Spitzenreiter Paderborn kommt SV Meppen erwartet den nächsten Kracher

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Einen heißen Tanz erwartet der SV Meppen beim Spiel gegen Spitzenreiter Paderborn. Das Foto zeigt SVM-Kapitän Martin Wagner (r.) beim Zweikampf mit Wehens Wiesbadens Torjäger Manuel Schäffler. Foto: ScholzEinen heißen Tanz erwartet der SV Meppen beim Spiel gegen Spitzenreiter Paderborn. Das Foto zeigt SVM-Kapitän Martin Wagner (r.) beim Zweikampf mit Wehens Wiesbadens Torjäger Manuel Schäffler. Foto: Scholz

Meppen. Es bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Am Dienstag um 19 Uhr erwartet Drittligaaufsteiger SV Meppen den Spitzenreiter SC Paderborn. „Der nächste Kracher“, weiß Trainer Christian Neidhart.

Die dritte von vier Topmannschaften der Liga in Folge, gleichzeitig das zweite von fünf Spielen in nur 16 Tagen. Nur gut, dass die Emsländer in den beiden englischen Wochen keinen größeren Reisestress haben. Nur das Duell am Karsamstag bei Fortuna Köln findet auswärts statt.

Kräfte optimal einteilen

Bei einer derartigen Häufung von Spielen ist die „Rotation“ beinahe zwangsläufig ein Thema, um die Kräfte optimal einzuteilen. Dabei haben die Meppener einen Nachteil: Ihre Erholungsphase nach der Aufstiegsrelegation gegen Mannheim war sehr kurz, im Winter blieb ebenfalls wenig Zeit zur Regeneration. „Es geht nicht darum, wer gut oder schlecht war“, hat Neidhart die Mannschaft auf die Umstellung eingeschworen. „Wir müssen als Mannschaft erfolgreich sein.“

Hyseni Option für Köln?

In der Innenverteidigung, auf der Sechser-Position und in der Offensive gibt es genug Alternativen. Bis auf Markus Ballmert, der noch die Folgen eine Grippe spürt, sind alle Spieler fit. Steffen Puttkammer wurde wegen Beschwerden am Schienbein vorsorglich geschont, steht aber wieder zur Verfügung. Da Thorben Deters Samstag in der 3. Liga eingewechselt wurde und Sonntag 90 Minuten in der Bezirksliga beim 4:1 gegen Union Lohne gespielt hat, dürfte er eher Kandidat für Samstag sein. Auch Haris Hyseni, der im Hit einen Doppelpack schnürte, könnte eine Option für Köln sein. „Er hat sich reingekämpft. Wir freuen uns über seine Tore“, sagt Neidhart.

Dosierte Rotation

Die Meppener Rotation soll so dosiert sein wie das Training, bei dem die Regeneration ganz wichtig ist. Krasse Umbrüche sind nicht zu erwarten.

SVM soll kompakter stehen

Angesprochen hat Neidhart die Patzer in den Spielen gegen Karlsruhe (0:2) und Wiesbaden Wehen (1:3). Es könne nicht sein, dass die Gegner zwar Respekt vor der Meppener Leistung bekundeten, sich aber dann hinten reinstellten und auf Fehler warteten, meint der Trainer. „Natürlich war die Quote in den letzten Spielen zu hoch. Kein Gegner hat uns auseinandergenommen“, erklärt Neidhart. Gerade daheim müsse der SVM griffiger spielen und kompakter stehen.

„Haben uns einiges erarbeitet“

„Ein paar Punkte brauchen wir noch“, sagt der Trainer, dessen Team nicht in der Tabelle durchgereicht werden soll. „Wir stehen da, wo wir hingehören“, sagt er. Trotz zwei Niederlagen gegen Spitzenklubs, „die über ganz andere Möglichkeiten verfügen“, sehe er die Situation entspannt. „Wir haben uns einiges erarbeitet.“ Dazu zählt der Abstand des Zwölften von einem Dutzend Punkten zum ersten Abstiegsplatz.

Neidhart glaubt an Paderborner Aufstieg

Paderborn, das nur in der Klasse geblieben ist, weil Zweitligaabsteiger 1860 München keine Lizenz für die 3. Liga erhalten hat, ist für Neidhart Aufstiegsaspirant. „Das habe ich schon vor langer Zeit gesagt“, vergleicht er die Position der Ostwestfalen mit der seiner Mannschaft in der vergangenen Regionalligasaison.

Pokal-Aus gegen Bayern München

Das Team von Trainer Steffen Baumgart hat 64 Tore geschossen, fast doppelt so viele wie der SVM (33). Gefährlichste Schützen sind Sven Michel (12), Dennis Srbeny (9), Marlon Ritter, Ben Zolinski (beide 8) und Massih Wassey (7). Eine breit aufgestellte Offensive. Das Tempo auf den Flügeln ist hoch. Der seit sechs Spieltagen ungeschlagene Spitzenreiter, der im DFB-Pokal nach Siegen gegen Bochum (2:0) und Ingolstadt (1:0) erst gegen Bayern München ausschied (0:6), führt auch die Auswärtstabelle an. Von 14 Partien verlor er nur drei (Magdeburg, Jena, Karlsruhe). Baumgart, dessen Team dreimal in Folge in fremden Stadien antritt, hat angekündigt, dass er eine gewisse Risikobereitschaft im Offensivspiel beibehalten will.

4700 Karten im Vorverkauf abgesetzt

Im Kampf David gegen Goliath setzt Neidhart auch auf die Unterstützung der Fans. 4700 Karten wurden im Vorverkauf abgesetzt. Paderborn geht davon aus, dass 350 Fans sich auf den Weg ins Emsland machen.


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