Stromausfall und Legenden-Treffen Geschichten, die der SV Meppen schreibt

Von Henning Harlacher und Uli Mentrup

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Wenn zwei Vereinsgrößen aufeinandertreffen: Meppens Manfred Mogge (r.) wies Juri Schlünz den Weg. Foto: MoggeWenn zwei Vereinsgrößen aufeinandertreffen: Meppens Manfred Mogge (r.) wies Juri Schlünz den Weg. Foto: Mogge

Meppen Es gibt sie immer wieder, diese Momente, die einen verwundern, erheitern und gleichzeitig erstaunen lassen. Das Leben schreibt eben diese ja bekanntlich ständig, aber auch die 3. Liga oder in diesem Fall der SV Meppen ist als Regisseur solcher Geschichten zu haben.

Als es gegen 13.20 Uhr am Samstag und damit 40 Minuten vor dem Anpfiff der Partie gegen den FC Hansa plötzlich mucksmäuschenstill in der Hänsch-Arena wurde, war erstmal keinem klar, was vorgefallen sein könnte. Kurz darauf wurde bekannt, dass die Stromzufuhr, die kurz vor der Partie überprüft worden war, unterbrochen wurde. Nichts ging mehr, auch die Fernsehstationen und vor allem deren Übertragungswagen standen ohne Strom da. Nach kurzzeitiger Panik konnte aber bis zum Anpfiff die Leitung hergestellt werden. Die Zuschauer vor dem Fernseher hatten somit gar nicht mitbekommen, was sich hinter den Kulissen abgespielt hatte. (Weiterlesen: SV Meppen ohne Chance bei 1:3-Heimpleite)

Schlünz fragt Mogge nach dem Weg

Eine ganz andere aber gleichzeitig interessante Geschichte erlebte am Samstagvormittag auch der ehemalige SVM-Spieler Manfred Mogge. „Ich habe ein gutes Gedächtnis“, musste Mogge nicht lange überlegen, wer ihm da gegenüber stand. „Sie sind doch Juri Schlünz?“, fragte der 75-jährige Emsländer. Schlünz, der sich über den Weg in die Meppener Innenstadt informieren wollte, konnte sich noch gut an den SVM erinnern. Der sei zu Zweitliga-Zeiten Thema gewesen, meinte Schlünz, der selbst dreimal gegen die Emsländer gespielt hat. In der Saison 1992/93 war er beim 1:1 in Meppen dabei, beim 2:1 am 27. Februar 1993 in Rostock erzielte er beide Treffer gegen Manfred Kubik. In der Serie 1993/94 kassierte er mit den Ostseestädtern die höchste Niederlage (1:4) gegen den SVM.

Schlünz‘ Weg zur Hansa-Legende

Der 57-Jährige ist eine Hansa-Legende. Für Rostock spielte er von 1968 bis 1994 und absolvierte 356 Partien, in denen der Mittelfeldspieler 77 Tore erzielte. Als Kapitän führte Schlünz den FCH in der letzten Meisterschaftsrunde der DDR 1990/91 mit sechs Toren in 24 Einsätzen zum ersten Titel der Vereinsgeschichte. Nach dem Ende seiner Spielerkarriere war Schlünz zunächst Jugendtrainer bei Hansa, dann Co-Trainer etwa unter Ewald Lienen, Friedhelm Funkel oder Armin Veh. Mehrfach sprang er als Interimstrainer ein. In der Saison 2003/04 führte er das Team vom letzten auf den neunten Rang.

Mogge beim Citylauf

Mogge, der am Samstag beim Meppener Citylauf gefordert war, deswegen ausnahmeweise nicht in der Hänsch-Arena weilte, aber gelegentlich auf den Liveticker blickte, freute sich über das interessante Gespräch. Zwischen 1961 und 1971 hat er für den SVM gespielt, teilweise direkt unter der Bundesliga. 1961, 1964 und 1968 (Niedersachsenmeister) feierte Mogge die Meisterschaft mit den Blau-Weißen und stieg 1961 in die damalige Oberliga sowie 1970 in die damalige Regionalliga auf.


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