Stimmen zum Sieg des SV Meppen Benjamin Girth: „Effektiv und mit dem Quäntchen Glück“

Von Dieter Kremer


Köln. Für den früheren Meppener und jetzigen Kölner Thomas Bröker war es eine ausgeglichene Partie. Die Spieler des SVM gestanden, beim 2:0-Erfolg bei Fortuna Köln auch etwas Glück gehabt zu haben. Hier die Stimmen zum vierten und zugleich höchsten Auswärtssieg der Emsländer.

Benjamin Girth (Mittelstürmer des SV Meppen): Erste Halbzeit haben wir es ganz ordentlich gemacht, aber Fortuna war auch stark. Man hat gesehen, dass sie viel mehr Spielanteile hatten. Ich sage mal so: Es war der effektive Sieg. Verdient ja, weil der, der Tore macht, gewinnt. Wir waren heute einfach effektiv und haben auch das Quäntchen Glück, dass wir nicht das 1:1 fressen. Dann sieht es auch ein bisschen anders aus. Thilo (Leugers, Anm. der Redaktion) sieht beim 1:0, dass ich frei bin. Dass ich den Platz habe und nicht im Abseits stehe. Er erkennt das, und daraus entsteht dann das Tor. Beim zweiten Tor steht Luca (Tankulic) durch einen individuellen Fehler der Kölner frei in dem Raum. Dadurch hat er den Platz und ich den Platz, um zu Luca zu spielen.

Thomas Bröker (Stürmer von Fortuna Köln und bis 2004 beim SVM): „Eigentlich war es ein ausgeglichenes Spiel. Wir haben zweimal individuell eine falsche Entscheidung getroffen, wo wir den Meppenern den Ball in den Fuß spielen. Die nutzen das zweimal aus. Sonst wäre es wahrscheinlich 0:0 ausgegangen. Aber dadurch verlieren wir das Spiel. Unnötig. Bei meiner Chance habe ich das lange Eck anvisiert, kriege leider nicht mehr ganz so viel Druck hinter den Ball, wie ich wollte. Der Torwart kommt noch mit einer Hand hin. Schade.“

Janik Jesgarzewski (rechter Verteidiger SV Meppen): Köln ist eine starke Mannschaft, wie man auch gesehen hat. Da kriegt man nicht so viele Chance. Die Möglichkeiten, die wir in Karlsruhe nicht gemacht haben, haben wir heute genutzt. Und hinten mussten wir auch ein paar Chancen hergeben und haben vielleicht auch ein bisschen Glück. Wenn du da nicht viel kriegst, musst du die Chancen halt machen und wirst belohnt. Bei der Chance von Bröker hat Jeroen (Gies) ihn abklatschen lassen, und ich laufe durch. Zum Glück, sonst hätte es 1:1 gestanden.

Nico Granatowski (Linksaußen SV Meppen): Wir haben heute auch nicht gegen irgendjemanden gespielt. Wenn die heute gewonnen hätten, wären die noch mal rangekommen. Benni (Girth) hat schon recht: Wir haben unsere Chancen genutzt. Wenn er kurz vor der Halbzeit das 2:0 macht, sind wir hinten noch mal ein bisschen sicherer. Dass die ihre Chancen kriegen, ist ganz normal. Die haben Qualität vorne.

Der Liveticker zum Nachlesen >>

Erik Domaschke (Torhüter des SV Meppen): Wir haben gewonnen, weil wir die Tore einfach gemacht haben. Wir haben ganz gut gespielt, wollten abwarten. Haben hinten sicher gestanden und auch wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben sie kurz gedrückt. Es war dann genau der richtige Zeitpunkt, wo wir das 2:0 machen. Man hat dann auch gesehen, dass die richtig platt waren. Das Wetter spielt halt auch eine Rolle, wenn du in der Woche bei sechs Grad trainierst, und am Wochenende auf einmal 15, 16 Grad sind. Das macht für den Körper schon was aus. Umso schöner ist es, dass wir jetzt 42 Punkte haben. Das ist schon ein geiler Schnitt. Jetzt versuchen wir weiter, so viele Punkte wie möglich zu holen. Dass es bei einem einstelligen Platz bleibt. Ich bin raus, weil bei mir die Adduktoren ein bisschen zugemacht haben. Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme, bevor mir das wegreißt und ich dann länger ausfalle. Anfang der ersten Halbzeit fingen die Probleme an. Dann wurde es bei den ersten zwei, drei Bällen, die ich lang geschlagen habe, immer schlimmer. Da habe ich gesagt, das bringt halt nichts. Machen wir einen zeitigen Wechsel.

Martin Wagner (Kapitän des SV Meppen): Wenn man am Ende noch unsere Kontermöglichkeiten sieht, machen wir das 3:0 und 4:0, wenn wir noch ein bisschen kaltschnäuziger sind. Ich denke, es war eine solide Leistung, auch von hinten raus. Fortuna Köln war schon das eine oder andere Mal gefährlich. Man kann sie natürlich nicht 90 Minuten ausschalten, aber ich finde, dass wir das heute ganz gut gemacht haben.