Stimmen zur 0:3-Pleite des SV Meppen Wegner: „Wir müssen an zwei Baustellen arbeiten“

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Wiesbaden Eine Menge Arbeit wartet auf die Drittligafußballer des SV Meppen. Das hat die 0:3-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden deutlich gezeigt. Die Spieler zeigen sich selbstkritisch. Hier ihre Stimmen zum Spiel.

Janik Jesgarzewski (Rechtsverteidiger des SV Meppen): In der ersten Halbzeit hatte Wehen zwar dickere Chancen, aber wir haben Räume, die wir nicht nutzen. Ein paar Konter, die wir nicht ausspielen. Da können wir uns in eine bessere Position bringen, was wir uns in der Halbzeit auch vorgenommen haben. In der zweiten Halbzeit war kein Spielfluss mehr bei uns. Und die Tore fallen zu einfach. Beim ersten machen wir die Innenbahn auf, er (Stephan Andrist, Anmerkung der Redaktion) läuft lang aufs Tor zu. Danach kriegen wir in Unterzahl das zweite. Und dann wird es brutal schwer. Ich würde die Niederlage jetzt nicht auf den Druck schieben. Gar nicht. Fakt ist, dass wir jetzt drei Spiele in einer Woche haben, wo wir definitiv Punkte mitnehmen müssen. Am besten so viele wie möglich, damit wir in eine bessere Ausgangslage kommen und ein bisschen freier aufspielen können. Sonst wird’s brutal, wenn wir da nichts mitnehmen.

Marco Komenda, der erstmals nicht in Meppens Innenverteidigung spielte, sondern hinten links: Nach der ersten Halbzeit meinte der Trainer, dass das Spiel eine Willenssache wird. Ich denke, dass Wehen in der zweiten Halbzeit einfach den größeren Willen hatte. Trotzdem würde ich sagen, dass wir am Ende gut gekämpft haben. Es ist einfach gerade eine blöde Situation. Ich glaube, die meisten Spieler beschäftigen sich einfach zu sehr mit zu vielen Sachen, die nicht dazugehören. Haben den Druck im Hinterkopf. Denken, heute müssen wir unbedingt gewinnen. Und verlieren vielleicht dadurch ein bisschen den Fokus. Wir haben gerade einmal sieben Spiele gespielt, und es ist noch alles offen. Wir werden weiter kämpfen und nur gemeinsam dort unten rauskommen. Alles geben und uns dafür im Endeffekt auch belohnen.

Max Wegner (eingewechselter Stürmer des SV Meppen): Die erste Halbzeit war gar nicht so schlecht. Erik (Domaschke) hat natürlich ein-, zweimal großartig gehalten. Hat uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr, sehr einfache Tore gefangen. Auch nach vorne hin waren wir nicht effektiv genug beziehungsweise haben uns ganz wenig herausgespielt. Und dann ist es schwierig, zu gewinnen. Sorgen bereitet beides – die Offensive und die Defensive. Wir müssen an beiden Baustellen akribisch arbeiten. Dass wir das schnell in den Griff kriegen. Dass wir hinten sicherer stehen, die Bälle wegschlagen und uns verdichten. Und wir müssen uns auch etwas einfallen lassen, damit wir zu mehr Chancen kommen. Beides ist nicht so vorteilhaft im Fußball. Nach dem ersten Gegentor hatten wir kein wirkliches Aufbäumen. Man hat kein jetzt erst recht gesehen. Das hat heute vielleicht ein bisschen gefehlt. Sehr wichtig wird im nächsten Heimspiel die Unterstützung der Zuschauer sein. Sie können einen nach vorne peitschen. Können einen auch lähmen. Von daher ist es sehr wichtig, dass sie uns weiter unterstützen. An uns festhalten und an uns glauben. Wir versuchen, das dann natürlich zurückzuzahlen.

Leon Demaj, der seinen dritten Einsatz beim Drittligisten SV Meppen feierte: Ich finde, dass die erste Halbzeit offensiv schon ganz ordentlich war. In der zweiten Halbzeit haben wir nachgelassen. Die Bälle nicht festgemacht. Viele Bälle verloren. Wehen hat dann Schäffler eingewechselt, der die Bälle behauptet. Sie haben lange Bälle gespielt, und wir haben uns nicht mehr befreien können. Ich sollte nach meiner Einwechslung vorne Druck machen und irgendwie versuchen, ein Tor zu schießen, um noch den Anschlusstreffer hinzubekommen. Es ist natürlich schwer, beim 0:2-Rückstand reinzukommen. Aber man kämpft und versucht, ein Tor zu machen oder einen wichtigen Ball zu spielen.


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