Später Ausgleich beim 2:2 gegen Halle Vidovic rettet 13. Unentschieden des SV Meppen

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Meppen. Vorzeitig beschenkt wurde Andreas Kremer bereits am vergangenen Mittwoch, als Fußball-Drittligist SV Meppen durch das 2:1 gegen Jena den Klassenerhalt vorzeitig perfekt machte. Am 49. Geburtstag des SVM-Vorstandssprechers gab es vor 5590 Zuschauern einen Punkt gegen Halle.

In der Nachspielzeit rettete SVM-Innenverteidiger Jovan Vidovic mit seinem Kopfballtor das 13. Unentschieden der Saison und verhinderte die drohende vierte Heimpleite. Damit ist auch klar, dass Aufsteiger Meppen gegen jeden Drittligarivalen mindestens einen Punkt geholt hat.

Doppelwechsel beim SVM

Meppen warf in der Schlussphase alles nach vorne und beorderte Vidovic in die Spitze. Zuvor hatten die Gastgeber mit Max Kremer und Haris Hyseni bereits einen Doppelwechsel vollzogen. Nachdem Kremer kurz vor Schluss einen 20-Meter-Freistoß an den linken Pfosten geschlenzt hatte, tickte die Uhr gnadenlos herunter. Doch Kremer flankte noch eine Ecke von links auf den zweiten Pfosten. Luca Tankulic köpfte in die Mitte, wo Vidovic Zentimeter vor dem Kasten die Kugel über die Linie drückte – 2:2.

Auf Zeit gespielt

Nach dem Schlusspfiff gab es kurz Tumulte im Mittelkreis. Halle habe sich darüber aufgeregt, dass der Schiedsrichter so lange nachspielen ließ, erklärt Meppens Coach. „Aber wenn ich so extrem auf Zeit spiele, darf ich mich darüber absolut nicht beschweren.“

Furioser Start, furioses Ende

So furios wie die Meppener die Partie beendeten, so furios hatte sie das Spiel auch begonnen. Nach acht Sekunden gab es die erste Ecke, nach 36 Sekunden vergab Patrick Posipal die mögliche Führung. „Ich finde, dass wir das in der ersten Halbzeit ordentlich gemacht haben“, fasste Neidhart die Begegnung zusammen. Man habe sich viele Möglichkeiten herausgespielt und hätte höher als 1:0 in Führung liegen müssen, ergänzte er. Letztlich landete der Ball nur einmal im Netz der Hallenser. Tankulic stieg nach einer Ecke von David Vrzogic am zweiten Pfosten hoch – 1:0 (27.). Eine Woche nach dem 2:0 bei Fortuna Köln das zweite Saisontor des früheren Lotters. Tankulic war bereits nach 19 Minuten für Thilo Leugers eingewechselt worden, der nach einem Tritt gegen das eigene Schienbein Probleme mit der Wadenmuskulatur hatte.

Zwei Gesichter

Nach dem Wiederanpfiff zeigten die Meppener ein komplett anderes Gesicht. „In der zweiten Halbzeit haben wir vieles vermissen lassen“, so Neidhart. Der Coach bemängelte die nötige Aggressivität und das Zweikampfverhalten. Halle drehte die Begegnung. Beide Treffer wurden über die linke Abwehrseite der Gastgeber vorbereitet. Erst schob Fabian Baumgärtel nach Flanke von Marvin Ajani am langen Pfosten flach ins rechte untere Eck (50.). Fast ein Spiegelbild des ersten Gegentreffers war die Szene, die zum 1:2-Rückstand führte. Mathias Fetsch musste am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten (60.). „Wir machen keinen Druck auf den Ball“, haderte Neidhart mit der Szene. „Die können am zweiten Pfosten einfach einschieben. Das ist zu billig“, ärgerte sich der 49-jährige Fußballlehrer.

Sommerkick nach Pause

Neidharts Fazit? „Am Ende des Tages haben wir das Glück, dass wir noch den Ausgleich machen.“ Andererseits sei der Punkt auch verdient, weil Halle extrem auf Zeit gespielt habe. „Das ist legitim. Wir hätten es auch so gemacht. Aber man sieht, dass man dafür bestraft wird.“ Die zweite Halbzeit seiner Mannschaft sei ein Sommerkick gewesen. „Das können wir besser, und das wissen die Jungs auch.“ Man sei in der zweiten Hälfte aber nicht für die Passivität bestraft worden. „In der ersten Halbzeit war Meppen klar die bessere Mannschaft und ist verdient in Führung gegangen“, analysierte Halle-Coach Rico Schmitt. In der zweiten Hälfte sei sein Team dominanter gewesen und habe zurecht mit 2:1 geführt, sagte Neidharts Kollege. „Es fehlte uns dann die Kaltschnäuzigkeit, um den Deckel zuzumachen. Wir sind dann bitter bestraft worden in der Nachspielzeit mit dem Ausgleichstor.“

Falsch verhalten

Dass am Ende sechs Spiele in zwei Wochen etwas die Kraft nachlässt, gesteht Meppens Trainer seinen Spielern zu. „Aber dann muss ich mich trotzdem anders verhalten.“ Dann müsse man kompakt spielen und komplett hinter den Ball kommen, um es mannschaftlich zu lösen.

Girth beißt sich durch

Probleme mit dem vorderen Oberschenkel hatte Benjamin Girth. Obwohl Co-Trainer Mario Neumann in der Pause ankündigte, den Torjäger wahrscheinlich zehn Minuten nach dem Wechsel herausnehmen zu müssen, spielte Girth durch. „Er konnte nicht mehr richtig sprinten, aber da sieht man auch seinen Charakter. Dass er sich da vorne durchbeißt.“


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