Elftes Remis stört Neidhart SV Meppen wehrt sich: 1:1 gegen Unterhaching

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Meppen. Die 40-Punkte-Marke hat der SV Meppen zwar im kämpferischen Aufsteiger-Duell mit der Spielvereinigung Unterhaching nicht geknackt. Aber vor der Minuskulisse von 4426 Zuschauen sammelte er beim 1:1 (0:1) in der heimischen Hänsch-Arena einen weiteren wichtigen Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Doch so richtig zufrieden zeigte sich Trainer Christian Neidhart nach dem Abpfiff nicht. Die elfte Punkteteilung behagte ihm nicht. „Das ist zuviel.“ Zudem passte ihm der Auftritt insgesamt nicht. „Ich hatte das Gefühl, dass unsere Spieler einen Meter zu spät gekommen sind“, hatte er insbesondere die erste Halbzeit im Blick. Der SVM wirkte nach dem Temperatursprung auf 16 Grad ein wenig müde.

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Frühe Schrecksekunde

Die erste Schrecksekunde musste der jetzt seit vier Spieltagen ungeschlagenen Gastgeber in der vierten Minute überstehen, als der vom Gast unter Druck gesetzte Torwart Erik Domaschke den Ball verlor, aber seinen Fehler sofort wieder gutmachen konnte, als er Torjäger Stephan Hain im letzten Augenblick den Ball wieder vom Fuß fischte.

Zunächst gute Möglichkeiten

Danach verfügten die Gastgeber über die besseren Möglichkeiten: Nach einem schnell von David Vrzogic ausgeführten Freistoß schoss Martin Wagner den Ball von der Strafraumgrenze knapp am langen Pfosten vorbei (10.). Nach Flachschuss von Luka Tankulic aus etwa 18 Metern lenkte Gäste-Torwart Lukas Königshofer das Leder neben das Tor (14.), Vrzogic traf nur das Außennetz (16.) und nach Hereingabe von Nico Granatowski sprang der Ball von der Hacke von Gebers über das Tor (20.).

Bähre verursacht Strafstoß

Die Gäste, die in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit einige Standards aus dem Halbfeld nicht nutzten, zeigten ihre spielerische Stärke, setzten auf schnelle Angriffe. Doch das Tor resultierte aus einer typischen Situation: Der SV Meppen agierte im Aufbauspiel nicht präzise genug, leistete sich einige Fehlpässe, die nicht nur auf die schwierigen Bodenverhältnisse zurückzuführen waren. Nach Ballverlust in der eigenen Hälfte rannte Mike Bähre hinter Jim-Patrick Müller her, statt ihn zu stellen, attackierte er ihn ungestüm. Müller ging zu Boden und Schiedsrichter Tobias Fritsch aus Frankfurt entschied auf Strafstoß.

Welzmüller lässt sich nicht stören

Welzmüller ließ sich auch von einigen Worten von Steffen Puttkammer unmittelbar vor der Ausführung nicht stören, schob den Ball rechts unten neben den Pfosten. Domaschke ahnte die Ecke, kam aber nicht mehr heran. 0:1. Bitter für den SVM, der sich schwertat, wieder ins Spiel zu kommen. Die Fehlerquote beim Passspiel blieb höher als sonst. Bei den Platzverhältnissen war der Rückstand ein Handicap.

Deters kommt nach der Pause

In der Halbzeitpause machte sich Thorben Deters warm, dessen Vater Bernd sich vor der Partie noch nicht so genau an seine Partien gegen Unterhaching erinnern konnte. Der junge Offensivspieler kam nach dem Wechsel für Bähre in die Partie. Die Meppener Angreifer hatten sich in den 25 Minuten vor der Pause nur noch selten gegen die stabile Hintermannschaft der Bayern durchgesetzt. Martin Wagner orientierte sich etwas zurück, Deters, der für die ersten guten Aktionen Applaus bekam, dafür weiter vor. Meppen wehrte sich gegen die die dritte Heimniederlage. Nach Vorarbeit von Markus Ballmert von der rechten Seite gelang Benjamin Girth, der zuvor schon eine gute Möglichkeit hatte, per Kopf der Ausgleich. Sein 14. Saisontreffer.

Offener Schlagabtausch

Die Emsländer wollten mehr. Auch Unterhaching setzte in dem offenen Schlagabtausch auf Sieg. Trotz einiger Möglichkeiten blieb es beim 1:1. Mit dem konnte am Ende des Tages auch Gäste-Coach Claus Schromm leben. Dabei hatten die Bayern gehofft, aus der englischen Woche seiben Punkte mitzunehmen. Sie mussten sich nach dem Sieg in Großaspach sowie den Remis gegen Erfurt und in Meppen mit fünf Zählern begnügen.

Tankulic und Puttkammer in der Startelf

Neidhart musste die Mannschaft wegen der Gelbsperren von Thilo Leugers und Marius Kleinsorge zwangsweise ändern. Auf die Sechser-Position kehrte nach überstandener Verletzung aus dem Magdeburg-Spiel Puttkammer zurück. Neben ihm lief Bähre auf. Auf dem rechten Flügel agierte Winter-Neuzugang Tankulic, der sich im Training aufgedrängt hatte. Auf der linken Seite der Viererkette blieb Vrzogic, der in Osnabrück ausgewechselt worden war, weil er mit dem Fuß umknickte.

Schromm stellte wieder um

Schromm, der beim 1:1 am Dienstag gegen Erfurt rotieren ließ, hatte mehrfach umgestellt. Natürlich stand Torjäger Stephan Hain wieder in der Startelf. Neben ihm lief allerdings nicht Offensivstratege Sascha Bilgalke auf, der zunächst auf der Bank saß, sondern Stefan Schimmer. Dem gelang in der Nachspielzeit das 1:1 gegen Erfurt. Ins Team kehrten auch Josef Welzmüller, Dominik Stahl und Finn Porath zurück. Der österreichische Torwart Lukas Königshofer durfte im Kasten bleiben. Er absolvierte in Meppen sein zweites Drittliga-Spiel.


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