Union wehrt sich 120 Minuten Wieder zweistellig: SV Meppen 10:1 in Lohne

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Lohne. Wieder zweistellig: In der Sonderschicht über 120 Minuten hat sich Drittligist SV Meppen am Dienstagabend vor 1521 Zuschauern beim Bezirksligisten Union Lohne mit 10:1 (6:1) durchgesetzt. Nach 90 Minuten hieß es 9:1.

„Wir sind zufrieden mit der Kulisse und dem Auftritt der Mannschaft. So muss man sich erst einmal wehren über zwei Stunden“, meinte Lohnes Sportlicher Hardy Stricker. „Wir haben uns ordentlich präsentiert“, stellte SVM-Trainer Christian Neidhart fest und lobte auch den Gastgeber.

21 Spieler eingesetzt

Neidhart hatte 22 Spieler in Lohne dabei. Es fehlten Jeroen Gies, Markus Ballmert, Marcel Gebers, Sven Goldschmidt und Leon Demaj. Torwart Erik Domaschke war umgezogen, wurde aber geschont. Auf der Bank saßen zunächst überwiegend die Akteure, die zurzeit eher in der Startelf erwartet wurden. Auch wenn Neidhart sich nach eigenen Angaben noch längst nicht festgelegt hat. „Alle haben noch die Gelegenheit, sich zu empfehlen“, erklärte er nach dem Spiel.

Schulten pariert mehrfach

Auffälligster Akteur war allerdings ein Lohner. Torwart Markus Schulten musste zwar in der ersten Halbzeit über 60 Minuten sechsmal den Ball aus dem eigenen Tor holen, er hatte aber nicht unerheblichen Anteil daran, dass sein Team zur Pause nicht deutlicher zurücklag. Denn er rettete überragend gegen Mirco Born, Deniz Undav und Thorben Deters. Als er geschlagen war, klärte Lucas Niehof kurz vor der Torlinie. Im zweiten Durchgang hatte auch Keeper Malte Möring einige gute Aktionen. Den größten Jubel löste der junge Leon Gels aus, als er den einzigen Union-Treffer per Kopf erzielte. Es war allerdings schon das 1:6 kurz vor dem Seitenwechsel.

Born eröffnet den Torreigen

Born hatte den Meppener Torreigen eröffnet, sein elfter Treffer in der Vorbereitung. In der Anfangsphase liefen viele SVM-Angriffe über die linke Seite mit Born und David Vrzogic, der per Freistoß das 2:0 durch Undav vorbereitete. Doch die nächsten Treffer entstanden auf dem rechten Flügel. Mit schnellen Aktionen leiteten Janik Jesgarzewski und Marius Kleinsorge (je zwei) weitere Tore von Undav (2), Vrzogic und Deters ein.

10:1 eine Lotter Koproduktion

Zur Pause wechselte der SVM viermal, nach rund 75 Minuten noch sechsmal. Bis dahin hieß es 8:1 für den Drittligisten. Hassan Amin und Nico Granatowski hatten getroffen. Bei Granatwoski war zu spüren, dass der ehemalige Lotter beim Saisonauftakt am 30. Juli bei den Sportfreunden dabei sein will. Und sechs Tage später lockt das Derby mit dem VfL Osnabrück. Beinahe konsequent, dass Granatowski auch das 9:1 besorgte. Das 10:1 war eine Lotter Koproduktion: Luka Tankulic flankte von rechts, Max Wegner, der bei einigen Aktionen an den nach Kiel gewechselten Torjäger Benjamin Girth erinnerte, traf per Kopf.

Chancen verpasst

Im zweiten Durchgang bemühte sich der Drittligist, die Aufgabe beim vier Klassen tiefer beheimateten Bezirksligisten mit spielerischen Mitteln zu lösen, vergab aber auch einige gute Möglichkeiten. „Wir hatten viele Chancen“, sagte Neidhart. Die Meppener, die ein höheres Tempo gingen, zogen das Spiel in die Breite, kombinierten zeitweise flüssig durch die Reihen der Lohner, die sich erstaunlich lange und tapfer wehrten. Stefan Rensen hätte fast noch das zweite Lohner Tor geschossen, doch Matthis Harsmann im SVM-Tor war auf dem Posten.

Samstag Turnier mit HSV und Stoke City

Am Samstag warten schwere Aufgaben auf den SVM. Beim eigenen Turnier spielt er jeweils einmal 45 Minuten gegen Stoke City und den Hamburger SV.


Union Lohne – SV Meppen 1:10 (1:6)

Tore: 0:1 Mirco Born (6.), 0:2 Deniz Undav (15.), 0:3 Deniz Undav (23.), 0:4 David Vrzogic (43.), 0:5 Thorben Deters (44.), 0:6 Deniz Undav (49.), 1:6 Leon Gels (57.), 1:7 Hassan Amin (68.), 1:8 Nico Granatwoski (81.), 1:9 Nico Granatowski (90.), 1:10 Max Wegner (92.).

Union Lohne: Schulten - Brinker, Stover, Oevermann, Knoop - Niehof, Nurekenov, Gels, Heins, Rensen - Dönmez – eingewechselt: Flens, Konate, Altendeitering, Frese, Niehaus, Möring, Lübken, Schlie

SV Meppen: Harsman – Jesgarzewski (61. Senninger), Nuxoll (76. Vidovic), Posipal (76. Komenda), Vrzogic (61. Amin) – Puttkammer (76. Leugers), Hoormann (76. Wagner) – Kleinsorge (61. Kremer), Deters (76. Tankulic), Born (61. Granatowski) – Undav (76. Wegner).

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