Am Samstag bei Wehen Wiesbaden SV Meppen: Kompakt stehen und Fehler reduzieren

Meine Nachrichten

Um das Thema SV Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Erfolgserlebnis sucht der SV Meppen mit Stürmer Deniz Undav (am Ball - hinten Mirco Born und David Vrzogic) beim SV Wehen Wiesbaden. Foto: ScholzDas Erfolgserlebnis sucht der SV Meppen mit Stürmer Deniz Undav (am Ball - hinten Mirco Born und David Vrzogic) beim SV Wehen Wiesbaden. Foto: Scholz 

Meppen „Es ist Druck auf dem Kessel“, weiß Trainer Christian Neidhart. Denn am Samstag um 14 Uhr tritt der SV Meppen im Duell zweier Mannschaften, die aktuell Abstiegsränge belegen, beim SV Wehen Wiesbaden an. Der Verlierer droht im „Keller“ der Liga zu verharren.

Im schlechtesten Fall, weiß Neidhart, rutscht ein Team noch weiter nach hinten. Vor dem siebten Spieltag beträgt der Abstand nach ganz unten nur zwei Zähler, nach oben ist Energie Cottbus bei drei Punkten und fünf Toren Vorsprung als Zwölfter in Schlagdistanz. Der VfR Aalen belegt den letzten Nichtabstiegsplatz punkt- und torgleich nur wegen eines mehr geschossenen Treffers.

Der Druck ist da

Aber der Druck ist da. Für den SVM, der als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben hat. Und erst recht für den SV Wehen Wiesbaden, dem vergangene Serie nur ein einziger Zähler zur Zweitliga-Relegation fehlte. Die Hessen wurden vor der aktuellen Serie hoch gehandelt. Auch Neidhart traute ihnen eine Überraschung zu. Allerdings hat Wehen Wiesbaden einige starke Akteure abgegeben: Kapitän David Blacha (Osnabrück), an dem auch der SVM interessiert war, Agyemang Diawusie (Ingolstadt), Robert Andrich (Heidenheim). Mit Stürmer Rene Guder (Flensburg), der auch kurz mit dem SVM im Gespräch war, Patrick Schönfeld (Braunschweig), Giuliano Modica (Kaiserlautern) und zuletzt den ehemaligen Frankfurter und Heidenheimer Marcel Titsch Rivero, der 115 Zweitligaspiele absolviert hat, sollen die Lücken geschlossen werden.

Wiesbaden fünf Spiele ohne Sieg

Aber zurzeit weist Wehen Wiesbaden nur einen Zähler weniger als der SVM auf. Dabei starteten die Hessen mit dem Sieg gegen Aalen gut in die Saison. Danach blieben sie fünfmal sieglos. Erfolgserlebnisse gab es im Pokal auf Bundesebene (3:2 gegen St. Pauli, in der nächsten Runde kommt der Hamburger SV) sowie im Land: Am Dienstag gewann das Team von Trainer Rüdiger Rehm 2:0 beim Verbandsligisten Eschwege, Neuzugang Titsch Rivero und Simon Brandstetter trafen. Wichtigster Spieler ist Manuel Schäffler, in der vergangenen Serie mit 22 Treffern Drittliga-Torschützenkönig.

„Kämpfen, kratzen, beißen“

Der SVWW, der zwar neun Tore geschossen, aber bereits 14 Gegentreffer kassiert hat, soll gegen Meppen viel Wert auf die „Basics“ legen, auf Kampf- und Laufbereitschaft. Rehm sieht sein Team von der Qualität her besser aufgestellt als vergangenen Serie. Wie Meppen suche es den Weg zurück in die Erfolgsspur. Er erwartet einen Gegner, der „kämpfen, kratzen, beißen“ und viel laufen wird.

Meppen soll mutig bleiben

Genau das fordert Neidhart von seinen Spielern. Und zusätzlich eine Reduzierung der zuletzt zu hohen Zahl von Patzern wie beim 1:3 gegen Rostock oder beim 2:5 im Test gegen den Bundesligisten Werder Bremen. „Wir müssen kompakt stehen und die Fehler minimieren“, erklärt der 49-Jährige. Das bedeutet aber nicht, dass die Emsländer eine grundsätzlich defensivere Ausrichtung anstreben. „Wir wollen weiter mutig sein“, betont der Trainer.

Neidhart kündigt Veränderungen an

Neidhart kündigt Veränderungen in der Startelf an, ohne dass er konkret wird. Gegen Wehen Wiesbaden, das der SVM gegen Unterhaching und Würzburg beobachtet hat, wird er sicher die Kopfballstärke des Gegners berücksichtigen. Gegen Bremen spielte der lange Jovan Vidovic, der wie Marius Kleinsorge bereits beim Gegner aktiv war, neben Marco Komenda in der Abwehr. Steffen Puttkammer kam nach der Pause auf der Sechser-Position zum Einsatz.

Undav trifft Ex-Mitspieler Kyereh

Chancen hat sich der SVM – außer gegen Rostock– immer erspielt. Er hat nur zu wenig daraus gemacht. Der zweifache Torschütze Nico Granatowski hat nach Verletzung wieder trainiert. Deniz Undav hat in beiden Tests doppelt getroffen. Der 22-Jährige, der seinen ehemaligen Havelser Mitspieler Daniel-Kofi Kyereh wiedersieht, wartet noch auf sein erstes Punktspieltor.

Ballmert und Born nicht dabei

Nicht zum Kader zählen in Wiesbaden Markus Ballmert und Mirco Born. Neidhart hat mit beiden Spielern ein längeres Gespräch geführt. Das Duo soll im Nachwuchsteam zunächst Match-Praxis sammeln und dann gestärkt zurückkommen. „Das geht im Training nicht“, weiß der Coach. Ballmert habe zuletzt noch über leichte Beschwerden am Fuß geklagt. Born komme nach dem Kreuzbandriss aus langer Verletzung. In Sandhausen habe er in der U23 gespielt. „Wir brauchen beide“, erwartet Neidhart, dass der kurzfristige Schritt zurück sich langfristig auszahlt. Gerade bei Born sei die Erwartungshaltung hoch, weil sich die Zuschauer noch an seine starken Auftritte im Aufstiegsjahr erinnerten.


Granatowskis 1:1 in Cottbus als „Kacktor des Monats“ nominiert

Der 1:1-Ausgleich von Meppens Mittelfeldspieler Nico Granatowski beim FC Energie Cottbus ist als einer von fünf Treffern zum „Kacktor des Monats“ August vorgeschlagen. Der 27-Jährige hatte den Ball nach mehreren SVM-Versuchen, die jeweils geblockt wurden, doch noch über die Torlinie befördert.

Nominiert sind auch Adam Jabiri (1. FC Schweinfurt 05), David Häuser (FC Steinbach), Moritz Rechmann (SV Bauerbach) und August Trimmel (Union Berlin).

Der gewählte Treffer wird Sonntag ab 22.15 Uhr in der Sendung Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs im WDR gezeigt.

Zu sehen sind die Tore unter www.youtube.com/watch?v=GpARjUWN754

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN