„Heimniederlage schmerzt“ SV-Meppen-Stürmer Girth: Zu viele Eigentore geschossen

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Nachdenklich nach der 1:3-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden: Meppens Torschütze zum 1:3, Benjamin Girth. Foto: ScholzNachdenklich nach der 1:3-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden: Meppens Torschütze zum 1:3, Benjamin Girth. Foto: Scholz

Meppen. Die Fehlerquote war einfach zu hoch beim 1:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden. Das weiß auch SV Meppens Stürmer Benjamin Girth, der kurz vor dem Abpfiff den Anschlusstreffer erzielt hat. Er beklagt im Interview individuelle Fehler. „Wir haben zu viele Eigentore geschossen.“

In der Anfangsphase mussten Ihre Gegenspieler mehrfacham Boden liegen. Haben Sie eine neue Zweikampfhärte entwickelt?

Im Durchschnitt waren meine Gegenspieler, glaube ich, etwa 1,90 Meter lang, oder sogar noch größer. Da muss ich natürlich etwas härter zur Sache gehen (schmunzelt) Das gehört dazu. Aber es bleibt fair dabei. Das wissen auch die anderen.

Was hat der Schiedsrichter Ihnen in einer längeren Unterhaltung erzählt, als ein Gegenspieler behandelt wurde?

Er hat gesagt, dass er weiß, dass die Gegenspieler groß sind, dass wir vorn einige Bullen sind, dass diese Zweikampfhärte normal dazu gehört. Ihm gefällt, dass es fair bleibt, und dass wir so weitermachen sollen. Mehr nicht.

Schmerzt die dritte Heimniederlage gegen einen Favoriten aus dem Kreis der Aufstiegskandidaten?

Ja, das ist allemal bitter. Wir haben heute so viele Eigentore geschossen. Und letzte Woche ja auch schon. Das 0:1 war einfach unglücklich, denn das Spiel war ausgeglichen in der ersten Halbzeit. Man hat nicht so viele Akzente gesehen von uns, aber auch von Wehen Wiesbaden, und dann machen die ein so glückliches Tor. Dann noch die individuellen Fehler beim 0:2. Die brechen das Genick gegen so eine Top-Mannschaft. Es ist schwer, gerade auf dem Platz hinterherzurennen. Am Ende gelingt uns noch ein Tor. Aber es blieb einfach zu wenig Zeit, um noch etwas zu holen.

Auf den Rängen kam Euphorie auf…

Klar, wenn man den Anschlusstreffer erzielt, kommt Stimmung auf. Ich glaube, wir haben die Fehlerquote ein bisschen zu hoch gehalten, um uns vielleicht noch mit einem Punkt zu belohnen.

Wie haben Sie das 0:1 gesehen?

Das war aus meiner Sicht schwer. Ich habe mich zuerst gewundert, wie der Ball da überhaupt im Tor landet. Ich habe hinterher erfahren, dass Kuhn flanken wollte, er Jovan Vidovic getroffen hat, und der Ball deswegen ins Tor geht. Das passiert, das ist unglücklich. Ja, das beeinträchtigt uns natürlich kurz vor der Halbzeit psychisch. Damit muss man umgehen. Dieses Mal hat es nicht leider gereicht.

Dienstag kommt die nächste Tormaschine ins Emsland. Es bleibt wenig Zeit, sich auf das Spiel gegen Spitzenreiter Paderborn vorzubereiten. Was muss passieren?

Wir müssen einfach den Kopf wieder freibekommen. Man kann gegen eine Top-Mannschaft zu Hause verlieren kann. Aber vielleicht nicht so, wie wir verloren haben. Wir wissen, dass wir stark sind und auch gegen Paderborn gewinnen können. Wir müssen den Kopf klar kriegen. Heute müssen wir es vielleicht noch analysieren. Es sind einfache Fehler, die wir abstellen müssen. Dann sind wir für Dienstag gut vorbereitet. Wir sind fit genug, wir wissen, was für ein Gegner auf uns zukommt. Man hat erste Halbzeit gesehen, dass Wehen Wiesbaden nicht viele Akzente vor unserem Tor gesetzt hat, obwohl sie schon viele Tore geschossen haben. Dann gelingt die glückliche Führung. Die weiteren Tore entstehen, weil wir aufmachen müssen und Fehler machen.


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