Fragen in Startelf offen SV Meppen: Neidhart braucht Fingerspitzengefühl

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Erwartungen erfüllt: Neuzugang Hassan Amin (am Ball) stand bei allen Meppener Pflichtspielen in der Startelf. Samstag treten die Emsländer bei Aufsteiger Cottbus an. Foto: ScholzErwartungen erfüllt: Neuzugang Hassan Amin (am Ball) stand bei allen Meppener Pflichtspielen in der Startelf. Samstag treten die Emsländer bei Aufsteiger Cottbus an. Foto: Scholz 

Meppen „Uns erwartet eine ganz schwere Aufgabe“, weiß Trainer Christian Neidhart. Der SV Meppen muss am Samstag um 14 Uhr beim hoch motivierten und engagierten Aufsteiger FC Energie Cottbus antreten.

Für Neidhart ist es auch ein Wiedersehen mit Claus-Dieter („Pele“) Wollitz. Beide spielten zusammen beim VfL Osnabrück. „Wir sind sehr gut miteinander ausgekommen“, stellt der Meppener fest. Auch später hatten sie Kontakt, allein schon, weil Wollitz als Trainer bei den Lila-Weißen Neidharts Sohn Nico aus der Jugend in den Seniorenbereich hochgezogen hat.

Gut informiert

Christian Neidhart ist gut informiert über den Gegner. Mit dem Videoanalysten Jens Robben ergeben sich noch mehr Beobachtungsmöglichkeiten. „Zweimal haben wir Cottbus gesehen“, sagt der SVM-Trainer. Einmal daheim und einmal auswärts. „Eigentlich sogar dreimal“, ergänzt Neidhart. Er hat die bittere Pokalniederlage der Lausitzer nach Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten Freiburg im Fernsehen verfolgt. Er glaubt aber nicht, dass die mehr als 120 Minuten dem Gegner noch in den Knochen stecken. „Das Spiel war am Montag“, urteilt Neidhart.

Wollitz will Unterstützung

Doch der Gastgeber hat schon vorgebeugt und die Zuschauer um kräftige Anfeuerung gebeten. „Wenn die Fans die Mannschaft so unterstützen wie gegen Freiburg, dann gibt das Kraft, Mut und Selbstvertrauen“, wird Wollitz in der Lausitzer Rundschau zitiert. „Da ist Pele clever genug. Er hat ein gutes Fingerspitzengefühl für die Situation“, stellt Neidhart fest.

Überlegungen mit Neuzugang von Haacke

Das braucht auch der SVM-Coach, der dem Neuzugang Julian von Haacke einen Platz im Kader einräumt, wenn die Spielberechtigung vom DFB pünktlich eintrifft. Und davon geht der Coach aus. Ob er den vielseitigen 24-jährigen Mittelfeldspieler auch in die Startelf nehmen will, lässt er offen. Jedenfalls befinde sich der vom Zweitligisten Darmstadt ausgeliehene Spieler „in gutem Zustand“. Ihm fehle natürlich die Spielpraxis. „Aber die soll er ja jetzt bekommen.“ Der Coach geht davon aus, dass von Haacke nur eine kurze Einlaufzeit und keine lange Eingewöhnungsphase benötigt.

Gespräch mit Posipal

Zu Beginn der Woche hat Neidhart ein Gespräch mit Patrick Posipal geführt, der zuletzt den Part auf der Doppelsechs neben Thilo Leugers ordentlich erledigt hat, aber einen Tick defensiver ist als der verletzte Luka Tankulic und der am Mittwoch verpflichtete von Haacke. „Die Situation hat sich geändert“, stellt der Trainer fest. Rückschlüsse lassen sich daraus nicht ziehen. Bleibt die Vermutung, dass Posipal in der Startelf stehen wird.

Undav von Anfang an dabei?

Offen ist, wer ins Sturmzentrum rückt. Beim Pokalspiel in Oldenburg Deniz Undav erstmals von Beginn an mitmischen, doch ein Allergieschock kostete den Stürmer den Einsatz. Jetzt ist der ehemalige Braunschweiger wieder fit. „Er soll seine Chance bekommen“, sagt Neidhart. In Cottbus? „Könnte sein.“

Zu früh für Domaschke und Ballmert

Sicher ist, dass der SVM in Brandenburg weiter auf die angeschlagenen Fabian Seninger (Kreuzbandriss), Marcel Gebers (Hüft-OP) und Luka Tankulic (Schulter-OP) verzichten muss. Für Erik Domaschke und Markus Ballmert kommt ein Einsatz nach Neidhart-Angaben noch zu früh.

Energie setzt auf 4-1-4-1

Vorbereitet hat der Trainer sein Team auf das 4-1-4-1-System des eingespielten und willensstarken Gastgebers. Energie setzt fast nur auf Akteure aus dem Aufstiegsteam. Den Schwung hat die Wollitz-Truppe, die auch gegen Freiburg mutig agierte und kurz vor einer Überraschung stand, mitgenommen. Besonders im Auge behalten werden die Emsländer den umworbenen dreifachen Torschützen Streli Mamba. Die Abwehr dürfte kaum geändert werden, sie wirkte zuletzt stabil. Auch dank des Neuzugangs Hassan Amin. Der afghanische Nationalspieler hat auf der linken Seite der Viererkette die Erwartungen des Trainers erfüllt.


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