Tormaschine Wehen Wiesbaden kommt SV Meppen erwartet Schwerstarbeit für die Abwehr

Von Uli Mentrup

Reichlich Arbeit erwartet die Meppener Abwehr um Marcel Gebers. Denn der SV Wehen Wiesbaden zählt zu den Tormaschinen der 3. Liga. Foto: ScholzReichlich Arbeit erwartet die Meppener Abwehr um Marcel Gebers. Denn der SV Wehen Wiesbaden zählt zu den Tormaschinen der 3. Liga. Foto: Scholz 

Meppen. Die Tormaschinen der Liga kommen zum SV Meppen: Am Samstag um 14 Uhr der SV Wehen Wiesbaden, drei Tage später der SC Paderborn. Beide haben 62 Treffer erzielt. „Ein Hammer“, sagt Trainer Christian Neidhart und erwartet Schwerstarbeit für die eigene Abwehr.

Dabei steht der Gastgeber nur unter „Normal-Druck“. „Wir wollen immer gewinnen, gerade die Heimspiele“, betont der frischgebackene Fußball-Lehrer. Wehen Wiesbaden kann sich im Kampf um die Aufstiegsplätze keine Niederlage erlauben. „Das ist ganz anderer Druck“, weiß Neidhart, schiebt aber gleich nach, dass seine Spieler gegen die Top-Teams besonders motiviert seien. Dabei gehe es nicht in erster Linie darum, die Gegner zu ärgern. „Wir haben ja auch eigene Ziele.“ Das nächste: Die erste Zahl auf dem Punktekonto soll eine vier sein. Zurzeit weist der SVM 38 Zähler auf.

Schäffler der Top-Torjäger

Neidhart weiß natürlich, was auf seine Mannschaft zukommt. „Wehen Wiesbaden geht außen unheimliches Tempo, ist gerade bei Standards sehr kopfballstark.“ Zudem verfügt Trainerkollege Rüdiger Rehm mit Manuel Schäffler über den Top-Torjäger der Liga. Der 29-jährige gebürtige Bayer hat bereits 19 Treffer erzielt. Flügelspieler Stephan Andrist hat es auf 13 Tore gebracht. Das Duo hat also mehr als die Hälfte der SVWW-Treffer geschossen. Und die Hessen verfügen über Comeback-Qualitäten, können also einen Rückstand drehen. Nicht so zufrieden zeigte sich Rehm mit dem Defensivverhalten. In den letzten neun Partien kassierte seine Elf zehn Gegentore.

„Standards eine Waffe“

Respekt zeigt Neidhart vor der langen Garde der Hessen wie die Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt und Steven Ruprecht. „Wir müssen die Standards in den Griff bekommen. Die sind eine Waffe.“ Ob er von seiner 4-2-3-1-Grundformation abgeht, lässt er noch offen. Denkbar wäre eine Fünferkette in der Abwehr. Umgestellt hatte Neidhart ja auch in Karlsruhe, als die Grundformation eher in Richtung eines 4-3-3 ging, um im Mittelfeld eine Überzahl gegen die zwei KSC-Sechser zu bekommen. „Das hat ganz gut geklappt.“

Jesgarzewski wohl für Ballmert

Umstellen muss Neidhart wohl ohnehin, aber Mann gegen Mann und positionsgetreu, denn Markus Ballmert klagt wieder über eine Grippe. Den Part auf der rechten Seite der Viererkette würde Janik Jesgarzewski übernehmen. „Er hat es verdient“, stellt Neidhart fest. „Auf der Position haben wir ein Luxusproblem.“ Ansonsten hat er die Qual der Wahl, wobei Steffen Puttkammer über eine Reizung am Schienbein klagt. Dafür hat Mike Bähre seine Grippe auskuriert und steht wieder zur Verfügung.

Feintuning verbessern

Bemängelt hat Neidhart in Karlsruhe, dass sein Team zu selten und auch nicht effektiv genug ins letzte Drittel des Spielfeldes gekommen ist. „Da hätten wir mehr Tiefgang gebraucht.“ Das Feintuning habe nicht gepasst. Das soll besser werden.

In Wiesbaden beendete Girth die Serie der Hessen

In Wiesbaden spielte der SVM eine starke erste Halbzeit, in der zweiten hatte Torwart Erik Domaschke beim Dauerdruck der Gastgeber reichlich Arbeit. Ein Treffer von Benjamin Girth beendete die Serie der Hessen von vier Siegen. Vier Dreier in Folge stehen auch jetzt für Wehen Wiesbaden zu Buche…