Stimmen zur Niederlage des SV Meppen „Das Spiel darfst du eigentlich nie verlieren“

Von Dieter Kremer


Duisburg In letzter Sekunde kassierte der SV Meppen am Mittwoch eine 2:3-Niederlage gegen den KFC Uerdingen. Hier die Stimmen zum Spiel.

Max Wegner (Mittelstürmer SV Meppen): Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Wir haben zweimal geführt, dann haben wir uns in Unterzahl vorgenommen, das Ergebnis irgendwie zu halten. Es über die Runden zu bringen, haben es aber nicht so ganz geschafft. Weil wir unsere Konter dann auch ganz schlecht ausgespielt haben. Da hätten wir sicherlich sogar – auch in Unterzahl – den Deckel draufmachen können. Und dann wurden wir bestraft. Wir bauen darauf auf, dass wir uns die Chancen erspielen. Woran wir arbeiten müssen, ist, dass wir sie besser ausspielen. Und in der Defensive nicht zu viel zuzuschauen, sondern auch mal draufgehen. Das waren die beiden Fehler, die zu den Toren geführt haben. Dass wir in den Momenten keinen Druck auf den Ball bekommen haben. Ich denke, das sind Fehler, an denen man arbeiten kann. Grundsätzlich hat die Leistung gestimmt.

(Weiterlesen: SV Meppen kassiert 2:3 in der Nachspielzeit)

Marco Komenda (Innenverteidiger des SV Meppen): Direkt nach dem Spiel ist es schwierig, dazu etwas zu sagen. Wir waren zweimal in Führung. Natürlich war uns durch die Gelb-Rote Karte klar, dass es noch mal lange 20 Minuten werden. Aber nichtsdestotrotz haben wir auch unsere Chancen gehabt. Aber wir machen sie halt nicht rein und kriegen praktisch mit dem letzten Ball noch das 3:2. Klar, das ist bitter. Darf aber einfach nicht passieren. Wir waren gerade noch vorne beim Gegner und kriegen im Gegenzug das 3:2. Wenn man die ganzen Chancen sieht, war es von uns kein schlechtes Spiel. Aber uns fehlt im letzten Drittel einfach die letzte Entschlossenheit, um das Tor zu machen. (Hier geht‘s zum Liveticker)

Martin Wagner (Kapitän des SV Meppen): Wir dürfen heute niemals als Verlierer vom Platz gehen. Wenn man sieht, was wir an Chancen liegengelassen haben. Kämpferisch haben wir den SV Meppen wieder so gesehen wie im letzten Jahr. Letztendlich haben wir die Konterchancen nicht gut ausgespielt. Und die Dinger vorne auch nicht weggemacht. Im Moment werden wir nicht belohnt. Deshalb müssen wir jetzt schauen, dass wir das schleunigst ändern. Dass wir ein bisschen cooler bleiben und das Ding einfach über die Bühne bekommen. Zumindest einen Punkt muss man mitnehmen. Das tut schon sehr, sehr weh.

Hassan Amin (Linksverteidiger des SV Meppen): Extrem bitter. Das Spiel darfst du eigentlich nie verlieren. Es war ähnlich wie in den ersten zwei Spielen. Aber es muss weitergehen. Wir müssen jetzt endlich vor heimischem Publikum den ersten Dreier einfahren. Klar, wir haben es nicht schlecht gemacht. Aber am Ende des Tages stehen wir mit null Punkten da. Deswegen fühlt es sich einfach scheiße an, auch wenn man positive Dinge sehen kann.

Nico Granatowski (Linksaußen des SV Meppen und Torschütze zum 1:2-Zwischenstand): Das tut weh, aber wir spielen am Samstag schon wieder. Wir können uns nichts vorwerfen. Müssen aber vorne kaltschnäuziger sein. Und das über die Runden bringen. Die Konter musst du einfach abgezockter ausspielen! Dann führst du vielleicht 2:0 oder 3:1. Dann geht das Spiel anders aus. Wenn du nur mit einem Tor führst und ein Mann weniger bist, wird es immer schwierig.


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