Gies gegen Jena wieder im Tor SV Meppen will letzte rechnerische Zweifel beseitigen

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Duell der Aufsteiger: Der SV Meppen will im Nachholspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena die letzten rechnerischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Das Foto zeigt Nico Granatowski (M.) im Dreikampf mit Guillaume Cros (l.) und Florian Brügmann. Foto ScholzDuell der Aufsteiger: Der SV Meppen will im Nachholspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena die letzten rechnerischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Das Foto zeigt Nico Granatowski (M.) im Dreikampf mit Guillaume Cros (l.) und Florian Brügmann. Foto Scholz

Meppen. Macht der SV Meppen den Deckel drauf? Der Drittligist will am Mittwoch im Heimspiel um 19 Uhr in der Hänsch-Arena gegen Mitaufsteiger FC Carl Zeiss Jena die letzten rechnerischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigen.

Nach dem 2:0-Sieg in Köln hatte Trainer Christian Neidhart erstmals öffentlich vom Klassenerhalt gesprochen. Daran dürfte kaum jemand ernsthaft zweifeln, doch rein rechnerisch fehlt noch ein Sieg, damit nichts mehr passieren kann. Der SV Meppen weist als Elfter 42 Punkte auf. Damit können weder RW Erfurt noch Werder Bremen II in den ihnen verbleibenden sechs Spielen an dem Emsländern vorbeiziehen. Das könnte bei optimaler Ausbeute der Chemnitzer FC, der allerdings eine um 24 Treffer schlechtere Tordifferenz aufweist. Die Sachsen können es auf maximal 44 Punkte bringen. Im Falle eines Meppener Dreiers wäre das zweite Jahr in der 3. Liga endgültig gesichert.

50 Punkte im Visier

Sieben Spiele haben die Meppener, um das Saisonziel perfekt zu machen. Doch sie wollen möglichst schon am Mittwoch das Ass schlagen und „so viele Zähler wie möglich sammeln“, stellt Neidhart fest. Nachdem die 40-Punkte-Marke getoppt wurde, hat sein Team die 50 ins Visier genommen. „Nach den beiden Heimspielen gegen Jena und Halle wird man mehr sagen können“, erklärt Neidhart.

U-19-Torwart auf der Bank

Gegen Jena dürfte der Coach erneut umstellen. Die Frage, wer im Tor steht, wurde allerdings schon am Dienstagnachmittag beantwortet. Weil Erik Domaschke noch nicht wieder fit ist, bleibt Jeroen Gies auf dem Feld. In Köln war er nach knapp einer Stunde für Domaschke zwischen die Pfosten gerückt. Der Stammkeeper hatte schon im Vorfeld über Rückenbeschwerden geklagt. In der Halbzeitpause verwies er erneut auf Probleme. Gies musste nicht lange auf seine Drittliga-Premiere warten. U-19-Torwart Matthis Harsman wird Mittwoch auf der Meppener Bank Platz nehmen. Der 18-Jährige spielt seit 2015 für das JLZ Emsland.

Umstellungen geplant

Kapitän Martin Wagner und Marius Kleinsorge sind Kandidaten für die Rückkehr in die Startelf. Neidhart will im vierten Spiel der doppelten englischen Woche „ein möglichst frisches Team“ auf den Platz bringen. Gerade die Partien gegen Paderborn und in Köln hätten „richtig Kraft gekostet“. Er hat die Qual der Wahl. Gerade daheim soll die Bilanz weiter verbessert werden. In der Hänsch-Arena hat seine Mannschaft erst drei Mal verloren. Neidhart erwartet wieder die nötige Aggressivität, gutes Spiel gegen den Ball und schnelles Umschalten.

1981 im Europapokalfinale

Jena, das noch zwei Nachholspiele absolvieren muss, hat nur eine der vergangenen sieben Begegnungen verloren. Nach dem 2:1 am Wochenende gegen Zwickau weist die Mannschaft von Trainer Maik Zimmermann 37 Punkte auf, davon sammelte sie aber nur sieben Zähler in fremder Umgebung. Der einzige Auswärtssieg gelang schon am dritten Spieltag in Halle, also vor acht Monaten. „Aber Jena hat auch einige Spiele unglücklich verloren“, weiß Neidhart. Dem SVM-Coach imponiert die Offensive der Thüringer, die dreimal DDR-Meister waren und 1981 im Europapokalfinale der Pokalsieger in Düsseldorf 1:2 gegen Dinamo Tiflis verloren. Gefährlichster Schütze ist Timmy Thiele mit neun Treffern.

Einziger Sieg vor 26 Jahren

Auf einen Sieg gegen Jena warten die Meppener, deren Co-Trainer Mario Neumann von 1993 bis 1998 insgesamt 73 Punktspiele für die Thüringer bestritt, schon seit fast 26 Jahren. In der Saison 1992/93 traf Robert Thoben auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld zum 1:0. Danach folgten sechs Unentschieden und vier Niederlagen. Ein Heimspiel haben die Emsländer gegen Jena noch nicht gewonnen. Es wird höchste Zeit, auch diese Serie zu beenden.

Der SV Meppen hat im Vorverkauf rund 3500 Karten für das Nachholspiel abgesetzt. Er erwartet rund 5000 Zuschauer.


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