6659 Fans feiern Punktgewinn Meppener Kraftakt im Kampfspiel gegen Paderborn

Von Uli Mentrup


Meppen.Der SV Meppen hat am Dienstagabend vor 6659 Zuschauern in der Hänsch-Arena mit einem wahren Kraftakt Spitzenreiter SC Paderborn einen Punkt abgerungen. In dem über weite Strecken offenen Schlagtausch hieß es am Ende 0:0.

Die Fans feierten den SVM, der zwar auch im sechsten Spiel in Folge sieglos blieb, sich aber Respekt und Anerkennung verdiente. Zufrieden zeigte sich auch Trainer Christian, der viele alte Meppener Tugenden entdeckte. „Das hat mir gefallen. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Wichtig sei, dass sie auch gegen so einen starken Gegner etwas mitgenommen habe. Das das Ergebnis passte, bestätigte auch Paderborns Trainer Steffen Baumgart. „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein.“

Vier Wechsel

Eine dosierte Rotation wegen der zwei englischen Wochen hatte Neidhart angekündigt. Er hatte die Meppener Startformation auf vier Positionen verändert: Für Jovan Vidovic übernahm Patrick Posipal den linken Part in der Innenverteidigung. Er machte die Sache sehr gut. Fabian Senninger löste David Vrzogic auf der linken Seite der Viererkette ab, Steffen Puttkammer kam für Mike Bähre auf der Sechser-Position, Nico Granatowski für Luka Tankulic im linken offensiven Mittelfeld.

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Michel zuerst auf der Bank

Baumgart wechselte dreimal. Sebastian Wimmer kam für den nach der zehnten Gelben Karte gesperrten Robin Krauße, Felix Herzenbruch für Jamilu Collins. Außerdem saß Torjäger Sven Michel zunächst auf der Bank. Für ihn startete Ben Zolinski.

SVM hält gegen

Der Gastgeber wirkte in der wie von beiden Seiten erwartet kämpferischen und intensiven Partie frisch. Die Kicker gingen im zweiten Spiel in nur vier Tagen weite Wege. Das war nötig gegen den Spitzenreiter. Ein wenig erinnerte das Duell an die Partie gegen Wehen Wiesbaden. Der SV Meppen hielt gut gegen, kam einige Male ordentlich nach vorne, ohne sich allerdings in der ersten Halbzeit die glasklare Möglichkeit zu erspielen.

Girth ersprintet Rückpass

Benjamin Girth ersprintete den Ball nach einem Paderborner Rückpass, doch sein Schuss wurde zur ersten Meppener Ecke abgefälscht (10.). Der Kopfball von Posipal nach einem weiteren Eckball (29.) war nicht kräftig genug, um SCP-Torwart Leopold Zingerle ernsthaft zu prüfen. Aber die Gastgeber machten deutlich, dass sie nicht nur Sparringspartner des Tabellenführers sein wollten.

Domaschke passt auf

Die Gäste hatten zunächst mehr Anteile. Sie suchten den schnellen Weg nach vorn. Doch die Pässe in die Schnittstellen der Meppener Abwehr kamen meist nicht an. Als es doch klappte, und Marcel Gebers nicht mehr ganz an den Ball kam, hatte Erik Domaschke ausgepasst und jagte das Leder über das Dach der alten Tribüne.

Ritter versucht es aus der Distanz

Eine Reihe von Flanken sorgten für wenig Gefahr vor dem SVM-Tor. So versuchte es der ehemalige Mönchengladbacher Marlon Ritter mit Schüssen aus der Distanz. Zweimal klärte Domaschke zur Ecke (25., 27.), dann zirkelte der Paderborner Mittelfeldspieler den Ball am rechten Pfosten vorbei (35.). Klare Möglichkeiten hatte auch der Gast nicht.

Gastgeber wird mutiger

Doch nach dem Wechsel sorgte Meppen für noch mehr Stimmung auf der Tribüne und etwas Aufregung im Strafraum des Gegners. Der quirlige Marius Kleinsorge und Granatowski, der einen Ball von Martin Wagner artistisch in der Luft stoppte, hatten ihren Anteil an der latenten Gefahr. Der SVM drehte auf, wurde mutiger.

Chance für den Torjäger

Aber Paderborn hielt in dem folgenden offenen Schlagabtausch gegen, brachte nach einer Stunde Torjäger Michel für Zolinski. Und Michel hatte den 13. Saisontreffer auf dem Fuß. Sein Schuss wurde abgefälscht, aber Domaschke streckte sich mächtig und klärte zur Ecke. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung. Wären die Meppener Anspiele in der gegnerischen Hälfte besser angekommen, dann wäre vielleicht auch die faustdicke Überraschung möglich gewesen. „Der letzte Ball kam nicht richtig an.“ Das war denn auch das Einzige, was Neidhart störte.