Beim Remis des SV Meppen Morys trifft im Duell der Ex-Leipziger gegen Domaschke

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Meppen. Das Spiel war gerade erst abgepfiffen, als sich Jovan Vidovic und Peter Vollmann vor dem Eingang zum Spielertunnel über den Weg liefen. Meppens Innenverteidiger und Aalens Trainer umarmten sich nach dem 1:1 und tauschten ein paar Nettigkeiten aus.

„Peter Vollmann war mein erster Trainer in Wiesbaden. Ein guter Trainer“, lobte Vidovic den 60-Jährigen, der nach dieser Saison seinen Platz in Aalen räumen muss. Der VfR wollte Vollmanns auslaufenden Vertrag nicht verlängern, sondern will mit Argirios Giannikis (noch bei RW Essen) neue Impulse setzen, wie der Verein in der Winterpause mitteilte.

Von Maribor nach Wiesbaden

Vollmann hatte Vidovic nach Deutschland geholt. Im Sommer 2013 war der Slowene im Alter von 24 Jahren von NK Maribor zum SV Wehen Wiesbaden gewechselt. Bestritt dort 19 Drittligaspiele, in denen er ein Tor erzielte. Nachdem Vollmann im Oktober 2013 wegen Differenzen über die sportliche Ausrichtung und weil Wehen Wiesbaden von einem Aufstiegsplatz auf Rang sieben abgerutscht war, gehen musste, verlor Vidovic seinen Stammplatz. Ein Jahr später holte Vollmann den heutigen Meppener nach Rostock, wo Vidovic allerdings nicht glücklich wurde.

Fragwürdiger Elfmeter?

Keineswegs glücklich war der Abwehrhüne auch am Samstag über den Elfmeterpfiff des Schiedsrichters. In der Situation sei man beim zweiten Ball zu spät gekommen, berichtet Vidovic. „Der Schiedsrichter sagte, dass ich von hinten foule, als ich nach vorne wollte. Aber in dieser Situation musst du gar nichts pfeifen.“ Eine ausgesprochen strittige Entscheidung des Unparteiischen. „Mein Gegenspieler hat mir gesagt, dass er glaubt, dass es kein Elfmeter war“, sagte Thilo Leugers. Von seinem Gefühl her sei es auch kein Elfmeter gewesen, ergänzte der Meppener, „aber ehrlich gesagt habe ich es auch nicht genau gesehen.“

„Hätten uns auch fallen lassen“

Vor dem Elfmeterpfiff habe man alles versucht, um den Ball zu blocken, blickte Erik Domachke auf die Szene zurück. Der Schlussmann hätte sich gewünscht, etwas sanfter in den Zweikampf zu gehen. Wenn die Szene im gegnerischen Strafraum passiert wäre, die Konsequenz wäre aus Domaschkes Sicht die gleiche gewesen. „Wenn es bei uns gewesen wäre, hätte sich unser Stürmer auch so fallen gelassen. Das nimmt jeder Stürmer dankend an, wenn ein Abwehrspieler so reinrennt.“

Domaschke im richtigen Eck

Beinahe hätte Domaschke den Elfmeter gehalten. Schließlich war er im richtigen Eck. „Ich kannte Matze (Morys, Anm. d. Redaktion) aus unserer Zeit in Leipzig, als wir zusammen bei RB gespielt haben. 2013 waren sie dort zwei Jahre lang Teamkollegen. Meppens Schlussmann hatte mit einer anderen Ausführung gerechnet. „Ich dachte, er schießt in die Mitte. Ich habe gerade auch mit ihm gesprochen. Er sagte auch, er wollte ihn in die Mitte schießen – nicht per Chip, sondern mit dem Vollspann.“ Aber weil Morys Domaschke kennt, habe er noch mal hochgeschaut und gesehen, dass der Keeper lange stehen blieb. „Deshalb hat er einfach von sich aus in die linke Ecke geschossen. Da war ich halt ein bisschen zu spät.“


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