Jetzt wartet Jeddeloh mit Geiger SV Meppen: Strafstoß beendet Oldenburg-Fluch

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Oldenburg . Der SV Meppen hat durch ein Elfmetertor von Max Kremer den Oldenburg-Fluch besiegt. Durch das 1:0 (0:0) vor 2741 Zuschauern im Marschwegstadion stehen die Emsländer im Viertelfinale des NFV-Pokals. Am 3. Oktober ist der SSV Jeddeloh mit dem Ex-Meppener Dennis Geiger Gastgeber.

Das Duell des Tabellen-13. der Regionalliga gegen den 17. der 3. Liga ließ aus Meppener Sicht vor allem im ersten Durchgang viele Wünsche offen. Immerhin gelang im sechsten Versuch der erste Pokalsieg gegen Oldenburg. Damit beendete der SVM zugleich die Serie von fünf Niederlagen in Folge gegen den VfB.

Vor der Pause wenig eingefallen

Meppens Trainer Christian Neidhart gab zu, dass seinem Team gegen einen tief stehenden Gegner mit „einer Sechser-Kette“ im ersten Durchgang nicht viel einfiel. Das habe das Team zur Pause korrigiert. Dabei habe er gespürt, dass die Belastung nach fünf Spielen in gut zwei Wochen groß sei. „Wir sind froh, dass wir eine Runde weiter gekommen sind.“

Kremer für Wagner

Neidhart hatte sein Team im Vergleich zum Sieg vor drei Tagen gegen den VfR Aalen nur auf einer einzigen Position geändert: Kapitän Martin Wagner nahm auf der Bank Platz, dafür stand Max Kremer in der Startelf, der in der Vorbereitung mit einigen Toren aufgefallen war – und ein sicherer Elfmeterschütze ist.

Oldenburgs Argyris fehlt verletzt

Wie die Meppener hatten auch die Oldenburger am Wochenende mit dem ersten Saisonsieg einen Befreiungsschlag gelandet. VfB-Trainer Stephan Ehlers änderte seine Mannschaft im Vergleich zum Erfolg gegen den FC St. Pauli II auf zwei Positionen: Für Jan-Patrick Kandiata kam Pascal Richter wieder ins Team, für Innenverteidiger Angelos Argyris, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, der Samstag eingewechselte Dominque Ndure.

Vor der Pause keine Torchance

Die erste Halbzeit hatte der SV Meppen nur wenig zu bieten. Das wurde am deutlichsten an der Zahl der Torchancen. Es war schlicht keine einzige vorhanden. Max Wegner brachte das Leder dennoch nach knapp einer Viertelstunde im Oldenburger Tor unter. Doch da hatte Schiedsrichter Franz Bokop aus Vechta eine der wenigen guten Kombinationen längst wegen einer Abseitsstellung unterbrochen.

Ideen fehlten

Die Emsländer fanden keine Mittel gegen die dicht gestaffelte VfB-Defensive. Schon im Mittelfeld fehlten die Anspielstationen, die langen Bälle nach vorn sorgten nur ein einziges Mal auf der rechten Seite mit Janik Jesgarzewski für einen Ansatz von Gefahr. Sie wirkten wie eine Notlösung, weil andere Ideen fehlten.

VfB-Fans zur Pause zufrieden

Der SV Meppen spielte den Oldenburgern in die Karten, die sich mit viel Einsatz und Engagement die Sympathien ihrer Fans sicherten. Die VfB-Anhänger klatschten jedenfalls zur Pause zufrieden. Das torlose Remis sprach für den Gastgeber.

Gastgeber defensiv

Natürlich zog sich Oldenburg weit zurück. Häufig blieb es auch beim VfB bei Ansätzen, aber für den Außenseiter reichte das. Zweimal kam er gefährlich vor der Meppener Tor: Beide Male war es Pascal Steinwender. Der 22-Jährige, gerade erst vom aufgestiegenen Stadtrivalen VfL Oldenburg gekommen, zog zunächst aus 16 Metern ab, verpasste das Tor aber knapp (15.). Dann erwischte er die Hereingabe nicht richtig (41.). So blieb es beim 0:0 zum Seitenwechsel.

Wagner für Wegner

Dann kam der Kapitän persönlich, um die nächste Pokalrunde zu sichern. Martin Wagner sollte für mehr Struktur im Spiel sorgen. Die Führung war wenig später eine Pflichtaufgabe für Max Kremer, der für den ausgewechselten Max Wegner in die Spitze ging. Zunächst scheiterte Kremer am Torwart Dominik Kisiel, dann schoss er das Leder aus dem Fünfmeterraum am leeren Gehäuse vorbei.

Richter verpasst Führung

Im Gegenzug hätte Pascal Richter für die VfB-Führung sorgen müssen. Nach genauem Pass in den Raum waren Jesgarzewski und Tankulic nicht einig, wer den Weg zum Gegenspieler machen sollte. Aber statt die einfachste Lösung mit einem Schuss ins kurze Eck zu wählen, versuchte Richter zu flanken. Chance perdu.

VfB-Fehler vor Meppens Tor

Immerhin bemühte der SVM sich mehr – und profitierte entschlossen von Schwächen des Gegners. Jeffrey Volkmer holte sich binnen 180 Sekunden zwei Gelbe Karten ab und war damit draußen. Ganze zwei Minuten später holte ein VfB-Akteur Steffen Puttkammer von den Beinen, der gerade auf dem Weg aus dem Strafraum war. Elfmeter. Nach zwei Fehlversuchen in dieser Saison durch Tankulic und Leugers machte es Kremer dieses Mal besser. Die Meppener Führung.

Oldenburg gab sich noch nicht geschlagen, aber der SVM hatte weitere Chancen. Er nutzte jedoch keine mehr.


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