Stimmen zum 3:2-Sieg in Großaspach SVM-Kapitän Wagner: „Das ist unsere Mentalität“

Von Lukas Hemelt


Meppen. Der Vereinsname der Großaspacher war am Sonntag Programm: Bei hitzigen Temperaturen am Sonnenhof brauchten die Drittligafußballer des SV Meppen einen Kraftakt, um einen 3:2-Sieg mit aus Baden-Württemberg hoch ins Emsland zu nehmen. Für Kapitän Martin Wagner war die Meppener Mentalität mal wieder ausschlaggebend. Die Stimmen zum SVM-Sieg in Großaspach.

Meppens Kapitän Martin Wagner, der selbst schon mal das Sonnenhof-Trikot trug, sah einen glücklichen, aber für ihn auch verdienten Sieg: „In der ersten Halbzeit haben wir gut agiert und sind verdient in Führung gegangen. Danach machen wir uns das Leben selber schwer. Heute ging es hin und her, Großaspach ist gut zurückgekommen. In der zweiten Halbzeit war es dann ein bisschen weniger von uns, aber wir wussten, dass wir immer wieder Kontermöglichkeiten bekommen. Auf die haben wir gelauert. Es war dann am Ende glücklich, aber wir haben es uns auch auf die Dauer des Spiels verdient, weil bei Großaspach seine Chancen auch nicht verwertet hat und wir eben Konsequent im Abschluss waren.“

Gerade in der zweiten Halbzeit war es bei sommerlichen Temperaturen für Wagner und seine Mannen ein Kraftakt. „Bei so einem Wetter spielt natürlich auch die Kraft eine Rolle. Wir haben versucht, alles reinzuhauen, kriegen dann noch das 2:2. Aber das ist auch unsere Mentalität, die wir immer wieder bewiesen haben: dass wir auch mit ein bisschen Glück immer noch einen machen – das zeichnet uns im Moment aus.“

Gies: „Habe ihn nicht berührt“

Meppens Schlussmann Jeroen Gies rückte in den 90 Minuten Spielzeit gleich mehrmals in den Mittelpunkt. Zum einen zeichnete er sich durch einige glänzende Taten aus, mit denen er seine Mannschaft im Spiel hielt. „Da hat sich teilweise auch das Torwarttraining ausgezahlt“, schmunzelte der Torwart. Zum anderen war eine Aktion von Gies die umstrittenste Szene des Tages, als er in der Schlussphase mit Großaspachs Gyau außerhalb des Strafraums aneinanderprallte. „Ich habe den Spieler in der Aktion nicht berührt. Er ist in mich hinein gelaufen“, sagt Gies. Sein Torwartkollege Kevin Broll, mit dem er nach dem Spiel noch das Trikot tauschte und in der Mixed-Zone flachste, sah das natürlich anders.

Einig waren die beiden sich wohl in der Bewertung der zweiten Halbzeit: „Großaspach hat in der zweiten Halbzeit gedrückt, wir haben viel gekämpft und das Quäntchen Glück gehabt, als Benni (Girth, Anm. d. Red.) den Ball am Ende über die Linie drückt“, fasste Gies zusammen, der seine Sache als Domaschke-Vertreter wieder gut machte. Am kommenden Samstag hat die Meppener Nummer eins seine Rot-Sperre abgesessen und könnte wieder zwischen die Pfosten rücken – und Gies auf die Bank verdrängen. Gies: „Die letzten Spiele habe ich mich gut präsentiert – und am Ende ist es die Entscheidung des Trainers.“

Bähre: „Der Knoten musste platzen“

Im drittletzten Spiel der Saison gelang Meppens Mike Steven Bähre am Sonntag sein Premierentreffer. „Ich hatte in der Vergangenheit schon ein paar Chancen, die ich liegengelassen habe. Jetzt war es mal Zeit, der Knoten musste platzen. Umso glücklicher bin ich, dass es heute geklappt hat und ich dazu beigetragen habe, dass wir einen Sieg mit nach Hause nehmen können“, freute sich die Leihgabe von Hannover 96. Dabei hätte Max Kremer ihm fast noch das Tor weggeschnappt. „Max war noch im Rückwärtslaufen, stand fast vor mir. Da habe ich ihn angeschrien, dass ich den Ball nehme. Denn ich habe alles gesehen, Max war ja im Rückwärtslaufen – und es hat dann ja ganz ordentlich geklappt.“

Zwei Spiele müssen Bähre und die Meppener noch absolvieren. Der Spielmacher formulierte nach dem sechsten Auswärtssieg der Saison die Ziele für den Endspurt. „Wenn wir jetzt in den nächsten beiden Spielen noch sechs Punkte holen und auf Platz fünf springen würden, wäre das natürlich überragend. Das ist zwar nicht das primäre Ziel, aber wir wollen so viel rausholen wie möglich – und Platz fünf ist eben noch drin.“