SVM-Fans im Protest-Modus In Lotte Joker – beim SV Meppen in der Startelf

Meine Nachrichten

Um das Thema SV Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Voller Block, aber wenig Unterstützung: Die Meppener Fans reduzierten den Support aus Protest gegen Montagsspiele in der 3. Liga.Voller Block, aber wenig Unterstützung: Die Meppener Fans reduzierten den Support aus Protest gegen Montagsspiele in der 3. Liga.

Lotte. „Wir drei wurden anscheinend in Lotte nicht mehr gebraucht.“ Nico Granatowski, wie Max Wegner und Luka Tankulic direkt von den Sportfreunden zum SVM gewechselt und Montag wieder an alter Wirkungsstätte, stellt es ganz sachlich fest. „Wir müssen hier niemandem etwas beweisen. Da ist kein Druck“, betonen sie vor dem 0:0 beim Saisonauftakt.

Auffällig: Vor dem Wechsel war das Trio in Lotte in der Jokerrolle, beim SVM rückte es in die Startformation. Wegner beim ersten Pflichtspiel, Granatowski und Tankulic sind dauerhaft feste Größen. „Hier wird jeder gebraucht“, weiß Granatowski. Das versucht Trainer Christian Neidhart allen Spielern im Kader zu vermitteln.

Wegner: Fußballerisch schlechteste Zeit

Wegner wollte Montag beweisen, „dass es nicht die richtige Entscheidung war, mich gehen zu lassen.“ Der 29-Jährige bekennt freimütig, dass er in Lotte fußballerisch seine schlechteste Zeit hatte. „Das lag vielleicht auch an mir“, vermeidet er Schuldzuweisungen. Der Stürmer war mit Aue in die 2. Bundesliga aufgestiegen. 19 (Kurz-)Einsätze und ein Tor in Lotte, das entsprach nicht seinen Erwartungen. Er hofft auf bessere Zeiten im Emsland.

„Aufstieg verbindet uns“

Granatowski, der gerade zum SVM gewechselt war, als Wegner kam, ist mit Lotte in die 3. Liga aufgestiegen, in der er zu 14 Einsätzen kam. „Die Aufstiegsspiele verbinden uns für das Leben. Es schafft nicht jeder, als Meister aufzusteigen.“ Zu seinen sportlichen Highlights zählt er das SVM-Spiel in der vergangenen Serie in Lotte mit über 4000 Anhängern.

„Alles richtig gemacht“

Tankulic, ebenfalls im Lotter Aufstiegsteam, schoss in 60 Partien für die Sportfreunde sechs Tore. Das schaffte er in Meppen in 13 Drittligaspielen. Sportlicher Höhepunkt in Lotte war für den 27-Jährigen, der im Halbjahr vor dem Wechsel nach Meppen zu sieben Joker-Einsätzen kam, der Pokalsieg gegen Bayer Leverkusen. Er verwandelte den entscheidenden Elfmeter. Dennoch ist er sicher, dass er mit dem Wechsel nach Meppen „alles richtig gemacht hat“.

Keine Gespräche über Fußball

Reduziert war in den vergangenen Tagen der Kontakt zwischen Christian Neidhart und seinem Sohn Nico, der bei den Sportfreunden spielt. Nicht unbedingt wegen des erneuten familieninternen Duells, sondern wegen der Rahmenbedingungen. Während der SVM meist schon vormittags trainierte, war Lotte am Nachmittag und zur Anstoßzeit um 19 Uhr im Einsatz. Bei den Gesprächen zwischen Vater und Sohn ging es zuletzt selten um Fußball – anders als sonst. „Wir haben meist über die Familie gesprochen“, sagt Christian Neidhart. „Zum Spiel hätte Nico mir sowieso nicht gesagt“, weiß er. Das gilt für beide Seiten.

Fans protestierten

Kein Meppen-Support im Frimo-Stadion? Die Ultras hatten der Mannschaft bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass sie aus Protest gegen die neuen Montagsspiele in der 3. Liga und befürchteter weiterer Terminabweichungen vom Wochenende bei der Premiere schweigen würden. Das hatte zu intensiven Diskussionen geführt. Die emsländischen Anhänger waren Montag selten lautstark zu hören – bis auf wenige Ausnahmen bei Verbal-Attacken gegen den DFB. .„Die Fans sind mehr als nur unser zwölfter Mann“, stellte der 49-Jährige im Vorfeld fest. Er hatte beim späten Osnabrücker Sieg gegen Würzburg miterlebt, wie die lautstarke Unterstützung den VfL puschte. Die fehlte dem SVM.

Girth in der Kabine

Die Daumen hat Benjamin Girth den Meppenern gedrückt. Der zum Zweitligisten Holstein Kiel gewechselte Torjäger war Gast der Partie in Lotte. Nach dem Schlusspfiff schaute er in der Kabine der ehemaligen Mitspieler vorbei.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN