Neidhart plant erneut Rotation SV Meppen: Posipal in Köln wieder in der Startelf

Von Uli Mentrup

Wieder in der Meppener Startelf steht Patrick Posipal am Samstag bei Fortuna Köln. Er hat seine Chance gegen Paderborn genutzt. Foto: ScholzWieder in der Meppener Startelf steht Patrick Posipal am Samstag bei Fortuna Köln. Er hat seine Chance gegen Paderborn genutzt. Foto: Scholz

Meppen. Regeneration und Rotation sind wichtige Themen in den englischen Wochen. Meppens Trainer Christian Neidhart wird auch im dritten von fünf Spielen innerhalb von nur 16 Tagen umstellen: Der emsländische Aufsteiger tritt am Samstag um 14 Uhr bei Fortuna Köln an.

Die dosierte Rotation dem SVM mit vier personellen Veränderungen beim 0:0 gegen Spitzenreiter Paderborn hat sich ausgezahlt. Die Leistung passte. Neidhart war mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden.

Ballmert noch nicht fit

Wie er umstellt, ließ Neidhart offen. Er will sich nicht in die Karten schauen lassen. Sicher ist, dass Patrick Posipal im Team bleibt. Der gelernte defensive Mittelfeldspieler hat auf der Innenverteidiger-Position überzeugt. Dafür dürfte Jovan Vidovic erneut auf der Bank sitzen bleiben. Da Markus Ballmert nach überstandener Grippe noch nicht wieder topfit ist, wird er noch einmal zuschauen müssen. Damit ist Janik Jesgarzewski wieder auf der rechten Außenbahn der Viererkette gesetzt.

Kandidaten für die Offensive

Am ehesten könnte sich etwas in der Offensive ändern, in der Marius Kleinsorge trotz latenter Leistenbeschwerden, Mannschaftskapitän Martin Wagner und Goalgetter Benjamin Girth in den ersten beiden Spielen der zweifachen englischen Woche in der Startelf standen. Es gibt einige Alternativen: Mike Bähre hat sich zurückgemeldet, Thorben Deters ist nach dem Doppeleinsatz vom vergangenen Wochenende wieder ausgeruht, Luka Tankulic kam gegen Paderborn nur zu einem Kurzeinsatz, Nico Granatowski gegen Wehen Wiesbaden. Haris Hyseni hat sich nach Verletzungspause in der Bezirksliga wieder getroffen. Max Kremer brennt auf einen Einsatz von Beginn an.

Gelbsperren drohen

Schon für die nächsten Spiele kann sich einiges von selbst erledigen. Denn mit Dauerbrenner Marcel Gebers, David Vrzogic, Patrick Posipal und Benjamin Girth droht gleich vier Spielern eine Sperre: Sie haben jeweils vier Mal den Gelben Karton gesehen.

Keita-Ruel mit 14 Toren

In Köln wartet eine erfahrene Mannschaft, die Qualitäten in der Offensive hat. Torjäger Daniel Keita-Ruel hat bereits 14 Treffer erzielt, Hamdi Dahmani neun. Neidhart warnt vor dem Tempo der Südstädter, die in der Tabelle auf Rang fünf liegen – acht Punkte hinter Relegationsrang drei, aber nur fünf hinter Platz vier, der die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeutet.

Fortuna mit Bröker

Den Pokalwettbewerb kann das Team von Trainer Uwe Koschinat, das der ehemalige Meppener Thomas Bröker seit der Winterpause verstärkt, auch noch über den Mittelrhein-Pokal erreichen. Nach dem mühsamen 2:1 gegen den vom ehemaligen Mönchengladbacher Wilfried Hannes trainierten Oberligisten Borussia Freialdenhoven stehen die Fortunen im Halbfinale gegen Viktoria Köln.

Aufstiegschance verspielt

Ihre Aufstiegschance haben die Kölner mit zwei Niederlagen in Folge verspielt: Nach fünf Siegen in Serie verloren sie das dritte Heimspiel gegen Großaspach 1:4 und eine Woche später das sechste Auswärtsspiel bei Kellerkind RW Erfurt 1:2. In Thüringen sah Abwehrspieler Bernard Kyere die Rote Karte. Er ist gegen Meppen gesperrt.

600 Emsländer im Südstadion erwartet

Der SV Meppen will so schnell wie möglich die letzten Punkte zum Klassenerhalt sammeln und endlich die 40-Punkte-Marke knacken. Dazu fehlt nur noch ein Zähler. Zudem möchte er die erwarteten rund 600 Emsländer im Südstadion vor den folgenden beiden Heimspielen gegen Jena und Halle überzeugen.

Nur ein Pokalsieg in Köln

Darüber hinaus kann der SVM, der beim 1:0 im Hinspiel den ersten Sieg seit 23 Jahren gegen Köln feierte, auch noch eine Statistik verbessern: Die Fortunen, elf Jahre Zweitliga-Begleiter der Emsländer, haben in der Domstadt noch kein Punktspiel gegen die Blau-Weißen verloren, nur ein Pokalspiel am 11. September 1992. Das Tor des Tages erzielte Torjäger Rainer Rauffmann.