„Uns geht die Puste nicht aus“ SV Meppen will Serie in Großaspach ausbauen

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Die nächste Hürde will der SV Meppen am Sonntag in Großaspach nehmen. Das Foto zeigt Nico Granatowski im Heimspiel gegen Lotte. Foto: ScholzDie nächste Hürde will der SV Meppen am Sonntag in Großaspach nehmen. Das Foto zeigt Nico Granatowski im Heimspiel gegen Lotte. Foto: Scholz

Meppen. Der SV Meppen hat auch drei Spieltage vor Saisonende noch Ziele. Er will am Sonntag ab 14 Uhr bei der SG Sonnenhof Großaspach seine Serie auf sieben Spiele ohne Niederlage ausbauen.

„Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, hofft Mittelfeldspieler Thilo Leugers sogar auf eine maximale Ausbeute bis zum Saisonende. Die Serie von jetzt sechs ungeschlagenen Spielen mit 14 von 18 möglichen Zählern kann sich gerade für einen Aufsteiger sehen lassen. Oft schwächeln sie in der zweiten Saisonhälfte. „Uns geht die Puste nicht aus“, zeigt sich Trainer Christian Neidhart zufrieden. „Wir haben von der Dosierung und der Trainingsbelastung her offenbar nicht ganz viel falsch gemacht“, schmunzelt er.

Rotation zahlt sich aus

In den englischen Wochen mit vielen hohen Belastungen hat der Trainer auf die Rotation gesetzt. Und die hat gut funktioniert. Die Mannschaft hat das Niveau auch nach Umstellungen gehalten. Eine wichtige Erkenntnis. „Aber die Spieler haben auch mitgezogen. Keiner hat gemotzt“, stellt Neidhart fest. Selbst Mannschaftskapitän Martin Wagner habe zugeschaut.

Gelbsperre für Posipal und Tankulic

Einige Spieler haben ihre Chance genutzt. Wie etwa Patrick Posipal, der bei der Niederlage gegen Wehen Wiesbaden eingewechselt wurde, und seit dem Remis gegen Spitzenreiter SC Paderborn in der Startelf stand, also dem Auftakt der jüngsten Meppener Serie. „Er hat lange drauf gewartet“, sagt Neidhart. Der 30-jährige Fußballer blieb im Aufgebot, wechselte sogar zwischen der Sechser-Position und der Innenverteidigung. Dafür musste zeitweise Jovan Vidovic auf die Bank. Doch gegen Lotte hat es „Posi“ erwischt. Er sah die fünfte Gelbe Karte und muss in Großaspach pausieren. Genau wie Luka Tankulic, der in den vergangene Partien selbst traf oder Tore vorbereitete. „Er war richtig stark. Für ihn kommt die Zwangspause zu einem schlechten Zeitpunkt“, meint Neidhart.

Kader eng

Der Meppener Kader ist eng. Denn auch Torwart Erik Domaschke, für den wieder Jeroen Gies zwischen den Pfosten steht, ist gesperrt. Zudem fallen noch die verletzten Marius Kleinsorge und Steffen Puttkammer aus. Fraglich bleibt der Einsatz von Thorben Deters wegen eines Cuts über der Augenbraue.

Rücksicht auf das Nachwuchsteam

Darüber hinaus nimmt der Drittligist Rücksicht auf das Nachwuchsteam: Die zweite Mannschaft in der Bezirksliga soll unbedingt in die Landesliga aufsteigen. Deswegen bleiben vermutlich einige Spieler daheim wie Leon Demaj, Yannik Nuxoll oder Haris Hyseni. Es ist möglich, dass nur 15 oder 16 Spieler mit nach Großaspach reisen. „Aber wir kommen nicht, um das Spiel abzuschenken“, stellt der Coach klar. Auch weil danach das Heimfinale gegen Erfurt und die letzte Partie in Bremen folgen, wo auf Platz 11 mindestens 2000 Emsländer erwartet werden.

Pokal-Tiefschlag für den Gastgeber

Die Großaspacher, die sich beim 1:1 in Meppen spielerisch stark präsentierten, sind in der Tabelle auf den 13. Platz gerutscht. Darunter litt auch die Heimbilanz (5 Siege, sechs Unentschieden, sechs Niederlagen). Sie weisen sieben Zähler weniger auf als der Gast. In der Rückrunde sammelte das Team von Sascha Hildmann 14 Punkte. Am Mittwoch erlebte es einen Pokal-Tiefschlag wie der SVM schon in der ersten Runde: Es verlor beim Verbandsligisten TSV Ilshofen 0:2 und verpasste den Finaleinzug. „Wir empfinden keine Schadenfreude“, bekennt Neidhart. Der Gastgeber dürfte auf Wiedergutmachung aus sein. Mit Timo Röttger (10 Tore) verfügt er über einen erfahrenen und kampfstarken Stürmer. Joseph-Claude Gyau (6), Saliou Sané und Daniel Hägele (beide 5) sind die weiteren gefährlichen Schützen.

Neidhart erwartet mutigen Auftritt

Doch der SVM will sich weniger auf Großaspach als auf sich selbst konzentrieren. Der Coach erwartet einen mutigen Auftritt. Dabei hat in die Mannschaft bisher selten – genau zwei Mal (in Unterhaching, die zweite Halbzeit gegen Halle) - enttäuscht.


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