5:2 bei PEC Zwolle SV Meppen schlägt den nächsten Ehrendivisionär


Zwolle Gelungene Überraschung: Der SV Meppen hat in der Vorbereitung den zweiten niederländischen Erstligisten geschlagen. Am Dienstagabend setzte sich der Drittligist mit 5:2 (2:1) bei PEC Zwolle durch.

„Es macht Spaß gegen Niederländer zu spielen“, flachste Martin Wagner, der einzige Meppener, der über 90 Minuten ran musste. „Ich muss bestimmt noch etwas nachholen“, lachte der Mittelfeldspieler. Die Fußballer führten Trainer Christian Neidhart jedenfalls ziemlich deutlich vor Augen, dass sie um die Plätze kämpfen. „Wir haben fast komplett durchgewechselt. Beide Teams haben ihre Halbzeit gewonnen, waren stark“, erkannte der Coach.

Läuferisch intensiv

Es ging hoch und runter, eine läuferisch intensive Partie. Beide Teams schenkten sich nichts, versuchten, den Gegner schon früh im Aufbau zu stören. Die Abwehrreihen machten es den Offensivkräften schwer. Aber der SVM fand Lücken, kam zu mehr Möglichkeiten als der niederländische Pokalsieger von 2012.

Führung durch Deters

Für die erste gefährliche Meppener Aktion sorgte Jannik Jesgarzewski, der viel Offensivdrang bewies. Er beförderte den Ball auf das Tornetz – nach einem Mittelding zwischen raffiniertem Heber und verirrter Flanke. Doch der SVM musste nicht lange auf die Führung warten. Die besorgte nach einem Patzer Thorben Deters, der am Sonntag in Herzlake das 2:0 gegen Heracles Almelo geschossen hatte. Nach gutem Anspiel in den Strafraum ließ er Torwart Mickey van der Hart aussteigen.

Undav trifft den Pfosten

Deniz Undav hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch nach seinem Schuss sprang der Ball vom Innenpfosten wieder ins Feld zurück. Nach einem Konter über Patrick Posipal brachte David Vrzogic nicht genug Druck hinter den Ball.

Pech beim Elfmeter

Danach allerdings, bemängelte Neidhart, ließ der Meppener Druck etwas nach. Zwolle kam, war gefährlich bei Standards. Beim Freistoß von Zian Flemming war Erik Domaschke auf dem Posten. Dann zog Vrzogic nach einer Ecke seinen Gegenspieler zu Boden. Den Strafstoß verwandelte Mike van Duinen glücklich. Domaschke war am Ball, doch der Abpraller landete wieder beim Niederländer.

Kremer kaltschnäuzig

Doch noch vor der Pause ging Meppen wieder in Führung. Ebenfalls per Strafstoß. Dieses Mal wurde Deters zu Boden gezogen. Max Kremer bewies, warum er Elfmeterschütze Nummer eins ist. Er schickte Keeper Mickey van der Hart in die falsche Ecke.

Unentschlossen vor dem 2:2

Nach dem Wechsel hatte der SVM wieder Vorteile. Nach einem Freistoß von Thilo Leugers zischte der Ball am langen Pfosten vorbei. Dann traf Luka Tankulic die Latte. Aber wie aus dem Nichts fiel fünf Minuten später der Ausgleich. Ein Treffer, der Neidhart ärgerte, genau wie die mangelnde Entschlossenheit vor dem 1:1. Nach einem langen Ball fehlte der Zugriff. Zian Flemming bedankte sich mit dem 2:2. „Zwolle hat noch Schwächen etwa bei unserem Stellungsspiel aufgezeigt“, bekannte Wagner.

Wegner setzt den Schlusspunkt

Dennoch reichte es zum Meppener 5:2. Max Wegner passte nach starker Einzelleistung nach außen auf Senninger, der den Ball scharf und flach nach innen zog, Carlos da Silva schob das Leder beim Rettungsversuch ins eigene Tor. Tankulic, dem weniger gelang als sonst, traf zum 4:2. Den Schlusspunkt setzte der auffällige Max Wegner mit einem Schuss aus kurzer Distanz.

Kampf um die Plätze

Der Kampf um die Positionen ist entbrannt. Auf der rechten Seite der Viererkette etwa hatten Jesgarzewski und Senninger viele gute Offensivaktionen. Beide müssen aber noch ihre Hereingaben verbessern.

Freitag in Norg gegen Groningen

Aber Neidhart bekannte auch: „Wir jammern auf hohem Niveau. Gerade haben wir einen Erstligisten geschlagen. Am Freitag um 18.30 Uhr trifft der SVM in Norg auf den nächsten niederländischen Erstligisten, den FC Groningen.


PEC Zwolle – SV Meppen 2:5 (1:2)

Tore: 0:1 Thorben Deters (6.), 1:1 Mike van Duinen (36.), Nachschuss nach FE, Max Kremer, FE (40.), 2:2 Zian Flemming (59.), Carlos da Silva, Eigentor, (69.), 2:4 Tankulic (86.)

SV Meppen: 1. Halbzeit: Domaschke – Jesgarzewski, Puttkammer, Vidovic, Vrzogic – Wagner, Posipal – Kleinsorge, Deters, Kremer – Undav. 2. Halbzeit: Domaschke (60. Harsman) – Senninger, Vidovic (59. Nuxoll), Komenda, Amin – Ballmert, Leugers – Tankulic, Wagner, Granatowski - Wegner

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