Test Samstag in Cloppenburg SV Meppen will gegen Werder Bremen mutig sein

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Einen Treffer erzielte Marius Kleinsorge (am Ball, hier im Zweikampf mit Fin Bartels) beim 3:3 des SV Meppen im Test gegen Werder Bremen vor einem Jahr. Foto: ScholzEinen Treffer erzielte Marius Kleinsorge (am Ball, hier im Zweikampf mit Fin Bartels) beim 3:3 des SV Meppen im Test gegen Werder Bremen vor einem Jahr. Foto: Scholz

Meppen Der dritte Test im dritten Jahr: Der SV Meppen freut sich auf den Vergleich am Samstag um 15 Uhr in Cloppenburg gegen den Bundesligisten Werder Bremen. „Das ist eine Herausforderung“, stellt SVM-Trainer Christian Neidhart fest.

Denn das Duell mit dem benachbarten Erstligisten ist bei aller Freundschaft für den Drittligisten ein Härtetest. „Wir werden sicher etwas defensiver spielen als sonst“, verweist Neidhart auf die Qualitätsunterschiede. Fehler wie gegen Rostock dürfen sich die Blau-Weißen nicht erlauben. „Wir müssen darauf achten, wie wir bei Standards stehen“, erinnert der Coach an das schlechte Stellungsspiel gegen Hansa. Aber die Meppener wollen sich natürlich nicht verstecken. Sie haben nur wenig zu verlieren in diesem Vergleich David gegen Goliath. Wichtig ist es für den Trainer, im Rhythmus zu bleiben.

Vor einem Jahr 3:3

„Wir wollen mutig sein“, erklärt Neidhart, der am Donnerstag erlebte, wie Osnabrück gegen Dortmund (0:6) vor allem in der ersten Halbzeit eine gelb-schwarze Lehrstunde erhielt. Er ist gespannt, auf wie viel Ballbesitz sein Team kommt – und wie viele Möglichkeiten es sich erarbeiten kann. Bei den Partien in den vergangenen beiden Jahren sahen die Emsländer gut aus. Dem 0:2 2016 folgte 2017 ein 3:3 (Tore: Devann Yao, Yannik Nuxoll, Marius Kleinsorge, Aron Johannsson , Ousman Manneh, Jerome Gondorf). Das erste Remis im bis dahin mindestens elften Vergleich seit 1969. Der einzige SVM-Sieg gelang 1978. Neidhart registriert zufrieden, dass der Erstligist „immer Interesse an einem Test habe“.

Bremer Quartett beim SVM

Nicht nur die Bremer Fraktion im Meppener Kader ist heiß. Der in Achim vor den Toren von Bremen geborene Deniz Undav, der beim 8:0 am Mittwoch in Altenoythe einen Doppelpack geschnürt hat, spielte von 2007 bis 2012 in der Bremer Jugend. Max Wegner erzielte in vier Jahren für die U23 der Grün-Weißen in 85 Punktspielen 28 Treffer. Mittelfeldspieler Julian von Haacke war für den Klub seiner Geburtsstadt zehn Jahre am Ball, Torwart Jeroen Gies insgesamt sieben.

Puttkammer-Einsatz fraglich

Neidhart plant mit einem 20-köpfigen Kader. Fraglich ist der Einsatz von Steffen Puttkammer. Der Innenverteidiger hat im Rostock-Spiel einen Schlag auf das Fußgelenk bekommen. Neben den Langzeitverletzten werden die Spieler fehlen, die im Bezirksligateam auflaufen. Einen Einsatz bei seinem Ex-Klub Cloppenburg erhält Leon Demaj, der sich zuletzt empfohlen habe.

Vertrag von Sportchef Baumann verlängert

Neidhart beobachtet natürlich, dass sein Kollege Florian Kohfeldt die Chance in der Bundesliga genutzt hat – und dass sich das Team des vierfachen Deutschen Meisters und sechsfachen DFB-Pokalsiegers, der 1992 den Europapokal der Pokalsieger gewann, offenbar wieder nach oben orientiert. Gerade erst wurde auch der Vertrag von Sportchef Frank Baumann bis 2021 verlängert. Kohfeldt, der am Donnerstag Vater eines Jungen geworden ist, deutete an, dass er gegen Meppen die Dreierkette testen will.

Sahin und Klaassen unterstreichen Ambitionen

„Es kommen ja einige Stars“, kennt Neidhart zwar die Bremer Planung für den Test nicht. Aber mit den Neuverpflichtungen Nuri Sahin (Dortmund),der Anfang der Woche in Leer sein Debüt für Bremen gab, Claudio Pizarro, Yuya Osako (beide Köln), Davy Klaassen (Everton) oder Martin Harnik (Hannover) unterstreichen die Grün-Weißen ihre Ambitionen. Kapitän Max Kruse war bereits beim 3:3 vor einem Jahr dabei. Wegen Länderspieleinsätzen stehen Ludwig Augustinsson, Felix Beijmo (beide Schweden), Florian Kainz, Marco Friedl (beide Österreich), Milos Veljkovic (Serbien), Theodor Gebre Selassie (Tschechien), Milot Rashica (Kosovo), Maximilian Eggestein und Johannes Eggestein (beide Deutschland) nicht zur Verfügung.


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