Undav fehlt nach Allergieschock SV Meppen will Oldenburg-Trauma besiegen

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Gestrauchelt ist der SV Meppen in der vergangenen Serie in der ersten Runde des NFV-Pokals beim VfB Oldenburg. Am Dienstag will der Drittligist Revanche. Das Foto zeigt Nico Granatowski im Duell mit Ibrahim Temin und Leon Lingerski. Foto: ScholzGestrauchelt ist der SV Meppen in der vergangenen Serie in der ersten Runde des NFV-Pokals beim VfB Oldenburg. Am Dienstag will der Drittligist Revanche. Das Foto zeigt Nico Granatowski im Duell mit Ibrahim Temin und Leon Lingerski. Foto: Scholz

Meppen Spiele gegen den VfB Oldenburg endeten zuletzt immer mit einer Enttäuschung. Darunter will der SV Meppen am Dienstag ab 18.30 Uhr in der ersten Runde des Niedersachsenpokals einen Schlussstrich ziehen.

Denn der NFV-Pokal ist der kürzeste Weg in den DFB-Pokal, in dem der SV Meppen 2015 gegen den 1. FC Köln und 1999 gegen Bayern München aufgelaufen ist. Trainer Christian Neidhart schätzt den Wettbewerb. Dreimal schaffte die Qualifikation. Beim SVM stand er im Landespokal einmal im Endspiel, einmal im Viertel- und zweimal im Achtelfinale. Ausgerechnet nach dem Drittligaaufstieg vor einem Jahr musste er mit seinem Team schon nach der ersten Runde die Segel streichen. Gegen Oldenburg.

Fünf Niederlage in Folge

Der VfB scheint sich zu einem Meppener Trauma zu entwickeln. Die jüngsten fünf Vergleiche verlor er in Serie, sogar beide Partien in der Meisterschaftssaison (0:2, 0:1). In der Serie zuvor gab es daheim eine 1:5-Schlappe und am Marschweg ein 0:3. Der letzte Derby-Sieg gelang Meppen am 7. Dezember 2014 in Oldenburg. Diego Rodriguez und Max Kremer schossen die Treffer zum 2:1-Erfolg.

Punktspielbilanz fast ausgeglichen

Dabei sieht die Gesamtbilanz seit dem Meppener Zweitligaaufstieg gar nicht so schlecht aus, wie es die jüngsten Partien erwarten lassen. Von 40 Punktspielen gewann er 14 und verlor 15 (59:66 Tore). In diese Zeit fallen allerdings noch drei Pokalspiele, die die Oldenburger Bilanz verbessern, denn sie gewannen dreimal.

Noch 16 von 28 Spielern dabei

Im Pokalwettbewerb hatten die Emsländer wenig zu bestellen. Sie kassierten seit 1983 fünf Niederlagen gegen Oldenburg, drei davon allerdings erst nach Elfmeterschießen. Das soll sich heute ändern: Bemerkenswert: Von den 28 Spielern, die im Juli 2017 beim Pokalderby auf dem Platz standen, sind noch 16 dabei, zwölf im Kader des SV Meppen. Und die dürften besonders motiviert sein.

Den Trainer interessiert nur der Ist-Zustand

„Die Ergebnisse bleiben im Kopf“, nimmt Neidhart die Negativserie zur Kenntnis. Aber „ich beschäftige mich mit dem Ist-Zustand, nicht mit dem, was gewesen ist.“ Er versucht, die bestmögliche Mannschaft auf den Platz zu bringen, um die nächste Runde zu erreichen und nach dem ersten Saisonsieg gegen Aalen für ein weiteres Erfolgserlebnis vor dem folgenden spielfreien Wochenende zu sorgen.

Auf der Intensivstation

Die Idee, erstmals mit Deniz Undav im Sturmzentrum zu beginnen, hat sich auf tragische Weise von selbst erledigt. Denn der ehemalige Braunschweiger liegt wegen eines Allergieschocks seit Sonntag im Krankenhaus, zunächst auf der Intensivstation. Er musste zur Beobachtung bleiben. Jetzt sind Allergietests geplant.

„Ins Spiel kämpfen“

Neidhart weiß, dass andere Spieler in die Startelf drängen, wie Jovan Vidovic, Thorben Deters oder Max Kremer. Die Favoritenrolle nimmt der Meppener Coach gern an. Sein Team soll Dominanz und Spielstärke auf den Platz bringen. „Das haben die Jungs bisher gut gemacht.“ Wenn es fußballerisch nicht wie geplant laufe, müssten sie sich wie in der zweiten Halbzeit gegen Aalen ins Spiel kämpfen.

Erster VfB-Sieg gegen St. Pauli II

Neidhart erwartet einen engagierten und motivierten Gastgeber. „Das ist für Oldenburg ein Highlight“, kennt er die Voraussetzungen beim Regionalligisten, den der SVM mehrfach beobachtet hat. Nach Sperren und Verletzungen musste VfB-Trainer Stephan Ehlers zuletzt umstellen. Er dürfte auf hohen Einsatz und Konter setzen, etwa durch die flotten Pascal Steinwender und den gerade erst aus Braunschweig gekommenen Maik Lukowicz. Durch den Sieg gegen St. Pauli II hat der VfB am Wochenende die Abstiegsränge verlassen.


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