Stimmen zum 2:2 des SVM gegen Halle Co-Trainer Mario Neumann: „Vielleicht wollten sie Autogramme“

Von Kim Patrick von Harling

Luka Tankulic (am Ball) sowie seine Teamkollegen des SV Meppen waren sich einig: Der späte Ausgleichstreffer war glücklich. Foto: Werner ScholzLuka Tankulic (am Ball) sowie seine Teamkollegen des SV Meppen waren sich einig: Der späte Ausgleichstreffer war glücklich. Foto: Werner Scholz

Meppen. SV Meppen und seine zwei Gesichter: Nachdem der Fußball-Drittliga-Aufsteiger die erste Halbzeit am Sonntag gegen den Halleschen FC dominiert hatte, kam von den Gastgebern in Durchgang zwei gar nichts. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit glich Jovan Vidovic mit der finalen Aktion des Spiels zum 2:2 (1:0)-Endstand aus. Nach dem Abpfiff kam es kurz zu einer Rudelbildung: Die Hallenser beschwerten sich aufgrund der langen Nachspielzeit lautstark – die Stimmen zum Spiel.

Mario Neumann, Co-Trainer SV Meppen: „Die Partie war anstrengend. In der zweiten Halbzeit: das waren wir nicht. Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, den Sack zuzumachen. Dann bekommen wir zwei dusselige Gegentore, die wir in dieser Form so noch nie bekommen haben. Man hat in der Folge gemerkt, dass wir in 29 Tagen sieben Spiele hatten. Da sind die Körner weggegangen. Am Ende wurde Halle für sein Zeitspiel bestraft. Ich weiß nicht, was die Hallenser nach dem Abpfiff von uns wollten. Vielleicht wollten sie Autogramme.“

Nico Granatowski, SV Meppen: „In der ersten Halbzeit war für uns mehr drin. Wir hätten schon 2:0 beziehungsweise 3:0 in Führung gehen können. Wir haben aber den Faden verloren, am Ende kann man schon sagen, dass wir glücklich den Punkt geholt haben. Die Spiele zuvor haben Körner gekostet, das war heute nicht unser wahres Gesicht. Wir sind mit dem Punkt glücklich.“

Mike Bähre, SV Meppen: „Gerade in der zweiten Halbzeit war es nicht unser bestes Spiel. Wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen und sind hinterhergelaufen. Jeder zweite Ball war bei den Hallensern, dabei hatten wir gut angefangen. Hinten raus hatten wir noch Glück, dass wir das 2:2 gemacht haben. Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Punkt zufrieden.“

Luka Tankulic, SV Meppen: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, gerade auf diesem Boden sind wir viel mit guten Kontern nach vorne gekommen. Im letzten Drittel hat uns der letzte Pass gefehlt, das zwischenzeitliche 1:0 war verdient. In der zweiten Hälfte haben wir zu wenig investiert. Wir machen glücklich das 2:2, wir stecken aber nie auf, das macht uns aus.“

Janik Jesgarzewski, SV Meppen: „In Durchgang eins machen wir ein richtig gutes Spiel. Wenn wir das konsequent machen, müssen wir 2:0 oder sogar 3:0 führen. Dann wäre es gelaufen. So kommen wir total verpennt aus der Pause. Auf einmal liegst du dann mit 1:2 hinten. Mit diesem Wetter und dem fünften Spiel in zwei Wochen wird es dann natürlich ganz schwer. Wir haben einfach Glück, dass wir den späten Ausgleich machen. Wir haben aber an uns geglaubt. Die zweite Halbzeit war aber eine Katastrophe.“

Erik Domaschke, SV Meppen: „In der ersten Halbzeit müssen wir einfach die Dinger machen. Dann können wir uns hinten reinstellen, bei dem Wetter ist Halle dann tot. So haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Glücklich ist es, dass wir noch den Punkt mitgenommen haben. Damit können wir uns zufriedengeben.“

David Vrzogic, SV Meppen: „Turbulent war das Spiel. Aufgrund der ersten Hälfte hätten wir höher führen müssen. Zweite Halbzeit war zu wenig. Aufgrund unserer Tugenden haben wir es aber am Ende gut gemacht. Für die Moral war das super, aber das in der zweiten Hälfte waren nicht wir. Das können wir besser.“