„Optimale Verbindung“ Ex-Meppener Lars Huxsohl spielt und studiert in USA

Von Uli Mentrup

Fünf Jahre stand Lars Huxsohl im Tor des SV Meppen und des JLZ Emsland. Jetzt spielt und studiert er in den USA. Foto: ScholzFünf Jahre stand Lars Huxsohl im Tor des SV Meppen und des JLZ Emsland. Jetzt spielt und studiert er in den USA. Foto: Scholz

Meppen Lars Huxsohl ist in die USA gewechselt. Der ehemalige Torwart der SV Meppen spielt ab sofort für die Universität von New Hampshire. Dort kann der 22-Jährige sportliche Herausforderung und berufliche Ausbildung „optimal verbinden“.

Dabei entwickelte sich der Wechsel über den großen Teich beinahe zufällig, nämlich während einer USA-Reise mit SVM-Profi Thorben Deters und Jan-Luca Ahillen, der schon seit 2016 in den USA spielt. Zunächst für die Universität von North Carolina, „jetzt in Miami“, sagt Huxsohl. Ahillen, der rund zehn Jahre für den SV Meppen und das JLZ Emsland aktiv war, hatte gehört, dass ein Universitätsclub noch einen Torwart suchte – und brachte mit dessen Zustimmung Huxsohl ins Gespräch.

Vertrag in Norderstedt aufgelöst

„Ich hatte eigentlich nicht geplant, in den USA zu spielen. Ich wollte eher wissen, wie lange man spielberechtigt ist“, sagt der Keeper. Und das war nur noch ein Jahr. Huxsohl wurde angeschrieben und fand Gefallen am Wechsel, auch wenn es wegen der fortgeschrittenen Zeitpunktes etwas hektisch wurde. Schließlich war der Fußballer noch an den Regionalligisten SC Norderstedt gebunden. Der Verein kam dem Wunsch auf Auflösung des Vertrags nach, obwohl Trainer Dirk Heyne kurzfristig einen Nachfolger suchen musste. Die Entscheidung ist Huxsohl nicht leicht gefallen. „Ich hatte einen Halbtagsjob, habe mich beim Verein und in Hamburg wohlgefühlt.“ Für den SC Norderstedt absolvierte er in knapp zwei Jahren 24 Pflichtspiele.

„Das ist schon professionell“

In den USA kann Huxsohl, der Betriebswirtschaft studiert, seinen Master in nur einem Jahr machen. „Das ist optimal“, stellt er fest. Dabei ist der sportliche Aufwand an der Ostküste natürlich nicht gering. „Trainiert wird ein- bis zweimal täglich. Das ist schon professionell.“ Sportlich sei die Unimannschaft, die Wildcats, gut aufgestellt.

Hauptcampus in Durham

Das Team spielt in der America East Conference, in der ersten Division einer aus neun Universitäten bestehenden Liga. Die Universität von New Hampshire ist mit etwa 15000 Studenten die größte im gleichnamigen Bundesstaat mit rund 1,4 Millionen Einwohnern und der Hauptstadt Concord. Der Hauptcampus liegt in Durham, ein College in Manchester. Huxsohl bekommt ein Stipendium.

Aufenthalt für ein Jahr geplant

Nach aktuellem Stand ist Huxsohl, der beim Aufstiegsspiel der U19 des JLZ Emsland gegen Cottbus gleich drei Elfmeter abwehrte, aber nach zehn Pflichtspieleinsätzen bei den Herren 2016 kein Angebot mehr erhielt, einziger Deutscher im Team der neuen Saison. Er hat seinen Auslandsaufenthalt zunächst für ein Jahr geplant. Es sei denn, er könnte sich über den Universitätsfußball für die US-Profiliga empfehlen wie etwa Fabian Herbers, der mehrere Jahre beim Nachwuchs von Twente Enschede spielte.


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