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Zwei Fink-Tore bei 0:2-Niederlage Karlsruher SC bestraft dumme Fehler des SV Meppen

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Karlsruhe. Karlsruhes Trainer Alois Schwarz strahlte, sein Kollege Christian Neidhart schaute traurig: Denn die Festung Wildparkstadion hat beim 2:0-Heimsieg des KSC gegen den SV Meppen gehalten. Zwei Kontertore kosteten die Emsländer am Samstag ein besseres Resultat.

Vor 11.661 Zuschauern erzielte der Drittliga-Rekordtorschütze Anton Fink die beiden entscheidenden Treffer für die beste Heimmannschaft der Liga. Damit kassierte der SVM nach zuletzt vier ungeschlagenen Partien wieder eine Niederlage. Aufstiegsaspirant Karlsruhe dagegen blieb im 19. Spiel in Folge unbesiegt und untermauerte seinen Anspruch auf den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Gegentore nach schnellem Umschalten

Zwei Ballverluste in der Vorwärtsbewegung ermöglichten den Karlsruhern die beiden Treffer. Vor dem 1:0 hatte Meppen in der gegnerischen Hälfte auf der linken Seite Einwurf, verlor aber durch Vrzogic den Ball. Der KSC schaltete schnell um, trieb den Ball über mehrere Stationen nach vorne. Letztlich spielte Muslija auf Fink, der aus knapp 20 Metern in zentraler Position einfach abzog, woraufhin das Spielgerät flach neben dem Pfosten im Meppener Tor einschlug (27.) – 1:0. Vor dem zweiten Gegentor wurde ein Zuspiel von SVM-Kapitän Martin Wagner nach rechts abgefangen. Fink erlief den Muslija-Pass in die Tiefe und schob die Kugel an Torhüter Domaschke vorbei ins lange rechte Eck (77.). Neidhart: „Das sind zwei Fehler, die so eine Spitzenmannschaft gnadenlos bestraft.“ Wenige Minuten später hätte Schleusener das dritte Tor erzielen können, als Gebers am Ball vorbeischlug.

KSC startet stark

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren. „Wir sind richtig gut reingekommen“, fasste Schwarz die ersten Minuten seines KSC zusammen. Nach dem 0:1-Rückstand ergriff Meppen mehr und mehr die Initiative. Karlsruhes Coach: „Bis dahin hat Meppen eigentlich nicht stattgefunden.“

Girth hat Ausgleich auf dem Kopf

Die große Ausgleichschance bot sich Benjamin Girth, der in der 33. Minute nach Tankulic-Flanke aus vier Metern frei zum Kopfball kam, aber genau auf den KSC-Torwart Uphoff köpfte. Verständlicherweise ärgerte sich der Torjäger über die vergebene Chance. „Ich wollte den Ball ins kurze Eck köpfen“, gestand Girth. „Das ist ein Ding, das ich machen muss, das weiß ich. Es wäre ein Wendepunkt gewesen, hätte ich den Ausgleich gemacht.“ Normalerweise lasse sich Girth eine solche Gelegenheit nicht entgehen, weiß auch Neidhart. Doch der Coach betonte: „Da hat der Keeper auch gut reagiert und den Ball gut gehalten. Das muss man dann so akzeptieren.“

Meppen spielt, Karlsruhe trifft

Nach dem Wechsel bestimmte Meppen eindeutig die Partie. „Salopp gesagt, haben wir das Spiel gemacht und Karlsruhe die Tore“, brachte es Meppens Trainer auf den Punkt. Bei Wagners Schuss nach Ablage von Girth trudelte das Spielgerät am langen Pfosten vorbei (60.). Vergeblich warteten die Meppener kurz darauf auf den Elfmeterpfiff, als Marius Kleinsorge von rechts in den Strafraum eindrang, den Ball am Gegenspieler vorbei legte und zu Boden ging. „Von oben sah das aus wie eine Schwalbe“, so Neidhart. „Ich habe Marius Kleinsorge gefragt. Er sagt, nee, er hat mich klar getroffen.“

Erste Niederlage seit Rostock

Obwohl die Meppener ihre erste Niederlage seit dem 0:2 gegen Rostock kassierten, zeigte sich der Trainer einverstanden mit dem Auftritt: Man sei zwar nicht so in die letzte Zone reingekommen, gab er zu. „Aber fußballerisch hat die Mannschaft das heute richtig gut gemacht. Wir haben ja auch nicht gegen irgendeine Mannschaft gespielt, sondern schon gegen eine Spitzenmannschaft in der Liga, die das klare Ziel hat, aufzusteigen.“ Aufgrund von dummen Fehlern habe man sich einfach nicht belohnt, ärgerte sich der Coach über die Gegentore. Schwarz lobte die Gäste: Meppen habe das gut gemacht. „Da sieht man, dass das eine gute Mannschaft ist.“

Zwei Wechsel in Startelf

Beim SV Meppen gab es zwei Wechsel im Vergleich zum 1:1 gegen Unterhaching: Thilo Leugers und Marius Kleinsorge beginnen nach abgelaufener Gelbsperre anstelle von Mike Bähre (krankheitsbedingt nicht im Kader) und Nico Granatowski (zunächst auf der Bank). Die Gastgeber veränderten ihre Startformation gegenüber dem 3:1-Sieg in Erfurt auf einer Position: Anstelle von Matthias Bader verteidigte Marco Thiede.


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