Die Stimmen zum SVM-Sieg in Chemnitz Meppens Max Kremer: „Gefühlt um unser Leben gerannt

Von Kim Patrick von Harling

Die Meppener freuten sich nach einem Kraftakt über weitere drei Punkte. Foto: Werner ScholzDie Meppener freuten sich nach einem Kraftakt über weitere drei Punkte. Foto: Werner Scholz

Chemnitz. Stark begonnen, gezittert, spätes Siegtor erzielt – das 2:1 (1:0) des SV Meppen beim Chemnitzer FC am Samstag war ein Kraftakt. Die emsländischen Spieler waren sich einig: Die ersten 30 Minuten waren bärenstark – die Stimmen zu der Partie.

Marcel Gebers, SV Meppen: „Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht, vor allem in der ersten halben Stunde. Spielerisch waren wir klar überlegen, sind dann verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Auch in der zweiten Hälfte haben wir es richtig gut gemacht. Bei den guten Kontermöglichkeiten hätten wir das 2:0 machen müssen. Im Zentrum war es für uns beim 1:1 natürlich schwierig mit den großen Stürmern, die Chemnitz hatte. Da hatten wir dann mal ein Kopfballduell verloren. Wir sind dann aber gut zurückgekommen. Am Ende sind wir froh, dass wir das Ding klargemacht haben.“

Mike Bähre, SV Meppen: „Wir haben richtig gut angefangen und den Ball laufen lassen, haben dann auch das 1:0 gemacht. Danach gehen die Chemnitzer etwas früher drauf, da hatten wir uns vielleicht nicht so getraut, den Ball ruhig rauszuspielen. Nach der Halbzeit standen wir hinten sicher und haben gute Konter herausgespielt. Da müssen wir das 2:0 oder gar 3:0 machen. Wie es dann ist, kriegen wir das Gegentor. Dann kommt die überragende Aktion von Luka Tankulic. So viel, wie wir investiert haben, gehen wir als verdienter Sieger vom Platz.“

Fabian Senninger, SV Meppen: „In den ersten 30 Minuten haben wir überragend gespielt. Da hätten wir sogar vielleicht das 2:0 machen können. Durch die Rote Karte haben wir es uns vielleicht ein bisschen schwerer gemacht. Aber wir haben viel Charakter gezeigt, das war ein mental starkes Spiel von uns.“

Max Kremer, SV Meppen: „Ein gutes Spiel haben wir bis zur Roten Karte gemacht. Dann waren wir kurz verunsichert, trotzdem haben wir mit einem Mann weniger ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Gefühlt sind wir um unser Leben gerannt. Am Ende ein hochverdienter Sieg.“

Mario Neumann, Co-Trainer SV Meppen: „Besser kann man es in der ersten Halbzeit nicht machen. Wir sind verdient in Führung gegangen, dann kommen wir in eine Phase, in der etwas Unordnung herrschte. Erik Domaschke muss beim langen Ball, der schließlich zur Roten Karte führte, drinbleiben. Was die Mannschaft in Unterzahl an Moral und Einsatz gezeigt hat, ist Wahnsinn. Was uns eben fast auf die Füße gefallen ist, waren unsere Konter. Da hätten wir ein Buch drüber schreiben können: Wie fahre ich einen Konter nicht aus.“

Tom Baumgart, Chemnitzer FC: „Wir wollten Vollgas geben, Meppen hat uns aber das Leben schwer gemacht. Das 0:1 kam verdient. Dann haben wir immer besser ins Spiel gefunden, die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wir haben uns mehr Chancen erspielt. Nach dem 1:1 hatten wir schon das Gefühl, die Partie komplett drehen zu können. Dann waren wir sehr offensiv, dass Gegentor darf uns so in Überzahl nicht passieren.“