Braunschweig hat, wieder auf der Ersatzbank sitzen. Samstag musste er für Matthis Harsman weichen, der einen der vier U-23-Plätze im Kader besetzte. Neben ihm waren noch Thorben Deters, Marco Komenda und Deniz Undav regelkonform im Aufgebot. Im Trainerzimmer besprachen Neidhart und Mario Neumann die Aufstellung mit dem einsichtigen Gies, der an der Siegprämie beteiligt werde.


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