DFB gibt sich gelassen Spiele im Ausweichstadion noch kein Thema beim SV Meppen

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Leer bleiben die Ränge in der Meppener Hänsch-Arena am morgigen Samstag. Das Foto zeigt einen Blick von der neuen Nordtribüne. Foto: Heiner HarnackLeer bleiben die Ränge in der Meppener Hänsch-Arena am morgigen Samstag. Das Foto zeigt einen Blick von der neuen Nordtribüne. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Zwei Heimspiele in Folge abgesagt und in einer Woche steht die nächste Partie des SV Meppen vor heimischer Kulisse gegen Unterhaching an. Sorgen müssen sich die Emsländer aktuell aber nicht machen, dass sie demnächst ihre Nachholbegegnungen in Lotte austragen müssen.

Eine Vorgabe, wie viele Spiele maximal abgesagt werden können, bevor der SV Meppen in sein Ausweichstadion nach Lotte ziehen muss, existiert nicht. „In den Statuten des DFB gibt keine klare Festlegung, ab welcher Anzahl an Nachholspielen in ein Ausweichstadion gegangen werden muss“, teilt ein DFB-Sprecher auf Anfrage der Emslandsportredaktion mit. Letztlich müsse hierfür die verbleibende Zeit bis zum Saisonende berücksichtigt werden, „um eine fristgerechte Beendigung der Saison zu gewährleisten“, ergänzt er. Klar ist: „Sollte es zu weiteren Absagen in Meppen kommen, werden auch die Terminmöglichkeiten für Nachholspiele langsam immer weniger.“

Weitere Absagen verschärfen Terminproblematik

Auf die Frage, was es bedeuten würde, wenn der SVM auch das nächste Heimspiel gegen Unterhaching absagen müsste, weicht der DFB aus: „Da angesichts der Wetterprognosen davon auszugehen ist, dass sich ab der kommenden Woche die Witterungsverhältnisse deutlich verbessern, wäre es viel zu früh, hierzu eine verbindliche Aussage zu treffen.“ Klar ist: Bei weiteren Spielabsagen würde sich eine verschärfte Terminproblematik ergeben. Das räumt auch der DFB ein.

Lotte kennt Probleme

Im Vorjahr waren im Februar drei Heimspiele (zweimal in der Liga, einmal im Pokal) der Sportfreunde Lotte aufgrund der schlechten Witterung ausgefallen. Die Lotter verfügten in ihrer ersten Drittligasaison nach dem Aufstieg noch nicht über eine Rasenheizung. Auch das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund musste Minuten vor dem Anpfiff wegen Unbespielbarkeit des Rasens abgesagt werden. FIFA-Schiedsrichter Felix Brych sagte im Anschluss, er könne es nach dem starken Schneefall nicht verantworten, anzupfeifen. Um eine Austragung im engen Terminkalender zu garantieren, wurde das Viertelfinale am Ende an der Bremer Brücke in Osnabrück ausgetragen. Dortmund siegte nach Treffern von Pulisic (57.), Schürrle (66.) und Schmelzer (83.) mit 3:0.

Nach Möglichkeit zwei Tage vorher absagen

Eine grundsätzliche Festlegung für den Zeitpunkt einer Spielabsage gibt es laut DFB nicht. Insbesondere im Interesse der Gastmannschaft und deren Fans wird eine Einschätzung der aktuellen Situation und der prognostizierten Witterungsentwicklung bis zwei Tage vor dem Spieltermin angestrebt. „Wenn der Zustand der Spielfläche problematisch ist und keine kurzfristigen Verbesserungsmöglichkeiten absehbar sind, wird eine entsprechende Empfehlung durch die zuständige Platzkommission abgegeben und eine Entscheidung durch den Spielleiter in Abstimmung mit der spielleitenden Stelle getroffen“, erklärt der DFB-Sprecher. Späte Absagen, im Extremfall erst am Spieltag oder kurz vor Spielbeginn, sorgen nachvollziehbarerweise für Unmut bei den Teams und den Fans und sollen daher möglichst vermieden werden, wie der DFB betont. Auszuschließen seien diese Fälle aber nicht. Da es letztlich auch zu kurzfristigen (Witterungs-)Entwicklungen kommen kann, muss dann die finale Entscheidung der Schiedsrichter unter Berücksichtigung der Verletzungsgefahr für die am Spiel beteiligten Personen treffen.

Späte Absage in Großaspach

Für Unmut hatte im Januar die späte Absage der Partie SG Sonnenhof Großaspach gegen FC Hansa Rostock gesorgt. Sowohl Mannschaft als auch Fans hatten sich bereits auf den Weg gemacht, als wenige Stunden vor dem Anpfiff die Absage eintrudelte.

Noch keine Rasenheizung

Am Donnerstag war das zweite SVM-Heimspiel in Folge gegen Carl Zeiss Jena abgesagt worden. Die Platzkommission aus Vertretern vom SV Meppen, vom Schul- und Sportamt der Stadt Meppen, die Eigentümer des Stadions ist, und vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) entschied, dass eine Austragung der Partie auf gefrorenem Boden zu gefährlich für die Spieler ist. Der SV Meppen verfügt als einziger von 20 Drittligaklubs noch nicht über eine Rasenheizung. Die ist nach den Statuten des DFB erst im zweiten Drittligajahr zwingend erforderlich. Geld für die Installation haben Stadt Meppen und Landkreis Emsland schon eingeplant.

Nachholtermin noch offen

Ein Nachholtermin für die Partie gegen Jena steht noch nicht fest. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Neu terminiert wurde dagegen das Paderborn-Spiel. Es wird am 27. März (19 Uhr) nachgeholt.

Drei Absagen am 27. Spieltag

Bei der Partie Meppen gegen Jena handelt es sich nicht um die einzige Absage des 27. Spieltages. Bereits am Mittwoch war die Freitagspartie zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem VfL Osnabrück abgesagt worden. Auch die für Samstag geplante Begegnung zwischen dem Chemnitzer FC und dem SV Wehen Wiesbaden wurde abgesetzt. In Chemnitz half wie in Erfurt der Einsatz der Rasenheizung nicht gegen den Dauerfrost der vergangenen Tage. Eine Garantie gegen Spielausfälle bietet die Rasenheizung also nicht.


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