Meppen-Spieler mischten sich unter Fans Neidhart-Autogramm auf der Stirn eines Fans

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Bremen. Meppens Trainer kostete diesen Moment genüsslich aus, auch wenn ihm das Ergebnis selbstverständlich nicht passte. In Sprechchören feierten und forderten die Fans Christian Neidhart.

Bescheiden zeigte der 49-jährige Fußballlehrer auf seine Spieler, um zu verdeutlichen, wie groß der Zusammenhalt im Team ist. Als Letzter lief Neidhart nach dem Schlusspfiff mit einem Becher Bier in der Hand in Richtung Kabine. An seiner Seite ein SVM-Anhänger, dessen Stirn ein Neidhart-Autogramm zierte. Geschrieben mit einem schwarzen Filzstift. Benjamin Girth und Co. gönnten sich zu diesem Zeitpunkt schon so manch Leckerei am Imbissstand.

Unter den Fans

Sogar inmitten der etwa 2300 emsländischen Fans verfolgten mehrere Spieler die 90 Minuten. Marius Kleinsorge, Max Kremer, Thilo Leugers und Martin Wagner begrüßten zunächst einige Besucher auf der Haupttribüne, bevor sie sich zu den eingefleischten Anhängern begaben. Sie alle trugen Meppen-Trikots – Wagner das von Kremer und umgekehrt. Leugers eine alte Version mit dem Namenszug von Bernd Deters. „Thilo Leugers“-Sprechchöre hallten über Platz 11, als die Gruppe den Block hinter dem Tor betrat. Als die Fans „Wer nicht hüpft, ist Osnabrücker“ anstimmten, sprang auch der kürzlich an seiner Schambeinentzündung operierte Kleinsorge dezent mit.

Gebers trägt die Binde

Weil Martin Wagner (Oberschenkelbeschwerden) nicht im Kader stand und Thilo Leugers aufgrund seiner 15. Gelben Karte gesperrt war, führte Marcel Gebers die Meppener erstmals als Kapitän auf den Rasen. „Es war jetzt nichts Neues“, berichtete der Innenverteidiger, der schon in Zwickau einmal die Binde getragen hatte und auch beim VfB Lübeck Kapitän war. Aber natürlich habe er sich darüber gefreut, schob Gebers nach. „Keine Frage. Für mich eine schöne Ehre, mit der Mannschaft als Kapitän aufzulaufen.“

In der 72. Minute humpelte Gebers vom Feld. „Ich habe in der 20. Minute schon gemerkt, dass die Achillessehne ein bisschen zumacht“, berichtet der 31-Jährige. Zweimal ist er bereits an der Sehne operiert worden. „Es pochte die ganze Zeit. Es ging irgendwie nicht weiter.“ Er habe nicht mehr richtig abrollen und zum Kopfball hochgehen können.

Fast alle Spieler flogen noch in der folgenden Nacht nach Mallorca. Kurz nach Hause, sich von den Frauen verabschieden, am Stadion um zehn Uhr treffen, etwas Grillen – so lautete der Plan. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging um zwei Uhr los in Amsterdam der Flieger. Mittwochnachmittag kehrt die Mannschaft zurück.

Kaiser-Abschied

Erst am Montagmorgen tritt Erik Domaschke seinen Urlaub an. „Ich fahre jetzt nach Leipzig“, sagt Meppens Torwart. Dort bestritt RB-Akteur Dominik Kaiser am Sonntag um 16 Uhr sein Abschiedsspiel. „Da spiele ich mit“, so der gebürtige Leipziger Domaschke, der von 2012 bis 2015 in Leipzig tätig war.


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