Kleiner Kader in Großaspach SV-Meppen-Kapitän Wagner freut sich auf Kaiserslautern

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Martin Wagner vom SV Meppen im Zweikampf mit Shqiprim Binakaj von der SG Sonnenhof Großaspach. Foto: Werner ScholzMartin Wagner vom SV Meppen im Zweikampf mit Shqiprim Binakaj von der SG Sonnenhof Großaspach. Foto: Werner Scholz

Großaspach. „Es ist schon heftig, dass so ein Traditionsverein in die 3. Liga muss. Aber für uns ist es wunderschön, am Betze zu spielen. Wir freuen uns drauf.“ Meppens Mannschaftskapitän Martin Wagner ist gespannt auf das Duell beim 1. FC Kaiserslautern, dessen Abstieg aus der 2. Bundesliga seit dem Wochenende besiegelt ist.

Wagner hat mit Trier, Mannheim und Kassel fünf Mal gegen Kaiserslautern gespielt. Allerdings gegen die Zweitvertretung in der Regionalliga Südwest. SVM-Trainer Christian Neidhart hatte sich wenig Gedanken über Spiele gegen Kaiserslautern gemacht. Einerseits bedauert auch er die „roten Teufel“. Andererseits weiß er, dass die 3. Liga dadurch noch interessanter wird. Es können noch weitere hochkarätige Absteiger hinzukommen. Und auch Aufsteiger. Ein Kandidat ist 1860 München.

2:1-Heimsieg 1996

Bei Pressesprecher Heiner Harnack wurden sofort Erinnerungen wach an den 2:1-Heimsieg am 8. Dezember 1996 im ausverkauften Emslandstadion, als Christian Claaßen und Markus von Ahlen für den SVM trafen. Mar tin Wagner, der Namensvetter des SVM-Kapitäns, hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Beim 6:7 am Betzenberg sahen die Zuschauer die torreichste Begegnung der 2. Bundesliga.

Vier Feldspieler auf der Bank

Auf dem Weg nach Großaspach hätte der SVM-Tross unterwegs nach Kaiserslautern abbiegen können. Die Strecke dorthin ist rund 470 Kilometer lang, die nach Großaspach 570. Dort war der Meppener Kader nicht üppig besetzt. Auf der Ersatzbank saßen neben Torwart Matthis Harsman von der U19 des JLZ Emsland nur vier Feldspieler: Thorben Deters, Menno Heerkes, Fabian Senninger und Nico Granatowski.

Mit Pflaster über dem Auge beim Meppener 3:2 in Großaspach dabei: Thorben Deters, der schon neun Tore für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga geschossen hat. Foto: Scholz

Landesliga-Aufstieg als Ziel

Es gab zwar einige verletzte und gesperrte Akteure (Erik Domaschke, Patrick Posipal, Luka Tankulic, Steffen Puttkammer, Marius Kleinsorge), aber es hätten weitere Spieler zur Verfügung gestanden. Doch die benötigte das Nachwuchsteam, die zweite Mannschaft in der Bezirksliga. Denn Ziel ist der Aufstieg in die Landesliga. Darauf nimmt auch Neidhart mit der Drittligamannschaft Rücksicht. „Das ist das Ziel des Vereins.“ So ist die Spieltagsplanung besonders wichtig. Denn die sogenannte Festspielregel besagt: Wer in den letzten vier Spieltagen in der Ersten spielt, muss unterklassig zuschauen.

Trio abgeordnet

Für die Zweite waren Jannik Nuxoll, Leon Demaj und Haris Hyseni abgeordnet. „Sie hätten einen Einsatz bei uns verdient gehabt“, weiß Neidhart. Doch im Interesse des Vereins, der die Kluft zwischen erster und zweiter Mannschaft verringern will, mussten sie im Emsland bleiben, wo es am Sonntag gegen Brandlecht/Hestrup ein 1:1 gab, statt Praxis in der 3. Liga zu sammeln.

Das Nachwuchsteam hat ordentlich vom Drittliga-Kader profitiert. Julian Püschel, der bei den Profis noch nicht einmal auf der Bank saß, und Nuxoll, der immerhin sechs Mal zum Spieltagsaufgebot zählte, weisen mit die meisten Einsätze auf. 28 der insgesamt 66 Tore schossen Demaj (11), Deters (9), der in Großaspach eingewechselt wurde, und Hyseni (8).


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