Samstag gegen Braunschweig SV Meppen: Mutig in den Keller-Kracher

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Kampf ist Trumpf am Sonntag beim Keller-Duell zwischen dem SV Meppen und Eintracht Braunschweig. Deniz Undav (in Schwarz) macht es  – wie hier gegen Sebastian Schuppan in Würzburg – vor. Foto: ScholzKampf ist Trumpf am Sonntag beim Keller-Duell zwischen dem SV Meppen und Eintracht Braunschweig. Deniz Undav (in Schwarz) macht es – wie hier gegen Sebastian Schuppan in Würzburg – vor. Foto: Scholz 

Meppen Mehr Spannung geht kaum: Beim Nord-Derby und Kellerduell der 3. Liga treffen am Samstag um 14 Uhr Schlusslicht SV Meppen und Vorletzter Eintracht Braunschweig aufeinander. Beide Teams brauchen die Punkte nötiger denn je.

„Ich hätte nicht gedacht, dass das Spiel gegen Braunschweig schon so wichtig wird“, sagt Meppens Trainer Christian Neidhart. Doch eins ist klar: Der Verlierer droht auf längere Sicht im Tabellenkeller festzustecken. Dem SVM, der wie die Eintracht erst ein Spiel gewonnen hat, wird selbst bei einem Sieg kaum der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz gelingen. „Wir dürfen den Abstand nicht zu groß werden lassen“, hatte Neidhart frühzeitig erklärt.

Neidhart: Beide Heimspiele gewinnen

Der Ausweg: „Wir haben jetzt zwei Heimspiele, die wollen wir beide gewinnen. Egal, wer der Gegner ist“, sagt der 49-Jährige. Nach Braunschweig kommt 1860 München. Lob hat der SVM für seine engagierten Auftritte genug bekommen. Nur die Ergebnisse stimmten etwa gegen Osnabrück, Uerdingen, Unterhaching oder zuletzt Würzburg nicht. „Wir haben zu viel liegenlassen“, erklärt Neidhart – und weiß, dass es bei der Eintracht nicht anders ist.

Noch Fragezeichen

Ausgerechnet vor der so wichtigen Partie war die personelle Situation am Freitagmittag noch unklar; etwa, ob Marco Komenda oder Marius Kleinsorge doch auflaufen können #. Sollten beide Spieler nicht dabei sein, müssen junge Spieler nachrücken, denn im Kader sind vier Akteure nötig, die zu Saisonbeginn noch keine 23 Jahre alt sind. Ob Max Kremer erneut in der Defensive aufläuft, bleibt ebenfalls offen. „Eine Option“, sagt der gebürtige Braunschweiger Neidhart, „aber das hängt von so vielen Faktoren ab“. Vielleicht wird der Spieler an diesem Spieltag schon wieder in der Offensive benötigt.

Drittes Duell der englischen Woche

Auch wegen dieser Unwägbarkeiten konzentriert sich der SVM mehr als sonst auf sich selbst. Sicher ist, dass er nicht von seiner mutigen Marschroute abweichen wird. Auch wenn vor dem dritten Spiel in der englischen Woche die Beine schwerer sind und einige Wehwehchen zwicken. „Die Jungs müssen wieder ran,“ weiß Neidhart- Mit der Unterstützung der Fans falle das sicher leichter.

Der Druck ist groß

Der Druck ist für beide Kontrahenten groß – auch wenn die Bedingungen ganz andere sind: Während der mit hohen Ambitionen gestartete Zweitligaabsteiger über einen der höchsten Etats der Liga verfügen soll, liegt der SVM, der von Beginn an den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat, auch im finanziellen Ranking eher im unteren Bereich der Tabelle. Vermutlich ist der Dampf bei den „Löwen“ größer. Nach der 1:4-Niederlage gegen Kaiserslautern kam es zu intensiven Diskussionen zwischen Spielern und Fans. Gespräche gab es auch beim Meppener 0:3 in Wiesbaden, doch da vernahmen die Emsländer eher aufmunternde Worte.

Pedersen erwartet „knallhartes Spiel“

Sieben Punkte nach neun Spielen, davon die ersten sechs sieglos, widersprechen den Braunschweiger Ansprüche n, obwohl die Mannschaft vor der Saison runderneuert wurde. Trainer Henrik Pedersen, Nachfolger der zuvor zehn Jahre amtierenden Torsten Lieberknecht, muss mittlerweile auch die Aufgaben des geschassten Managers Marc Arnold übernehmen. Allerdings wird in der 250000-Einwohner-Stadt spekuliert, dass der 40-jährige Däne, der beim Ex-Schalker Jens Keller bei Union Berlin Co-Trainer war, bei einem erneuten Negativerlebnis vor dem Aus stehen könnte. „Uns erwartet ein knallhartes Spiel“, weiß Pedersen vor der Partie in Meppen.


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