Keeper verletzt sich an Finger SV Meppen: Erik Domaschkes schmerzhaftes Comeback

Von Kim Patrick von Harling

Erik Domaschke wurde an der Hand von Mannschaftsarzt Thomas Keese-Röhrs (rotes Shirt) behandelt. Foto: Werner ScholzErik Domaschke wurde an der Hand von Mannschaftsarzt Thomas Keese-Röhrs (rotes Shirt) behandelt. Foto: Werner Scholz

Meppen. Nachdem Stammkeeper Erik Domaschke zunächst gegen Fortuna Köln (2:0) verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste und am Mittwoch gegen Carl Zeiss Jena (2:1) ganz gefehlt hatte, kehrte er am gestrigen Sonntag beim 2:2 (1:0) gegen den Halleschen FC wieder zurück zwischen die Pfosten. Die Entscheidung hierfür fiel erst im Abschlusstraining.

„Wir haben am Freitag und Samstag geguckt, ob es geht. Beim Abschlusstraining habe ich dem Trainer das Okay gegeben. Der meinte: dann spielst du auch“, berichtete Domaschke nach dem Abpfiff gegen Halle in der Hänsch-Arena. Dass er dieses Mal die vollen 90 Minuten spielte, war nicht selbstverständlich. Die Schocksekunde in der 44. Minute: Halles Braydon Manu köpft den Ball gegen den Pfosten, im Anschluss reagiert Domaschke geistesgegenwärtig und kratzt den Ball von der Linie. Dabei blieb er jedoch mit einem Finger am Pfosten hängen und musste behandelt werden. „Ich weiß jetzt nicht, ob der Finger draußen war oder nicht. Auf jeden Fall war es schmerzhaft“, sagte Domaschke. Ersatzkeeper Jeroen Gies, der gegen Jena das Tor gehütet hatte, wurde zum Warmmachen geschickt. Doch nach einer Behandlungspause konnte Domaschke weiterspielen.

Tankulic erleidet Platzwunde

Ebenfalls behandelt werden musste Luka Tankulic. Meppens Nummer 23 und Halles Royal-Dominique Fennell rasselten mit den Köpfen zusammen. Der Meppener erlitt eine Platzwunde. „Es wurde getackert, glaube ich. Das habe ich alles nicht so mitbekommen, ich war leicht benommen“, sagte Tankulic. Der Angreifer hatte zuvor das zwischenzeitliche 1:0 (27.). Nach dem Treffer schickte er einen Gruß an die Neue Haupttribüne. „Das ging an meine Freundin Lisanne. So viele Tore habe ich für den SV Meppen ja noch nicht geschossen. Sie war heute im Stadion, da grüße ich sie natürlich“, erklärte Tankulic.

Bähre gegen den Ex-Verein

Für Mike Bähre war die Partie gegen den Halleschen FC ein Treffen mit seiner eigenen Vergangenheit. In der Saison 2015/2016 absolvierte der Mittelfeldspieler sechs Drittliga-Partien für die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt. „Es war schon etwas anderes heute. Aber das Team hat sich so verändert, ich kenne niemanden mehr. Mit einigen Spielern von damals, die jedoch nicht mehr für Halle spielen, habe ich noch Kontakt“, sagte Bähre.

Vrzogic-Töchter von Fans bejubelt

Einen großen Auftritt hatten nach dem Abpfiff die ganz Kleinen. Die beiden Töchter von David Vrzogic kickten mit ihrem Vater vor der noch immer gut besuchten Südtribüne im Strafraum. Dabei wurden die Mädchen lautstark vom Publikum angefeuert und bejubelt, sobald der Meppener die Schussversuche seiner Töchter ins Tor kullern ließ. „Sie wollen immer mit mir Fußball spielen“, erzählte Vrzogic und lachte dabei: „Bei diesem Wetter und dieser Kulisse ist das natürlich etwas Besonderes.“