Perfekte Bilanz vom Punkt im Vorjahr SV Meppen verschießt daheim zweiten Elfmeter in Folge

Von Dieter Kremer

Luca Tankulic fixiert den Ball und setzt ihn aus elf Metern an den linken Pfosten.Luca Tankulic fixiert den Ball und setzt ihn aus elf Metern an den linken Pfosten. 

Meppen Zweites Heimspiel des SV Meppen, zweiter Elfmeter, zweiter Fehlschuss – knapp eine Woche nachdem Thilo Leugers im Derby gegen den VfL Osnabrück (0:2) gescheitert war, vergab dessen Teamkollege Luka Tankulic gegen Aalen vom Elfmeterpunkt.

Wie im Derby stand es noch 0:0, als SVM-Linksverteidiger Hassan Amin seinen Mitspieler Max Wegner mit einem Pass in den Rücken der Aalener Abwehr bediente. Wegner passte von der linken Torauslinie in die Mitte, wo Marius Kleinsorge den Ball vor dem Gegenspieler weg spitzelte, sich drehte und zu Fall kam. Schiedsrichter Bastian Börner (Iserlohn) zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Die Aalener protestierten, doch der 31-Jährige ließ sich erwartungsgemäß nicht mehr umstimmen. „Vielleicht kann man ihn geben, muss man nicht“, sagte Meppens gesperrter Patrick Posipal in der Pause bei der Telekom.

Gutes Gefühl bei Tankulic

Leugers verzichtete nach seinem Fehlschuss aus der Vorwoche auf die Ausführung: „Tanku hatte auch ein ganz gutes Gefühl“, berichtet der Linksfuß. „Ich habe mir eigentlich auch gar keine Sorgen gemacht, dass er ihn nicht macht“, ergänzt Leugers. Tankulic schoss zwar flach und hart, traf aber nur den Pfosten. Von dort sprang der Ball zurück ins Feld. Vielleicht sei auch ein wenig Angst dabei gewesen, mutmaßte Christian Neidhart. Hart mit Vollspann in die Mitte wäre womöglich eine bessere Variante gewesen. Aber sogleich stellte Meppens Trainer klar: „Ich mache Thilo keinen Vorwurf und Tanku genauso wenig. Positiv ist, wenn jemand Verantwortung übernimmt. Wichtig ist, dass man beim nächsten Elfmeter, der kommt, mutig ist.“ Leugers hatte im Derby die linke Ecke gewählt, aber im Duell mit Keeper Nils Körber den Kürzeren gezogen.

Wer sich sicher fühlt, soll hingehen

Neidhart vertraut sein Schützen – trotz der Fehlschüsse. Auch in Zukunft sollen Leugers oder Tankulic mutig sein und sich die Kugel nehmen, wenn der Schiedsrichter auf Strafstoß entscheidet. Das bestätigte Neidhart nach dem Schlusspfiff. Wir haben zwei Schützen aufgeschrieben: Thilo und Tanku. Und wer sich sicher fühlt, soll dann hingehen.“

Dass ihn Fehlschüsse aus elf Metern nicht erschüttern können, hat Leugers bereits bewiesen. In der Meistersaison löste der 27-Jährige in der Regionalliga Nord beim 3:1-Erfolg beim Hamburger SV II eine Fahrkarte am Elfmeterpunkt, trat aber später trotzdem wieder an und verwandelte. Auch nach dem Aalen-Spiel gab sich Leugers cool: „Dann schnappe ich mir den nächsten wieder.“

Vier Elfer, vier Treffer im Vorjahr

Vier Elfmeter erhielt der SV Meppen im ersten Jahr in der 3. Liga, viermal verwandelten die Emsländer. Leugers traf immer vor heimischer Kulisse: Beim 4:0-Sieg gegen den FSV Zwickau, beim 1:0 gegen Fortuna Köln und beim 2:0 gegen Preußen Münster. Den einzigen Auswärtselfmeter brachte Benjamin Girth im Kasten unter - am letzten Spieltag bei der 1:2-Niederlage bei Werder Bremen II, als Leugers gesperrt fehlte.


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