Selbstkritik beim SV Meppen Verlieren einige Spieler durch wachsenden Druck den Fokus?

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Wiesbaden Mit der Leistung nach dem Seitenwechsel wird es schwierig, den Klassenerhalt zu schaffen – so selbstkritisch gaben sich Trainer und Spieler nach der Niederlage in Wiesbaden. Immerhin durfte ein Youngster nach elf Monaten wieder Drittligaluft schnuppern.

Dass das 0:3 von Wiesbaden mit der derzeitigen Platzierung auf einem Abstiegsrang zu tun hat, glaubt Janik Jesgarzewski nicht: „Ich würde die Niederlage jetzt nicht auf den Druck schieben“, sagte Meppens Rechtsverteidiger. Dagegen kann sich dessen Teamkollege Marco Komenda schon vorstellen, dass die Tabellenkonstellation eine Rolle spielt. „Ich glaube, die meisten Spieler beschäftigen sich einfach zu sehr mit zu vielen Sachen, die nicht dazugehören. Haben den Druck im Hinterkopf“, so der Innenverteidiger, der erstmals anstelle von Hassan Amin hinten links verteidigte. Weil man denke, heute müsse man unbedingt gewinnen, gehe vielleicht ein bisschen den Fokus verloren, vermutet Komenda. „Es ist einfach gerade eine blöde Situation“, stellt der ehemalige Gladbacher fest. „Wir haben gerade einmal sieben Spiele gespielt, und es ist noch alles offen. Wir werden weiter kämpfen und nur gemeinsam dort unten rauskommen, setzt Komenda auf den Teamgedanken.

Allzu lange sollte es aus Jesgarzewskis Sicht allerdings nicht mehr dauern: „Fakt ist, dass wir jetzt drei Spiele in einer Woche haben, wo wir definitiv Punkte mitnehmen müssen.“ Am besten so viele wie möglich, damit man in eine bessere Ausgangslage komme und ein bisschen freier aufspielen könne, sagt Jesgarzewski. „Sonst wird’s brutal, wenn wir da nichts mitnehmen.“

Wenigstens ein kleines persönliches Erfolgserlebnis verbuchte Leon Demaj. Er bestritt sein erstes Drittligaspiel der Saison – sein drittes überhaupt. Wie in der letzten Spielzeit beim 1:0-Sieg in Wiesbaden und bei der 0:2-Niederlage in Halle wurde der 20-Jährige eingewechselt. „Ich sollte nach meiner Einwechslung vorne Druck machen und irgendwie versuchen, ein Tor zu schießen, um noch den Anschlusstreffer hinzubekommen“, berichtet Demaj. Natürlich sei es schwierig, bei einem 0:2-Rückstand reinzukommen. „Aber man kämpft und versucht, ein Tor zu machen oder einen wichtigen Ball zu spielen.“

Sehr, sehr einfache Tore gefangen und nach vorne nicht effektiv genug – dieses ehrliche Fazit zog der eingewechselte Max Wegner. Sowohl die Offensive als auch die Defensive bereiten dem Stürmer, der selbst immer noch auf sein erstes Punktspieltor für den SVM wartet, Sorgen. „Wir müssen an beiden Baustellen akribisch arbeiten. Dass wir das schnell in den Griff kriegen.“ Denn beide Baustellen seien im Fußball „nicht so vorteilhaft“.

Sehr wichtig wird nach Wegners Meinung im nächsten Heimspiel gegen Unterhaching die Unterstützung der Zuschauer sein. „Sie können einen nach vorne peitschen. Können einen auch lähmen. Von daher ist es sehr wichtig, dass sie uns weiter unterstützen. An uns festhalten und an uns glauben. Wir versuchen, das dann natürlich zurückzuzahlen.“


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