Runde mit Innenminister Pistorius „Beim SV Meppen können Fans als Mitglied mitbestimmen“

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Gesprächsrunde beim Fandialog in Meppen: Innenminister Boris Pistorius (l.) und SVM-Geschäftsführer Ronald Maul. Foto: ScholzGesprächsrunde beim Fandialog in Meppen: Innenminister Boris Pistorius (l.) und SVM-Geschäftsführer Ronald Maul. Foto: Scholz

Meppen. Beim SV Meppen als eingetragenem Verein können Fans als Mitglied mitbestimmen. Geschäftsführer Ronald Maul erklärte zum Auftakt des niedersächsischen Fandialogs mit Innenminister Boris Pistorius, dass eine Ausgliederung einzelner Teile aus dem Gesamtverein nicht geplant sei.

„Das wird aktuell nicht diskutiert.“ Es sei die Frage, ob sich Investoren in dieser Größenordnung hier überhaupt finden ließen. „Wir schauen uns die Entwicklung ganz entspannt an“, meinte Ronald Maul.

Bei der Diskussion im SVM-Vereinslokal „Anno 1912“ mit Maul, Pistorius, Tobias Dankert als Vertreter der Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“ und Gerd Wagner von der Koordinationsstelle Fanprojekte wurden einige Belange des SVM angesprochen. Dazu trug der aus Meppen stammende Moderator und 11-Freunde-Redakteur Tobias Ahrens bei.

Shuttle zur Hänsch-Arena

Dankert hatte sich für mehr Beteiligung von Fans in Führungsgremien der Profivereine ausgesprochen. Dass Gästefans, wie Dankert monierte, im Shuttle vom Bahnhof zur Hänsch-Arena gebracht würden, ist laut Pistorius Folge von Fanverhalten in Fußgängerzonen.

„Uns tut jede Strafe richtig weh“

Maul haderte mit dem Verhalten einiger Anhänger. „Uns tut jede Strafe richtig weh.“ Gerade erst war der Drittligist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes zur Kasse gebeten worden, weil blau-weiße Chaoten sich beim Derby in Osnabrück unsportlich verhalten hatten. Das Zünden von zehn Fackeln kostete 3000 Euro. „Wir versuchen, das zu verhindern“, meinte Maul, hatte aber selbst Zweifel, ob das gelingen könne. Im vergangenen Jahr hatte der Verein in zwei weiteren Fällen zusammen noch einmal 3000 Euro berappt.

Aufstockung auf zwei Vollzeitstellen

Wagner betonte, das Fanprojekt Meppen, das zurzeit nur mit eineinhalb Vollzeitstellen ausgestattet sei, könne mit einer Zertifizierung rechnen, wenn durch kommunale Mittel zwei Stellen ab der nächsten Saison zur Verfügung stünden. Das sei nach dem „Nationalen Konzept Sport und Sicherheit“ minimale Voraussetzung. Eigentlich würden dort sogar drei Vollzeitstellen und eine Verwaltungskraft verlangt.


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