Rote Karte in Chemnitz SV-Meppen-Torwart Domaschke: Keine aktive Bewegung

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Trost spendeten die Fans SVM-Torwart Erik Domaschke nach der Roten Karte in Chemnitz. Foto: ScholzTrost spendeten die Fans SVM-Torwart Erik Domaschke nach der Roten Karte in Chemnitz. Foto: Scholz

Meppen.. „Hinterher ist man immer schlauer“, weiß Meppens Torwart Erik Domaschke, dass er beim Konter über Florian Hansch besser im Tor geblieben wäre. Er war nach dem Abpfiff nicht sicher, dass der Platzverweis wegen Handspiels außerhalb des Strafraums berechtigt war. „Ich mache ja keine aktive Bewegung.“ Er ist froh, dass der SVM trotz seiner Roten Karte 2:1 in Chemnitz gewonnen hat. „Ich ziehe meinen Hut“, erklärt er im Interview.

War die Rote Karte berechtigt?

Das ist schwierig zu sagen. Ich muss mir das noch mal genau im TV anschauen. Ich glaube, ich habe den Ball mehr an den Bauch als an die Hand bekommen. Aber ich mache ja keine aktive Bewegung. Das ist wirklich schwer.

Im Nachhinein betrachtet: Wären Sie besser im Tor geblieben?

Nachher ist man immer schlauer. Wir wussten, dass Chemnitz lange Bälle spielt. Das kommt meinem offensiven Spiel entgegen. Aber der Platz war sehr, sehr stumpf. Der Ball ist quasi stehen geblieben. Wenn der Rasen nass gewesen wäre, wäre ich vielleicht noch herangekommnen. Aber hätte, wenn und aber. Die Entscheidung war anders. Das ist nicht mehr zu ändern.

Aber der Sieg ist ein Trost für Sie?

Ja, absolut. Ich ziehe meinen Hut vor der Mannschaft. Sie hat Moral gezeigt. Dass sie auch in Unterzahl so ein Spiel abliefert, ist schon klasse. Wir hätten vielleicht sogar noch höher gewinnen können, wenn sie die Chancen genutzt hätte. Das 2:1 ist super und absolut verdient.

Haben Sie nach dem Platzverweis noch an den Sieg geglaubt?

Ja, natürlich. Es ist ja immer schwierig gegen eine Unterzahl-Mannschaft zu spielen. Chemnitz hat die Räume geöffnet, das hat uns in die Karten gespielt. Wir haben gute Konterchancen herausgespielt. Wenn wir da vielleicht schon in der ersten Halbzeit zwei Akzente gesetzt hätten, dann wären wir schon früher durch gewesen.

Wie empfinden Sie die Situation, wenn sie draußen sitzen müssen?

Das macht es nicht leichter. Man will ja immer mithelfen. Es ist schwer, da ruhig zu bleiben. Nach der Roten Karte durfte ich ja eh nicht auf der Bank sitzen, sondern musste von außen von der Tribüne zuschauen. Das ist umso schwieriger. Man kommt ja auch nicht an die Leute heran, um zu helfen, etwas hereinzuschreien, ein paar Tipps zu geben. Das haben die Jungs ganz gut gemacht. Ich bin froh, dass Meppen das Spiel gewonnen hat.

Haben Sie allein auf der Tribüne gesessen?

Nein. Ich stand neben unseren Busfahrern. Das hat ganz gut gepasst.


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