Partystimmung beim Heimfinale Tankulic-Doppelpack beim Meppener 3:0 gegen Erfurt

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Meppen. Der SV Meppen setzt seine beeindruckende Serie fort. Nach dem 3:0 (1:0) vor 7115 Zuschauern in der heimischen Hänsch-Arena gegen Schlusslicht RW Erfurt ist er seit acht Spielen ungeschlagen, siegte zuletzt viermal in Folge.

Damit sorgte der Aufsteiger, der zuletzt 20 von 24 möglichen Zählern sammelte, für gute Stimmung nach dem Heimfinale. Die Blau-Weißen weisen jetzt 58 Punkte auf. Beim letzten Saisonspiel am 12. Mai in Bremen können sie die 60-Punkte-Marke knacken. „Das ist natürlich unser Ziel“, erklärte Trainer Christian Neidhart selbstbewusst, der auf Platz 11 in der Hansestadt mehr als 2000 SVM-Anhänger zum „Heimspiel“ erwartet. „Wir wollen nachlegen.“ Verzichten muss er dort auf Mittelfeldspieler Thilo Leugers, der bei klarer SVM-Führung und Freistoß für die eigene Mannschaft die 15. Gelbe Karte sah. Wegen Lamentierens. „Das ärgert mich“, sagte der Trainer, der ansonsten zufrieden war.

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Erfurt kassierte die sechste Niederlage in Folge und blieb dabei auch jeweils ohne Torerfolg. Der Spitzenreiter der ewigen Tabelle der 3. Liga und zweifache DDR-Meister verabschiedet sich in einer Woche von der nationalen Fußballbühne. Vor über 600-RW-Fans bescheinigte Trainer Stefan Emmerling seinem Team eine couragierte Vorstellung. Vor allem in der ersten Halbzeit.

Chance in der ersten Minute

Die erste Aktion des Spiels allerdings lieferte der Gastgeber. Noch in der ersten Minute prüfte Nico Granatowski Torwart Philipp Klewin, doch der Erfurter war auf dem Posten. Aber dann wurde deutlich, dass den Emsländern in der gegnerischen Hälfte nur wenig Platz blieb.

Emmerling: Wir waren sehr mutig

„Wir waren sehr mutig, haben sehr hoch angelaufen“, setzte Emmerling auf eine flexible Taktik. Aus der Dreierkette in der Abwehr wurde in der Defensive eine Fünferkette. Die ließ lange nur wenig zu. Das Schlusslicht wollte im Emsland nichts abschenken. Der Dino der Liga, der sich als Gründungsmitglied nach zehn Jahren in die Regionalliga verabschieden muss, mischte zunächst ordentlich mit.

Senninger rettet

Die Rot-Weißen verfügten über Möglichkeiten: Als sich Fabian Senninger das Leder im Strafraum abjagen ließ, rettete der ehemalige Erfurter im SVM-Tor, Erik Domaschke, gegen Christopher Bieber. Doch Senninger machte seinen Patzer nur rund 60 Sekunden später wieder wett: Als Merveille Biankadi das Leder an den linken Pfosten knallte, rettete der flinke SVM-Außenverteidiger geistesgegenwärtig gegen vor dem einschussbereiten Elias Paul Huth. Glück für den Gastgeber, dass es nach einer Viertelstunde noch 0:0 hieß. In der Defensive wirkte er zunächst nicht so stabil wie in den letzten Spielen. „Die erste halbe Stunde ging an uns“, sagte Emmerling. „Erfurt ist gut ins Spiel gekommen“, bestätigte Neidhart, verwies aber auf Fehler seines Teams, von denen der Gast profitiert habe.

Granatowski trifft nach mustergültigem Konter

Doch in der 26. Minute fiel nach einem mustergültigen Spielzug die Meppener Führung: Bei einem schnellen Konter nach vorausgegangenem Erfurter Standard und 4:2-Überzahl passte Luka Tankulic aus dem Zentrum auf Nico Granatowski, der den Ball aus halbrechter Position flach ins lange Eck schob. „Richtig gut“, lobte Neidhart und verwies auf das starke Umschaltspiel seines Teams. „Das haben wir in dieser Saison schon einige Male gemacht.“

Gebers-Tor nicht anerkannt

Spätestens nach der Führung hatten die Meppener das Spiel im Griff. „Und wir haben es nicht mehr aus der Hand gegeben.“ In der Schlussphase des ersten Durchgangs hätte der SVM das Resultat höherschrauben können. Tankulic scheiterte mit Schuss (41.), Mike Bähre, der einige gute Aktionen in der Balleroberung hatte, schoss am langen Pfosten vorbei (44.). In der Nachspielzeit beförderte Marcel Gebers das Leder nach einer scharfen Hereingabe von Tankulic zwar ins Netz, doch der Unparteiische entschied auf Abseits.

Lob vom Gast

„In der zweiten Halbzeit hat Meppen gezeigt, warum es in dieser Saison so gut läuft“, erkannte Emmerling, der vor Jahren Emden in der 3. Liga trainierte, die Qualität des Gastgebers an. Als Routinier Jens Robben sich nach 51 Minuten verabschiedete, stellte der SVM um: Der eingewechselte Jovan Vidovic übernahm den angestammten Part in der Innenverteidigung, Patrick Posipal rückte auf die Sechser-Position neben Thilo Leugers vor, und Bähre spielte auf der „Zehn“.

Der SVM-Express rollte

Der SVM-Express rollte, während beim Gegner der Elan erlahmte. Tankulic setzte seine Tor-Serie, die von der Gelbsperre in Großaspach unterbrochen worden war, fort. Seit sechs Spielen hat er selbst getroffen oder Tore der Mitspieler vorbereitet. Gegen Erfurt steuerte nach der Vorlage für Granatowski noch zwei Tore bei, seine Saisontreffer fünf und sechs. „Luka ist in toller Form“, stellte Neidhart fest. „Zudem hat man gesehen, dass wir nicht abhängig sind von den Treffern von Torjäger Benni Girth.“

Geburtstagsgeschenk für Wewers

Die Partystimmung in Meppen war garantiert. Betreuer Michael Wewers freuten sich über das nette Präsent zu seinem 65. Geburtstag, den er natürlich im Stadion verbrachte.

Sechs Änderungen

Neidhart hatte sein Team im Vergleich zum Spiel in Großaspach auf sechs Positionen verändert. Jens Robben, der vor der Partie verabschiedet wurde, rückte auf die Zehnerposition. Zudem kamen Erik Domaschke, Nico Granatowski, Luka Tankulic, Patrick Posipal und Fabian Senninger in die Startelf. Die angeschlagenen Martin Wagner und Max Kremer zählten nicht zum Kader. Sie dürften beim Saisonfinale in Bremen in einer Woche wieder dabeisein. Zudem mussten Jeroen Gies, Jovan Vidovic, Markus Ballmert und David Vrzogic zunächst zuschauen.

Emmerling hatte die Startelf auf vier Positionen verändert. Veränderungen hatte er vor allem in der Abwehr vorgenommen. Für Charalampos Chantzopoulos, Kusi Kwame, Bastian Kurz und André Laurito liefen in der Hänsch-Arena Daniel Brückner, Lion Lauberbach, Christopher Bieber und Ahmed Waseem Razeek auf.


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