0:0 vor 6098 Zuschauern SV Meppen nimmt einen Punkt aus Lotte mit

Von Uli Mentrup


Lotte. Einen Punkt hat der SV Meppen beim verspäteten Saisonauftakt bei der Montagsspielpremiere vor 6098 Zuschauern in Lotte geholt. Nach 90 Minuten hieß es bei kleinen Vorteilen für den Gast 0:0. „Ich bin froh, dass wir etwas mitgenommen haben“, sagte Trainer Christian Neidhart.

Der Meppener Coach schickte die erwartete Formation mit den Neuzugängen Hassan Amin und Marco Komenda in der Abwehr sowie Max Wegner in der Spitze ins Rennen. Der Gast erarbeitete sich mit dem weit vorn postierten Außenverteidigern Jannik Jesgarzewski, der die guten Spiele der Vorbereitung bestätigte, und Hassan Amin optische Vorteile. Chancen sprangen zunächst nicht heraus.

Mauckschs Geheimnisse

Nach etwa 20 Minuten wurde Lotte mutiger. Das Team von Trainer Matthias Maucksch, der um Formation, System (4-4-2) und sogar den Kapitän (wie erwartet John Straith) so lange wie möglich ein Geheimnis gemacht hatte, agierte in der Abwehr aggressiver, hielt auch im Mittelfeld energischer gegen. Aber klare Möglichkeiten blieben auch für die weißen Lotter Mangelware. Der neue Coach erkannte im ersten Durchgang bei seinem Team noch Probleme beim Verschieben, aber hohen Einsatz und große Laufbereitschaft.

Noch Feinabstimmung nötig

Es wurde deutlich, dass die Feinabstimmung in der Meppener Hintermannschaft und deren Anbindung Richtung Mittelfeld noch verbesserungsfähig ist. In dieser Phase der Saison nicht unbedingt eine Überraschung. Thilo Leugers war an fast jeder Aktion im Spielaufbau beteiligt.

Gute Spielanlage vor der Pause

Neidhart erklärte, dass es für den SVM gar nicht so leicht war, die Verletzungen von Erik Domaschke, Fabian Senninger und Marcel Gebers wegzustecken. Dennoch erkannte er eine gute Spielanlage bis zum Seitenwechsel und auch die besseren Möglichkeiten.

Lotte tief gestaffelt

Gut sah es aus, wenn der SVM schneller nach vorne spielte, was aber gegen die tief gestaffelte Abwehr der Sportfreunde, die auf Konter lauerte, nicht leicht war. „Da hatten es unsere Offensivspieler richtig schwer“, bekannte Neidhart. Dreimal stand Kleinsorge im Blickpunkt. Nach einer feinen Kombination über Jesgarzewski, Granatowski und Leugers strich sein Volley-Aufsetzer über das Tor. Dann wurde der Meppener nach einer Hereingabe von rechts zu Boden gezogen. Der vom ganz in Schwarz angetreten Gast gefordert Elfmeterpfiff blieb aber aus. Später traf Kleinsorge noch den Pfosten. Das hätte die Führung sein müssen. „Dann wäre es vermutlich leichter geworden“, meinte Neidhart.

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Gefahr nach Freistößen

Gefährlich wurde es auf beiden Seiten nach Freistößen. Maximilian Oesterhelweg machte mit einem Schuss aus 20 Metern alles richtig. SVM-Keeper Jeroen Gies, der schon beim 2:1-Sieg der Emsländer für den damals gesperrten Erik Domaschke im Tor stand, machte es noch besser. Er wehrte ab und hielt damit die Null. Zweimal versuchte sich Luka Tankulic per Standard. Beim ersten strich das Leder am langen Pfosten vorbei, beim zweiten landete es auf dem Tornetz. Zur Pause hieß es 0:0, leichter Vorteil Meppen – trotz des unglücklichen Sparsam-Supports der Fans.

Wagner verfehlt knapp

Jules Reimerink, der im Sommer eine verbale Bewerbung Richtung Meppen abgab, aber doch bei dem Club landete, den er eigentlich ausgeschlossen hatte, stand kurz nach der Pause frei am Fünfer, doch Gies rettete erneut. Wagner, dessen wuchtiger Schuss knapp am rechten Pfosten vorbeistrich, hatte die Führung der Emsländer auf dem Fuß.

Gluthitze

In der Gluthitze des Stadions ließen beide Mannschaften nicht locker, auch wenn es einige Male erkennbar schwer fiel. Meppens Dreifach-Wechsel (Max Kremer für Wegner, Mirco Born für Kleinsorge und Deniz Undav für Tankulic) brachten keinen Ertrag mehr. In der Schlussphase hatte Lotte ein kleines Chancenplus, aber wieder war Gies beim Schuss von Oesterhelweg und auch bei dem von Jaroslaw Lindner auf dem Posten.


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