Kapitän Wagner fällt weiter aus SV Meppen: Kleinsorge wird vorerst nicht operiert

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Vielleicht spielt Marius Kleinsorge doch noch mal in dieser Saison für den SV Meppen. Foto: Lars SchröerVielleicht spielt Marius Kleinsorge doch noch mal in dieser Saison für den SV Meppen. Foto: Lars Schröer

Meppen. Hoffnungsschimmer beim Fußball-Drittligisten SV Meppen: Rechtsaußen Marius Kleinsorge muss trotz seiner Schambeinentzündung vorerst nicht unters Messer.

Laut Kernspinaufnahme vom Montag handelt es sich bei Kleinsorge zwar um eine Schambeinentzündung, doch ein Eingriff wird noch nicht vorgenommen. „Er soll jetzt noch mal ins Training einsteigen und es ohne Medikamente probieren“, erklärt Meppens Trainer Christian Neidhart. Sollte es ohne Medikamente gehen und der Spieler schmerzfrei sein, kommt Kleinsorge zunächst um eine Operation herum. „Sonst werden sie ihn noch kurzfristig operieren“, so der Fußballlehrer. Man werde das Training unter der Woche anschauen. „Marius sagt, dass er das Gefühl hat, dass es ein bisschen besser geworden ist.“ Wenn Kleinsorge in diesen Tagen beschwerdefrei sein sollte, könnte es sogar sein, dass er am kommenden Samstag in Chemnitz aufläuft. Am Dienstag hatten die Spieler trainingsfrei.

Seit Monaten Probleme

„Natürlich hoffe ich, dass ich noch mal spielen kann“, hatte sich Kleinsorge am Sonntag nach dem Halle-Spiel und vor dem Besuch beim Mannschaftsarzt Thomas Keese-Röhrs geäußert. Ein bisschen habe er sich aber schon von dem Gedanken verabschiedet, gestand er. Seit vier-, fünf Monaten plagen Kleinsorge die Probleme. Unter Schmerzen biss er sich immer wieder durch. Sollte Kleinsorge doch noch operiert werden, dauert es nach dessen Aussagen ungefähr sechs Wochen, bis alles verheilt ist.

Vorbild Leugers

Erfahrungen mit Schambeinentzündungen haben in der Vergangenheit Kleinsorges Teamkollegen Thilo Leugers, Thorben Deters, Dennis Geiger und Max Kremer gemacht. Dabei handelt es sich praktisch um eine Sehnenscheidenentzündung durch chronische Überlastung. Besonders im Fußball, beim Reiten oder beim Turnen tritt die Verletzung auf. Die Schambeinentzündung entsteht aus akuten Ereignissen wie Abgrätschen. Die Behandlung erfolgt meist konservativ, also durch Erholung, begleitet durch behandelnde Maßnahmen (Stoßwellentherapie, Cortison). Erst wenn das nicht hilft, folgt die Operation. Leugers wurde in der Winterpause der Vorsaison (Mitte Dezember 2016) operiert und stand im ersten Rückrundenspiel gegen Rehden (4. Februar 2017) wieder auf dem Platz.

Kapitän fehlt weiterhin

Leichte Beschwerden an der Wade hat nach der Halle-Partie noch Thilo Leugers. „Aber ich gehe mal davon aus, dass es bis Samstag kein Problem ist“, rechnet Meppens Trainer mit dem Mittelfeldspieler. Leugers war zuletzt beim 2:2 gegen den Halleschen FC nach 19 Minuten ausgewechselt worden, weil ein Schlag auf das Schienbein Probleme in der Wadenmuskulatur hervorgerufen hatte. Definitiv ausfallen wird weiterhin der Kapitän Martin Wagner, dessen Adduktorenverhärtung ebenso wie gegen Halle keinen Einsatz zulässt.


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