Born-Rückkehr zum SV Meppen perfekt Neidhart: „Mirco hat auf sein Herz gehört“

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Meppen Der verlorene Sohn kehrt zurück: Mirco Born spielt in der anstehenden Saison wieder für den Fußball-Drittligisten SV Meppen. Die Emsländer haben sich mit Zweitligaklub SV Sandhausen auf ein Leihgeschäft verständigt.

Am Mittwochabend bestätigten beide Vereine die Vereinbarung. Born, dessen Vertrag in Sandhausen noch bis 2020 läuft, kommt für ein Jahr. „Wir hoffen, dass Mirco nach seiner schweren Verletzung in Meppen zurück zu alter Stärke findet und unter seinem ehemaligen Trainer Christian Neidhart viele Einsatzzeiten und somit Spielpraxis sammeln kann“, erklärt Sandhausen Geschäftsführer Sport Otmar Schork.

Neidhart: Auf sein Herz gehört

„Wir freuen uns, dass Mirco auf sein Herz gehört hat, und wieder für unser Team auf Torejagd gehen will“, sagt Neidhart. Meppens Trainerteam zeigt sich davon überzeugt, dass Born schnell wieder die nötige Spielpraxis gewinnen wird. „Wir wissen, wie ehrgeizig Mirco ist. Außerdem kennt er einen Großteil der Mannschaft“, so Neidhart. „Bei uns geben wir ihm die Möglichkeit, wieder auf das spielerische Niveau zu kommen, dass ihn in der Aufstiegssaison ausgezeichnet hat.“

Wunschkandidat des SVM

„Mirco war immer ein Wunschkandidat für uns“, sagt SVM-Sportvorstand Heiner Beckmann. „Es ist großartig, dass wir diesen begehrten Spieler wieder in unseren Reihen haben.“

Anruf von Born

Bereits am Freitag bei der Leistungsdiagnostik war Born, der am 28. Juni seinen 24. Geburtstag feiert, mit einer Gastspielerlaubnis dabei. Born habe ihn noch mal angerufen und gesagt, dass er gerne zum SV Meppen kommen würde, erklärte Neidhart am Freitag.

Rostock auch interessiert

Seit Wochen hatte sich der SV Meppen um eine Born-Leihe bemüht. Gespräche seien geführt worden, aber die Berater würden Angebote von zwei Drittligisten bevorzugen, die um den Aufstieg in der 3. Liga mitspielen wollten, hatte Neidhart vor zwei Wochen gesagt. Daraufhin habe er Born per Whatsapp mitgeteilt, dass der SVM raus sei. Zuletzt war über eine Born-Leihe zu Hansa Rostock spekuliert worden. „Wir haben uns mit ihm beschäftigt und Gespräche geführt“, bestätigte Hansa-Sportvorstand Markus Thiele das Interesse.

Kreuzbandriss in Sandhausen

Der gebürtige Harener Born war nach der Regionalliga-Meisterschaft und der erfolgreichen Relegation gegen Waldhof Mannheim zum SV Sandhausen gewechselt. Empfohlen hatte er sich durch elf Tore und 23 Assists in der Meistersaison. Ablösefrei unterschrieb Born in Sandhausen. Weil er sich in der dortigen Sommervorbereitung in einem Testspiel gegen den Bundesligisten SC Freiburg (3:0) das Kreuzband riss und später noch einen kleinen Kapselriss und eine leichte Schambeinentzündung einhandelte, kam er zu keinem Zweitligaeinsatz. Stattdessen bestritt er elf Spiele in der zweiten Mannschaft von Sandhausen in der Oberliga Baden-Württemberg, schoss fünf Tore und bereitete eins vor.

Drittes Meppen-Engagement

2006 war Born vom VfL Rütenbrock zum SVM gewechselt, wo er zwei Jahre in der Jugend spielte. Er ist einer von mehreren Fußballern aus der Region, die beim niederländischen Ehrendivisionär FC Twente Enschede ausgebildet wurden . Bei der Nachwuchsmannschaft Jong Twente war Ex-Nationalspieler Patrick Kluivert sein Trainer. Als 18-Jähriger gab Born sein Debüt in der Ehrendivision und in der Qualifikationsrunde zur Europa-League bei UE Santa Coloma (Andorra). Über die Regionalligisten Viktoria Köln unter Trainer Pele Wollitz und Hertha BSC Berlin II führte 2015 sein Weg zurück ins Emsland. 2011 war Born mit der deutschen U-17-Nationalmannschaft WM-Dritter in Mexiko geworden.


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