„Sie werden uns alles abverlangen“ SV Meppen: Sieg gegen unbequeme Aalener Pflicht

Von Henning Harlacher

Gegen den VfR Aalen will der SV Meppen endlich seinen ersten Sieg der Saison feiern. Foto: Werner ScholzGegen den VfR Aalen will der SV Meppen endlich seinen ersten Sieg der Saison feiern. Foto: Werner Scholz

Meppen. Nach den zwei bitteren Niederlagen im Derby gegen den VfL Osnabrück und am Mittwoch gegen den KFC Uerdingen bleibt dem SV Meppen nur wenig Zeit, um die Wunden zu lecken. Mit dem VfR Aalen wartet am Samstag (14 Uhr) ein unbequemer Gegner.

„Wir erwarten eine spielstarke Mannschaft, die einen klaren Plan verfolgt und vor allem in der Offensive über viel Qualität verfügt“, äußert sich Meppens Trainer Christian Neidhart über den VfR Aalen. „Sie werden uns alles abverlangen, aber wir werden den Kampf annehmen.“

Bisherige Spiele analysiert

Zum Zuschauen verdammt ist neben den bisherigen verletzungsbedingten Ausfällen Erik Domaschke, Marcel Gebers, Fabian Senninger und Markus Ballmert jetzt auch Patrick Posipal durch seine gelb-rote Karte in der 70. Minute beim Mittwochspiel gegen Uerdingen. Eine Idee, wie er spielen lassen wolle, habe der Trainer selbstverständlich parat, in die Karten schauen lassen wolle sich Neidhart vor der wichtigen Partie allerdings nicht. Eine Möglichkeit wäre, Martin Wagner wieder auf der Sechserposition auflaufen zu lassen und Luka Tankulic auf die offensive zentrale Position zu stellen. Auf den Außen würden Nico Granatowski, Torschütze gegen Uerdingen, und der wiedergenesene Marius Kleinsorge wirbeln. In der Viererkette haben zuletzt Marco Komenda und Steffen Puttkammer ihre Aufgaben sehr gut erledigt.

Chancen in Tore ummünzen

„Wir wissen, dass wir drei Punkte holen müssen“, spricht Neidhart die aktuelle Tabellensituation an. „Wir haben die letzten Spiele analysiert und intern besprochen. Trotz der verletzten Spieler haben wir als Mannschaft sehr gut funktioniert. Wir haben gesehen, dass wir definitiv mithalten können, aber uns hat in den entscheidenden Situationen auch mal das Glück gefehlt.“ Für den Meppen-Trainer komme es vor allem darauf an, die Chancen endlich in Tore umzumünzen und die Zweikämpfe anzunehmen. Das Gefühl, auch in dieser starken 3. Liga drei Punkte holen zu können, sei enorm wichtig. Deshalb ginge es darum, nach den ersten drei Saisonspielen den Mund abzuwischen und den Kopf freizukriegen. „Natürlich ist der eine oder andere Spieler mehr in sich gekehrt. Jeder hat sich seine Gedanken zu den bisherigen Auftritten gemacht. Für uns ist die Marschrichtung klar.“

„Gemeinsam für Liga 3“

Was Neidhart auch in dieser Saison besonders imponiert, ist die Unterstützung der Fans. „Das war in allen drei bisherigen Saisonspielen unglaublich. Selbst mitten in der Woche nehmen so viele den weiten Weg bis nach Duisburg auf sich, um uns anzufeuern. Das macht mich schon sehr stolz.“ Für die Mannschaft sei dies ein tolles Zeichen und enorm wichtig, um auch in dieser Saison bestehen zu können. „Auf dem Weg zum Training fahre ich jeden Tag bei der Abfahrt Twist runter und sehe auf einem Stromkasten einen Aufkleber mit der Aufschrift „Gemeinsam für Liga 3“. Genau diesen Satz müssen die Fans, unsere Spieler, das Trainerteam und die Verantwortlichen umsetzen“, so Neidhart. „Für uns geht es nun mal in dieser Saison gegen den Abstieg.“

Morys mit allen Wassern gewaschen

Für den Trainer dürfte es gegen Aalen auch gerne ein dreckiger Sieg sein. Mit Royal-Dominique Fennell (Hallescher FC), Patrick Funk (SV Wehen Wiesbaden), Marian Sarr (VfL Wolfsburg U23) oder auch Mart Ristl vom französischen Zweitligisten FC Sochaux haben sich die Baden-Württemberger gerade in der in der Abwehr und in der Mittelfeldzentrale punktuell verstärkt. Im Gegenzug musste der VfR aber auch Stammspieler wie Sebastian Vasialidis an den SC Paderborn oder Abwehrspieler Robert Müller an den Ligarivalen KFC Uerdingen abgeben. In der Offensive erwartet Neidhart einen Sturm aus drei Spielern um Luca Schnellbacher, Gerrit Wegkamp, der in der Jugend beim SV Bad Bentheim gespielt hat, und Matthias Morys. Vor allem Letztgenannter ist in Meppen kein Unbekannter und war Torschütze zur 1:0-Führung beim 1:1 in der Rückrunde der vergangenen Saison. Der 31-Jährige zählt in der 3. Liga zu den unbequemsten Gegenspielern und ist immer für ein Tor gut. VfR-Trainer Argirios Giannikis hatte aber bereits im Vorfeld angekündigt, aufgrund der englischen Woche, auch in Meppen rotieren zu wollen.


Tickets für die Partie gegen den VfR Aalen sind noch in allen Preiskategorien vorhanden. Am Samstag öffnen die Ticketschalter am Stadion um 12.30 Uhr.

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