Verteidiger sagt bis 2020 zu Mannheims Kapitän Amin kommt zum SV Meppen

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Zum SV Meppen wechselt Hassan Amin (l.) in der nächsten Saison. Das Foto zeigt den aktuellen Kapitän der Kurpfälzer bei der Relegation im Duell mit dem ehemaligen SVM-Stürmer Francky Sembolo. Foto: ScholzZum SV Meppen wechselt Hassan Amin (l.) in der nächsten Saison. Das Foto zeigt den aktuellen Kapitän der Kurpfälzer bei der Relegation im Duell mit dem ehemaligen SVM-Stürmer Francky Sembolo. Foto: Scholz

Meppen. Mannheims Kapitän Hassan Amin wechselt zur nächsten Saison zum SV Meppen. Der linke Verteidiger ist erster Neuzugang. Er hat nach Angaben des Sportlichen Leiters Heiner Beckmann einen Vertrag bis 2020 unterzeichnet.

Auf den defensiven Außenbahnspieler sind die Emsländer nach Beckmanns Angaben schon bei den Relegationsspielen zur 3. Liga aufmerksam geworden. Er habe in beiden Duellen einen starken Eindruck hinterlassen, kam über insgesamt 210 Spielminuten zum Einsatz. „Und Elfmeter kann er auch schießen“, erinnerte der Meppener schmunzelnd an den Treffer des künftigen SVM-Spielers vom Punkt. Amin verwandelte im Rückspiel in der Hänsch-Arena gegen Torwart Benjamin Gommert zum 2:2. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 4:3 durch und stiegen auf.

„Er passt zu unserem Spiel“

Beckmann bezeichnete den Sommer-Neuzugang, dessen Vertrag in Mannheim im Juni ausläuft, als zweikampfstark. Der 1,74-Meter-Mann, der in Darmstadt geboren wurde, hat in der aktuellen Saison 26 Punktspiele für Mannheim in der Regionalliga Südwest absolviert. Dabei erzielte er drei Tore. „Er ist auch ein Vorbereiter“, stellte Beckmann fest. „Wir haben den richtigen Mann gefunden. Er passt zu unserem Spiel.“ Denn der SVM lege Wert auf Geschwindigkeit auf den Außenbahnen auch in der Defensive. „Wir wollten einen zusätzlichen Linksfuß auf der Position haben“, betonte Neidhart. „Hassan Amin ist Wunschkandidat. Wir wollten ihn, er wollte zu uns.“

Afghanischer Nationalspieler

Amin, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hat für die afghanische Nationalmannschaft in 21 Begegnungen zwei Tore geschossen. Der Abwehrspieler war als Jugendlicher von TG 75 Darmstadt zu Darmstadt 98 gewechselt. Mit den A-Junioren stieg er in die Bundesliga auf. Nach dem ersten Herrenjahr wechselte er zu Eintracht Frankfurt II und dann zum 1. FC Saarbrücken, bei dem er mit dem ehemaligen Meppener Alexander Hahn spielte. 2016 kam Amin nach Mannheim. Im aktuellen SVM-Kader stehen mit Martin Wagner und Dennis Geiger, der ebenfalls als Kapitän ins Emsland kam, zwei ehemalige Mannheimer.

„Super Job“ bei Waldhof

Waldhof-Trainer Bernhard Trares, der den Wechsel auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II öffentlich gemacht hatte, bezeichnete Amin im Mannheimer Morgen als wichtigen Spieler mit gutem Charakter, den er gern gehalten hätte: „Hassan hat hier einen super Job gemacht und wird bis zum letzten Tag alles für das Team geben.“ Die Kurpfälzer hätten dem Spieler ein Angebot unterbreitet, seien aber an ihre Grenzen gestoßen. „Wir waren einfach früher“, verwies Beckmann dagegen auf schon länger bestehende Kontakte. Wegen der Situation der Baden-Württemberger im Rennen um die Relegation sei Stillschweigen vereinbart gewesen. Das beendete Trares am Freitag.

Zum dritten Mal Relegation?

Mannheim hat die Chance, sich zum dritten Mal in Folge für die Relegation zu qualifizieren. Saarbrücken liegt mit 72 Punkten vorn, Waldhof ist mit 57 Zählern Dritter hinter Offenbach. Die Kickers weisen zwar drei Punkte mehr auf, haben aber auch schon zwei Spiele mehr ausgetragen. Während Waldhof noch durch das Nadelöhr Relegation muss, kann Amin sicher für die 3. Liga planen.

Planungssicherheit

Meppens Trainer Christian Neidhart verfügt im aktuellen Kader mit David Vrzogic und Fabian Senninger über zwei Linksverteidiger. Vrzogic hat einen Vertrag bis 2020. Senninger ist bis zum Sommer von Hannover 96 ausgeliehen. Der Erstligist halte alle Karten in der Hand verwies Beckmann auf die fehlende Planungssicherheit. Neidhart bestätigte, dass weitere Gespräche mit dem 22.-Jährigen, der auch auf anderen Positionen spielen kann, geführt würden. „Aber es wäre fahrlässig, nicht zu handeln“, sagte Beckmann.


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